Steadycam (Filmzeitschrift)


Steadycam (Filmzeitschrift)

steadycam – EINE FILMZEITSCHRIFT ist eine Filmzeitschrift aus Deutschland, die im Sommer 1982 von dem Filmkritiker und Sportjournalisten Milan Pavlovic gemeinsam mit Philip Siegel gegründet wurde.[1] Sie erscheint mittlerweile im BBL-Verlag in Köln.

Die ersten Ausgaben waren noch amateurhaft ausgestattet (mit der Schreibmaschine geschrieben und von Hand gestaltet) und hatten weniger als 50 Seiten, Nr. 1 z. B. nur zwölf. Das Heft kostete damals 2 Mark.

Im Laufe der Jahre wurde die Herstellung professioneller und „steadycam“ entwickelte sich zu einer immer umfangreicheren und anerkannten Filmzeitschrift. So hat die Jubiläumsausgabe Nr. 50 (Juli 2007) einen Gesamtumfang von 380 Seiten und kostet 26 Euro. Geblieben ist die stets unregelmäßige Erscheinungsweise: manchmal erscheinen mehrere Hefte im Jahr, manchmal wartet man ein Jahr auf die nächste Ausgabe.

Vertrieben wird „steadycam“ über die Webseite, engagierte Kinos und Buchhandlungen, die auch Filmliteratur anbieten. In den letzten Jahren informiert der Verlag auch eingetragene Abonnenten per E-Mail, dass eine neue Ausgabe erscheinen wird.

Nach wie vor schreiben in „steadycam“ bekannte Autoren, Filmemacher und Filmkritiker aus der deutschen Szene, so u. a. Michael Althen, Norbert Grob, Tom Tykwer, Tobias Kniebe, Hans Schifferle, Claudius Seidl, Lars-Olav Beier, Dominik Graf, Daniel Kothenschulte, Frank Schnelle und Harald Pauli.

Die Hefte enthalten Filmkritiken, Festivalberichte und -tagebücher, Fotostrecken, längere Interviews mit Filmleuten und Hintergrundberichte. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift sind Hommagen an wichtige Filmkritiker, wie z. B. David Thomson, Pauline Kael oder Frieda Grafe. Regelmäßig werden Umfragen nach Lieblingsfilmen aller Zeiten, der abgelaufenen Dekade oder nur des vergangenen Jahres veranstaltet. Die meisten steadycam-Ausgaben sind schwerpunktmäßig einem Thema gewidmet – Nr. 46 zum Beispiel dem Œuvre von Frank Borzage, Nr. 47 dem Regisseur Claude Sautet, Nr. 48 Quentin TarantinosKill Bill“, Nr. 49 Michael Ciminos berüchtigtem Western „Heaven’s Gate“ und Nr. 50 dem Werk des im November 2006 verstorbenen Regisseur Robert Altman.

Der thematische Schwerpunkt der steadycam liegt ganz eindeutig auf dem Gebiet des amerikanischen Mainstream-Films; gelegentlich wird auch über den deutschen oder französischen Film geschrieben.

Einzelnachweise

  1. „Süddeutsche Zeitung“ gratuliert Steadycam zur No. 50

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