Stephan Feierabend


Stephan Feierabend

Stephan Feierabend (* 21. März 1523 in Schwäbisch Hall; † 21. August 1574 in Heilbronn) war Jurist und Dichter sowie Freund und Biograf Götz von Berlichingens.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Feierabend (alternative Schreibweise: "Feyerabend") stammte aus einer Schwäbisch-Halleschen Bürgerfamilie. Sein Vater gleichen Namens (1490-1545) war Rotgerber und Bürger zu Hall und Bruder des Ansbachschen Stiftsdekans und Probstes Joseph Feierabend (1493-1543). Feierabends Mutter war dessen zweite Ehefrau Elisabeth (geborene Kraft, † 1579). Stephan Feierabend hatte zehn jüngere Geschwister sowie fünf ältere Halbgeschwister von der ersten Ehefrau seines verwitweten Vaters.

Feierabend als Jurist

Stephan Feierabend studierte ab 1541 Jura in Heidelberg, wo er 1544 seine Magisterprüfung ablegte, und Freiburg. Ab 1552 ist er als Rechtsanwalt in Wimpfen tätig und wird als Syndikus des Kantons Kraichgau bestallt. 1555 wird er Syndikus der Reichsstadt Heilbronn und 1566 erneut des Kantons Kraichgau.

Feierabend als Vertrauter Götz von Berlichingens

In seiner Tätigkeit als rechtlicher Berater der Kraichgau-Ritterschaft wie einzelner ihr inkorporierter Familien kommt Feierabend mit dem prozessfreudigen Raubritter Götz von Berlichingen in Kontakt. Heilbronn bildete in jener Zeit einen Mittel- und Treffpunkt der vor allem naturwissenschaftlich mit der Stadt verflochtenen Ritterschaft. Feierabend überredet Berlichingen, seine Lebenserinnerungen abzufassen, welche dieser schließlich von Feierabend editieren ließ. Als Dank widmet Berlichingen das Werk dem 43 Jahre jüngeren Juristen. Als Götz kurz vor seinem Tode 1553 Heilbronn zum letztenmal besuchte, übergab er seine Rüstung den Händen „seines lieben Herrn, guten Gönners und Freundes“ Feierabend.

Feierabend als Dichter

Feierabend trat auch als neulateinischer Dichter hervor. Er ist unter anderem Verfasser des Gedichtes „De Feierabentho“ (Omnium Rerum Socio Ac Fine Carmen Temporarium) vom Feierabend als aller Dinge Ende und Anbeginn, in welchem Feierabend dem Ritter etwa zehn Jahre nach dessen Tode einige freundliche Verse widmet, und welches von Feierabends Verwandtem, dem Frankfurter Drucker Sigmund Feyerabend 1590 verlegt wird.

Tod

Stephan Feierabend verstarb am 1574 in Heilbronn ebenso wie seine zweite Ehefrau Dorothea (geb. Bernbeck) an der Pest. Mit dieser und seiner 1551 verstorbenen ersten Ehefrau Barbara (geb. Haug) hatte er insgesamt 16 Kinder.

Quellen

  • Moritz von Rauch: Stephan von Feyerabend, neulateinischer Dichter und Heilbronner Syndikus, 1921, Heft 13 des Historischen Vereins Heilbronn, S. 41-74
  • Verein für Familien- und Wappenkunde in Württemberg und Baden: Feyerabend-Stiftung in Schwäbisch Hall, 1976, S.2

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