Stadtpfarrkirche St. Georg (Freising)

Stadtpfarrkirche St. Georg (Freising)
St. Georg in Freising vom Domberg aus gesehen
Marienplatz um 1681 (Kupferstich Michael Wening)

Die Stadtpfarrkirche St. Georg ist die zentrale Pfarrkirche in Freising

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Kirche liegt inmitten der Altstadt, nördlich des Dombergs, nahe dem Marienplatz. In unmittelbarer Umgebung liegen das Ziererhaus, das Rathaus und das Asamgebäude.

Geschichte

Ab 1250 wurde die Seelsorge für die Stadt Freising vom Domberg in das Moosachtal auf einen Vorgängerbau der heutigen Georgskirche übertragen. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1440 im spätgotischen Stil errichtet. Der 84 Meter hohe Westturm mit der Laternenkuppel, den man von Mai bis Oktober jeden Samstagnachmittag bis zur Balustrade besteigen kann, entstand von 1679 bis 1689 nach Plänen von Antonio Riva. Die seelsorgerischen Aufgaben der aufgelösten Stiftspfarreien St. Andreas und St. Veit wurden 1837 St. Georg übertragen. Im 19. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche neugotisch ausgestattet. Bis zum Jahr 2003 wurde die Kirche in der Fassung von 1497 restauriert. Der moderne Lamellenaltar, auf den eine Abbildung des nicht mehr vorhandenen gotischen Hochaltars geätzt ist, stammt vom Künstlerpaar Lutzenberger aus Bad Wörishofen.

Glocken

St. Georg mit, Rathaus und Mariensäule vom Marienplatz aus gesehen

Die Stadtpfarrkirche besitzt ein vierstimmiges Geläut (C-Dur) sowie die kleine Sterbeglocke. Diese erklingt im Anschluss an das abendliche Angelusläuten zum Gedächtnis an die Verstorbenen. Samstags um 15 Uhr läuten die drei kleineren Glocken (d1, e1 und g1) für fünf Minuten den Sonntag ein.

Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Gewicht
(kg)
Nominal
 
1 Heilig-Kreuz-Glocke 1691 Johann Gordian Schelchshorn, Regensburg 2300 c1
2 Antoniusglocke 1950 Karl Czudnochowsky, Erding 1400 d1
3 Christkönigsglocke 1950 Karl Czudnochowsky, Erding 1000 e1
4 1950 Karl Czudnochowsky, Erding g1
5 Zügen-/Sterbeglocke 1694 105 a2

Weblinks

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