Stadtbad (Halle)


Stadtbad (Halle)

Das Stadtbad in Halle (Saale) wurde 1912 bis 1914 nach Plänen von Stadtbaurat Wilhelm Jost errichtet, der auch die Anlagen des Solbades Wittekind und die Kuranlagen in Bad Nauheim schuf.

Das Stadtbad besteht aus zwei Schwimmhallen, eine mit einem rechteckigen Schwimmbecken mit 312 Quadratmetern und eine kleinere mit ovalem Becken und 160 Quadratmetern Wasserfläche. Das größere war ursprünglich Männern, das kleinere Frauen vorbehalten. Hinzu traten zahlreiche Wannen- und Brausebäder sowie ein römisch-irisches Bad. Zusammen gaben sie dem Stadtbad den Charakter einer auf die Gesundheitspflege der Bevölkerung ausgerichteten Einrichtung. Es galt bei Errichtung als eine der größten und modernsten ihrer Zeit[1]. Beide Badehallen besitzen umlaufende, emporenähnliche Umgänge, hinter denen sich Umkleidemöglichkeiten befinden. Das Tageslicht erreicht beide Hallen über darüberliegende halbkreisförmige große Fenster.

Das Gebäude besitzt einen massiven Turm, der einen Wasserbehälter zur Versorgung beider Schwimmhallen enthält. Fliesen und sonstige Baukeramik sind sehr reichhaltig dekoriert und nahezu durchgängig in Farben und Formen des Jugendstils erhalten.

An der Außenfassade ist ein Uhrerker angebaut, der von Martin Knauthe entworfen wurde. Die Skulpturen am Eingangsportal stammen vom Bildhauer Paul Horn.

Literatur

  • Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1.
  • Michael Pantenius: Stadtführer Halle. Gondrom Verlag, Bindlach, 1995, ISBN 3-8112-0816-0.

Einzelnachweise

  1. Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1.
51.48580555555611.975

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