Spermatogonien


Spermatogonien

Spermatogonien (Einzahl Spermatogonium oder Spermatogonie), auch Ursamenzellen, sind die Stammzellpopulation im sogenenannten Keimepithel des Hodens. Diese auf eine Entwicklung zu Samenzellen festgelegten gewebsspezifischen Stammzellen entstehen aus Urkeimzellen nach deren Wanderung in die Hodenanlage im Zuge einer ersten mitotischen Zellteilung bei der Spermatogenese. Im Gegensatz zu den Eizellen, die keine Vermehrung mehr vollziehen, können sich Spermatogonien weiter vermehren und damit immer wieder neue Ausgangspopulationen für die Spermatogenese bilden.

Die Spermatogonien liegen im basalen Abschnitt des Keimepithels direkt an der Basalmembran. Sie besitzen einen chromatinreichen rundlichen Zellkern.


Histologisches Bild des Hodenparenchyms eines Ebers:
1 Lumen eines                    
   gewundenen
   Samenkanälchens

2 Spermatiden

3 Spermatozyten

4 Spermatogonien

5 Sertoli-Zellen

6 Myofibroblasten

7 Leydig-Zellen

8 Kapillaren
Spermatogenese:


Forschung

Wissenschaftlern ist es gelungen, Spermatogonien aus den Hoden erwacheser Männer unter dem Einfluss eines Wachstumsfaktors und und eines Hemmstoffes zu pluripotenten Zellen zu verjüngen, welche sich also in jeden beliebigen Zelltyp des Körpers verwandeln können. Durch aufwändige Versuche konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass diese derart umprogrammierten Keimbahnstammzellen alle molekularbiologischen und funktionellen Anforderungen erfüllen, die auch an menschliche Embryonstammzellen (ES-Zellen) gestellt werden.[1]

Einzelnachweise

  1. [1] T. Skutella et al.: Generation of pluripotent stem cells from adult human testis, Nature, DOI: 10.1038/nature07404

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  • Mediastinum testis — Der Hoden [ˈhoːdn̩] oder (seltener) der/die Hode [ˈhoːdə] (v. mittelhochdt.: hode, v. althochdt.: hodo, v. idg.: *skeu(t) „bedecken, verhüllen“) oder der Testikel (v. lat.: testiculus, Vkl. von testis Zeuge [der Virilität], Hode, Plural:… …   Deutsch Wikipedia