St.-Annen-Kirche (Grünstädtel)


St.-Annen-Kirche (Grünstädtel)
Ansicht von Osten
Portal auf der Südseite. Inschrift: 17 D.T.O.M.S. 24 (Deo ter optimo maximo sacrum)

Die evangelisch-lutherische St.-Annen Kirche in Grünstädtel ist eine barocke Saalkirche im sächsischen Erzgebirge.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Kirche wurde 1721-24 an der Stelle eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. In katholischer Zeit war die der Heiligen Anna geweihte Grünstädtler Kapelle Zwischenstation einer in Annaberg startenden Wallfahrt.

Architektur

Der große Putzbau besitzt ein hohes schiefergedecktes Walmdach, das im Osten und Westen dreiseitig geschlossen ist. Der in der Mitte der Südseite eingestellte Turm hat einen quadratischen Grundriss und ein oktogonales Glockengeschoss mit gaupenbesetztem, spitzem Helm. Wegen Geldmangels wurde der Turm erst 1872 vollendet.

Innenraum

Im Inneren befindet sich ein gestreckter Achtecksaal mit einer flachen Holzdecke und umlaufenden Doppelemporen. Die obere Empore wurde erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingefügt. Unter den Emporen befinden sich durchgehend Betstuben mit Holzsprossenfenstern. Die Sakristei im Südosten besitzt ein Kreuzgratgewölbe und stammt wie die Piscina an der Ostwand vom Vorgängerbau.

Der spätgotische Flügelaltar ist um 1500 unter dem Einfluss Peter Breuers entstanden und wurde 1996 durch Zusammenfügung von Schrein, Flügel und Predella zu einem kompletten Altar. Der Kanzelaltar von 1762 wurde um 1980 entfernt und eingelagert. Im Schrein befindet sich eine geschnitzte Figur der Anna Selbdritt, zu deren einen Seiten sich eine weibliche Heilige und Katharina, zur anderen Margarethe und eine weitere Heilige befinden. Auf den Flügeln befinden sich gemalte Darstellungen von Verkündigung und Kreuztragung. Die Predella zeigt ein Abendmahlgemälde.

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Sachsen: II. Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Deutscher Kunstverlag, München 1998, S. 909.
  • Kirchenvorstand Grünstädtel (Hrsg.): Sankt Annen-Kirche Grünstädtel, geweiht 1724 (Chronik der Kirchgemeinde), 2. A., 2004
50.52877512.815605555556

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