Steve Staunton

Steve Staunton
Steve Staunton (1994)

Stephen „Steve“ Staunton (* 19. Januar 1969 in Drogheda) ist ein ehemaliger irischer Fußballspieler und aktueller -trainer.

Inhaltsverzeichnis

Sportlicher Werdegang

Staunton spielte als Jugendlicher beim FC Dundalk und auf regionaler Ebene in Auswahlmannschaften. Kenny Dalglish, schottischer Trainer des FC Liverpool, entdeckte ihn dort und holte Staunton 1986 nach England. Der unerfahrene junge Spieler aus Irland wurde bei den Reds weiter ausgebildet und in der Saison 1987/88 zeitweilig zum Zweitligisten Bradford City ausgeliehen, wo er seine ersten Ligaeinsätze hatte. Im September 1988 debütierte Staunton in der First Division beim 1:1 gegen Tottenham als linker Verteidiger, nachdem der Kapitän Alan Hansen verletzungsbedingt ausgefallen war und der Linksverteidiger Gary Ablett dessen Position in der Innenverteidigung übernehmen musste. Staunton blieb für den Rest der Saison Stammspieler. Bereits zum Ende seiner ersten Spielzeit berief ihn Jack Charlton in die irische Nationalmannschaft, mit der er ein Jahr später an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien als erstes irisches Team überhaupt teilnahm. Der 21jährige Staunton nahm an allen Spielen des Turniers teil; die Mannschaft schied im Viertelfinale gegen Italien aus.

Nachdem der neue Liverpooler Trainer Graeme Souness Staunton in der Saison 1990/1991 nur noch selten einsetzte, wechselte er zu Aston Villa. Mit Villa gewann er 1994 den englischen Ligapokal und nahm im gleichen Jahr an der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA teil. Erneut war er bei allen Spielen Irlands dabei; im Achtelfinale schied Irland gegen die Niederlande aus.

Nachdem sich Irland für die nächsten Turniere 1996 und 1998 nicht qualifizieren konnte, wechselte Staunton nach der Weltmeisterschaft 1998 zurück zum FC Liverpool. Mittlerweile war er der Kapitän des irischen Nationalteams und wurde nach zwei Jahren an der Anfield Road an Crystal Palace ausgeliehen; von dort wechselte er 2000 erneut zu Aston Villa.

Nach einer achtjährigen Durststrecke für Irland qualifizierte sich das Team mit Staunton für die Weltmeisterschaft 2002. Das Team des neuen Trainers Mick McCarthy wurde mit Deutschland in eine Vorrundengruppe gelost. Beim 1:1 gegen Deutschland machte er sein 100. Länderspiel für Irland und beendete nach dem Aus im Elfmeterschießen des Achtelfinalspiels gegen Spanien nach 102 Länderspielen (7 Tore) seine internationale Laufbahn. