Snookerweltrangliste


Snookerweltrangliste
Mark J. Williams - derzeit Nummer 1 der offiziellen Snookerweltrangliste

Die offizielle Snookerweltrangliste bezieht sich auf die Resultate der Main Tour des Snookersports. Eingeführt wurde die Weltrangliste in der Saison 1976/77. Zunächst berücksichtigte sie nur die Ergebnisse der Snookerweltmeisterschaft, im Laufe der Zeit wurden jedoch verschiedene Weltranglistenturniere etabliert. Zur Main Tour gehören aber auch stets Turniere, die traditionell ohne Auswirkung auf die Weltrangliste bleiben, wie beispielsweise das Masters.

Inhaltsverzeichnis

Aktualisierung der Rangliste

Im Gegensatz zu anderen Sportarten, wie zum Beispiel im Tennis, war die offizielle Snookerweltrangliste bis zur Saison 2009/10 eine feste Rangliste, die nur nach dem Ende der Saison aktualisiert wurde. Hierbei wurden die während der letzten zwei Spielzeiten erworbenen Punkte addiert.

Seit der Saison 2010/11 wird die Weltrangliste mehrfach in der Saison aktualisiert.[1] Die aktualisierte Rangliste bildet dann auch die Basis für die Setzliste der folgenden Turniere. Diese Änderung im Regelwerk spiegelt zum einen den aktuellen Leistungsstand der Snookerspieler besser wider und verhindert außerdem, dass immer wieder die gleichen Spieler aufeinandertreffen. Die Rangliste umfasst aber weiterhin jeweils den Zeitraum von 24 Monaten. So wird verhindert, dass sich ein Spieler mit nur einem großen Turniersieg zu schnell oben in der Rangliste festsetzen kann. Vielmehr sollen fortan kontinuierlich gute Leistungen belohnt werden.

Provisional Ranking

Neben der offiziellen Weltrangliste, nach der auch die Spieler bis einschließlich in der Saison 2009/10 für die Turniere gesetzt wurden, wurde eine weitere, provisorische Weltrangliste geführt, die nach jedem Ranglistenturnier aktualisiert wurde. Diese Liste beinhaltete die Punkte der Vorsaison sowie die Ergebnisse der absolvierten Turniere in der laufenden Spielzeit. Die Saison davor (die Vor-Vor-Saison), die in der offiziellen Rangliste mitzählte, fiel in der provisorischen Rangliste weg. Da die Spielzeit mit der Weltmeisterschaft beendet war und dann für die provisorische Rangliste zwei volle Spielzeiten gewertet wurden, stimmte sie zu diesem Zeitpunkt mit der offiziellen Rangliste überein. Da im Provisional Ranking die aktuellen Ergebnisse stärker berücksichtigt wurden, gab diese die aktuelle Spielstärke eines Spielers in der Regel besser wieder als die offizielle Rangliste.

Der WM-Pokal

Turniere

Zur Main Tour gehören Saison 2010/11 zwölf Turniere, von denen – bei folgenden sieben Turnieren – Punkte für die Weltrangliste vergeben wurden (Ranglistenturniere):

Hinzu kommt die erstmals ausgerichtete Players Tour Championship mit insgesamt 12 Turnieren sowie einem Finalturnier, auf denen es eine verminderte Anzahl an Weltranglistenpunkten gibt (vgl. Abschnitt Punkteschlüssel im Überblick).

Setzliste

Die Top 16 der Weltrangliste sind automatisch für die Turniere der Main Tour gesetzt. Ab Platz 17 müssen sich die Spieler erst qualifizieren. Die Zahl der Qualifizierungsrunden hängt dabei jeweils von der Platzierung auf der Weltrangliste ab. Die Spieler von Position 17 bis 32 der Rangliste müssen eine Qualifizierungsrunde spielen, Spieler ab Position 33 zwei oder mehr.

Der Weltmeister wird automatisch für die nächste Saison immer als Nummer 2 gesetzt, sofern er tiefer als auf Position 2 platziert ist. Seine Platzierung in der Weltrangliste bleibt jedoch unberührt.

Kommt der Weltmeister nicht aus den Top 16, wie bisher erst zweimal geschehen (1979 Terry Griffiths und 2005 Shaun Murphy), muss sich die Nummer 16 in der nächsten Saison für die Turniere der Main Tour qualifizieren.

Weltrangliste (2011/12)

Die folgende Tabelle zeigt die offizielle Weltrangliste zu Beginn der Saison 2011/12, bezieht sich also auf die Leistungen der Saisons 2009/10 und 2010/11. Die Werte in Klammern geben die Platzierung der Aktualisierung vom 21. Februar 2011 an.

