Star Trek: Treffen der Generationen


Star Trek: Treffen der Generationen

Star Trek: Treffen der Generationen ist der siebte Star-Trek-Kinofilm und der erste, der auf der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert basiert.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film beginnt mit dem Jungfernflug der Enterprise-B, auf dem ein Teil der Crew der Originalserie um Captain James T. Kirk als Gast an Bord ist. Das Raumschiff gerät jedoch auf diesem Flug bei der Rettung zweier Flüchtlingsschiffe in ein Energieband. Während der Rettungsaktion der beiden Schiffe werden die Transporter benutzt, so dass, wie sich später herausstellen wird, Personen an Bord gebeamt werden, die schon „Zeit“ im Nexus verbracht haben. Das Schiff wird dabei schwer beschädigt und Kirk, der vorübergehend das Kommando wieder übernimmt, wird bei einem Unfall in dieses Energieband gezogen. Es stellt sich heraus, dass sich in diesem Energieband, dem Nexus (lat.: Verbindung, Gefüge), eine Art Paralleluniversum befindet, in dem Zeit und Raum keine Rolle spielen. Kirk findet sich in einer Landschaft wieder, die seiner Heimat Iowa ähnelt. In der wirklichen Welt gilt Kirk allerdings als tot.

Nach einem Zeitsprung wird der Film zur Zeit der Enterprise-D unter Captain Jean-Luc Picard fortgesetzt. Der Wissenschaftler Dr. Tolian Soran plant mit Unterstützung der klingonischen Schwestern Lursa und B’Etor wieder in den Nexus zu gelangen, um in dem dortigen, jenseitigem, im Unendlichen, im Einzigen, Vielzähligen, immer Gegenwärtigen ewig zu leben. Zur Realisierung dieses Plans zerstört er diverse Raumstationen und Planetensysteme, um durch die Gravitationsveränderung die Flugbahn des Nexus so zu steuern, dass er bequem von der Oberfläche des Planeten Veridian III dort hinein gelangen kann. Die Besatzung der Enterprise entdeckt dieses Vorhaben und versucht, Soran und seine Verbündeten zu stoppen; bei einem dieser Versuche in der Nähe von Veridian III wird Geordi La Forge gekidnappt und eine Kamera in seinem Visor versteckt, um taktische Informationen über die Enterprise-D zu bekommen. Mit Hilfe des Visors ermitteln die klingonischen Aggressoren die Schildfrequenz des Föderationsschiffs und greifen an. Es gelingt der Sternenflotten-Crew jedoch, das klingonische Schiff zu zerstören. Dabei wird die Enterprise schwer beschädigt. Die Besatzung wird in die Untertassensektion des Schiffes evakuiert und erlebt eine Notlandung auf dem Planeten Veridian III. Bereits vorher hatte sich Soran dorthin abgesetzt, um ein Projektil in die Sonne des Systems zu schießen; die Explosion soll die entscheidende Kurskorrektur des Nexus bewirken. Picard, der sich ebenfalls vor der Schlacht mit den Klingonen abgesetzt hatte, um Soran zu stoppen, wird mit ihm in den Nexus gezogen. Durch die Explosion der Sonne wird der Planet Veridian III zerstört und somit auch die Crew der Enterprise getötet.

Im Nexus erlebt Picard ein Familienidyll, wie er es sich immer gewünscht hatte. Weil er die Situation als „irreal“ erkennt, verlässt er das traute Heim. Auf einen Rat von Guinan hin – die ihm als eine Art Echo einer Person erscheint – macht er sich zu James T. Kirk auf, der ebenfalls im Nexus gelandet ist und seine alte Farm und seine ehemalige Verlobte als sein Glück wiederentdeckt. Picard überzeugt Kirk von der Irrealität der Situation und erklärt ihm den mörderischen Plan Sorans. Die beiden Kapitäne der Enterprise beschließen, Soran gemeinsam zu stoppen. Da Zeit und Raum im Nexus keine Rolle spielen, gehen sie in der Zeit zurück zu einem Zeitpunkt kurz bevor Soran das Projektil auf die Sonne abfeuert. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Wissenschaftler zu besiegen; dabei wird Kirk jedoch tödlich verletzt und stirbt. Picard begräbt ihn auf Veridian III und wird von einem Shuttle der U.S.S. Farragut gerettet. Für die Enterprise-D ist jedoch keine Bergung mehr möglich und das Schiff muss aufgegeben werden. Die Mannschaft wird gerettet.