Platz 1 - 8 Platz 9 - 16 Platz 17 - 24 Platz 25 - 32
1 WalesWales Mark Williams (2) 9 EnglandEngland Judd Trump (24) 17 EnglandEngland Stuart Bingham (17) 25 EnglandEngland Andrew Higginson (23)
2 SchottlandSchottland John Higgins (1) 10 SchottlandSchottland Graeme Dott (9) 18 EnglandEngland Stephen Lee (21) 26 EnglandEngland Mark King (22)
3 EnglandEngland Mark Selby (4) 11 EnglandEngland Ronnie O’Sullivan (10) 19 EnglandEngland Mark Davis (23) 27 EnglandEngland Joe Perry (30)
4 China VolksrepublikChina Ding Junhui (5) 12 NordirlandNordirland Mark Allen (11) 20 EnglandEngland Ricky Walden (15) 28 WalesWales Ryan Day (20)
5 AustralienAustralien Neil Robertson (3) 13 EnglandEngland Peter Ebdon (12) 21 EnglandEngland Martin Gould (26) 29 IrlandIrland Ken Doherty (29)
6 EnglandEngland Allister Carter (8) 14 WalesWales Matthew Stevens (18) 22 EnglandEngland Barry Hawkins (25) 30 China VolksrepublikChina Liang Wenbo (27)
7 EnglandEngland Shaun Murphy (7) 15 EnglandEngland Jamie Cope (14) 23 HongkongHongkong Marco Fu (16) 31 WalesWales Dominic Dale (31)
8 SchottlandSchottland Stephen Maguire (6) 16 SchottlandSchottland Stephen Hendry (13) 24 SchottlandSchottland Marcus Campbell (32) 32 NordirlandNordirland Gerard Greene (28)

Punkteschlüssel

Punkteschlüssel im Überblick

Gesetzte Spieler, die ihr erstes Spiel verlieren, erhalten nur die halbe Punktzahl (in der Tabelle in Klammern unter der regulären Punktzahl dargestellt).

Runde 1
(Letzte 96)
2
(Letzte 80)
3
(Letzte 64)
4
(Letzte 48)
5
(Letzte 32)
Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Zweiter Sieger
Plätze 65-80 vs.
Plätze 81-96
Plätze 49-64 vs.
Sieger Runde 1
Plätze 33-48 vs.
Sieger Runde 2
Plätze 16-32 vs.
Sieger Runde 3
Plätze 1-16 vs.
Sieger Runde 4
Australian Goldfields Open
400
(200)
650
(325)
900
(450)
1150
(575)
1400
(700)
1900
2500
3200
4000
5000
Shanghai Masters
560
(280)
910
(455)
1260
(630)
1610
(805)
1960
(980)
2660
3500
4480
5600
7000
UK Championship
640
(320)
1040
(520)
1440
(720)
1840
(920)
2240
(1120)
3040
4000
5120
6400
8000
Welsh Open
400
(200)
650
(325)
900
(450)
1150
(575)
1400
(700)
1900
2500
3200
4000
5000
China Open
560
(280)
910
(455)
1260
(630)
1610
(805)
1960
(980)
2660
3500
4480
5600
7000
Snookerweltmeisterschaft
800
(400)
1300
(650)
1800
(900)
2300
(1150)
2800
(1400)
3800
5000
6400
8000
10000
Runde 1
(Letzte 96)
2
(Letzte 64)
3
(Letzte 48)
4
(Letzte 32)
Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Zweiter Sieger
Plätze 65-96 vs.
Plätze 33-64
Sieger Runde 1 vs.
Sieger Runde 1
Plätze 17-32 vs.
Sieger Runde 2
Plätze 1-16 vs.
Sieger Runde 3
German Masters
650
(325)
900
(450)
1150
(575)
1400
(700)
1900
2500
3200
4000
5000
Runde 1
(Letzte 128)
2
(Letzte 64)
3
(Letzte 32)
Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Zweiter Sieger
Plätze 65-96 und
32 Amateure vs.
Plätze 1-64
Players Tour Championship
(alle 12 Vorturniere)
-
360
560
760
1000
1280
1600
2000
Runde 1
(Letzte 24)
Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Zweiter Sieger
(Qualifikation über die 12 PTC-Vorturniere)
Players Tour Championship
(Finalturnier)
840
1140
1500
1920
2400
3000

Turniere mit Gruppenphase

Üblicherweise werden Snooker-Turniere im K.-o.-System ausgetragen.

Einmalig wurde in den Saisons 2006/07 und 2007/08 beim Grand Prix mit Vorrundengruppen zu je 6 Teilnehmern gespielt. Diese müssen „Jeder gegen Jeden“ in einem verkürzten Spiel gegeneinander antreten. Die beiden Erstplatzierten der Gruppe erreichen das Achtelfinale, Platz 3 bis 6 scheidet aus. Bei diesem Austragungsmodus erhalten nun die Spieler auf Platz 3 und 4 ihrer Gruppe mehr Punkte für die Weltrangliste als die Spieler, welche Platz 5 oder 6 belegen. Im Zuge dieser Regeländerung wurde der Status des Grand Prix auf die 1,25-fache Punktzahl der übrigen Turniere anbehoben; der Sieger bekommt also 6.250 Punkte statt 5.000 Punkte gutgeschrieben. Da dieses System jedoch stark umstritten war, wurde es in der Saison 2008/09 wieder abgeschafft. Seitdem wird beim Grand Prix wieder im K.-o.-System gespielt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Neue Rangliste kommt“, Rolf Kalbs Snooker Blog vom 10. Juni 2010

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