Hintergrund und Sonstiges

  • Star Trek: Treffen der Generationen markiert einen entscheidenden Punkt in der Geschichte der Star-Trek-Kinofilme, denn hier verabschiedet sich die bisherige Crew um Captain James T. Kirk und macht Platz für die Mannschaft um Captain Jean-Luc Picard, die bereits mit großem Erfolg in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert spielte.
  • Der Film spielt somit einerseits direkt im Anschluss an die Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert als auch – aus Sicht des Filmpublikums in der „Vergangenheit“ – im Anschluss an die Serie Raumschiff Enterprise und die Kinofilme I bis VI; er stellt somit ein „Bindeglied“ (sozusagen einen Nexus) zwischen beiden Jahrhunderten dar.
  • Die Szene, in der das klingonische Raumschiff (Bird of Prey) explodiert, ist die gleiche wie in Star Trek VI: Das unentdeckte Land.
  • Whoopi Goldberg wurde weder im Vor- noch im Abspann erwähnt und erhielt auf eigenen Wunsch keinen Cent Gage für ihre Rolle.
  • Tim Russ, der später den Lieutenant Tuvok in der Serie Star Trek: Raumschiff Voyager spielte, ist als namenloser taktischer Offizier auf der Brücke der Enterprise-B zu sehen.
  • Der Film spielte in den USA etwa 70 Millionen Dollar ein.
  • Das Modell der Enterprise-B ist das wiederverwendete, wenn auch modifizierte Modell der USS Excelsior aus dem dritten Kinofilm und wurde später bei Deep Space Nine als USS Lakota wiederverwendet.
  • Das Valley of Fire war Drehort für die Szenen zwischen Captain Picard und Dr. Soran auf Veridian III.
  • Wegen schlechter Kritik beim Testpublikum wurde von Paramounts Präsidentin Sherry Lansing veranlasst, den Tod von James T. Kirk und Dr. Soran neuzudrehen. In der ursprünglichen Fassung wurde James T. Kirk von Soran erschossen und Captain Picard tötete Soran mit seiner eigenen Waffe.[1]

Kritiken

„Bei den Star-Trek-Filmen hat sich ein interessantes Gesetz der Serie herausgebildet. Die mit den geraden Nummern sind die besten, die anderen halt nur Fan-Kost. Dieses siebte Abenteuer, das die endgültige Wachablösung von Captain Kirk durch Captain Picard bedeutete, bietet sicherlich ein paar nette Tricks. Die Story ist aber ein bißchen zu wirr, um mehr Leute als die Gemeinde der ‚Trekkies‘ vom Hocker zu hauen.“

Prisma Online [2]

„Siebter Film der Star-Trek-Serie; ein psychologisch oberflächlicher Science-Fiction-Film, ganz auf technische Effekte ausgerichtet, hölzern gespielt.“

Lexikon des Internationalen Films [3]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 18. November 1994, dass dieser Film zu sehr mit sich selbst, das heißt, Anspielungen auf das Star-Trek-Universum und der Kommandoübergabe an die neue Mannschaft beschäftigt sei, dass die Entwicklung einer Handlung zu kurz käme. Er gab dem Film die verhältnismäßig schlechte Bewertung von 2 von 4 Sternen.[4]

Tom Coates (BBC) bemängelte in seiner Kritik ebenfalls die Handlungslöcher und die zweidimensionale Ausarbeitung der Charaktere. Der Film fühle sich an wie drei zusammengemischte Episoden der Serie (2 von 5 Sternen).[5]

Rita Kempley von der Washington Post sah in ihrer Kritik ebenfalls Mängel, bezeichnete ihn jedoch trotzdem als „funky adventure“.[6]

Einzelnachweise

  1. Star Trek Generations - Reshoots. Abgerufen am 16. Mai 2010.
  2. Kritik bei Prisma Online
  3. Kritik im Lexikon des internationalen Films
  4. Roger Eberts Kritik
  5. Tom Coates' Kritik
  6. Rita Kempleys Kritik

Weblinks


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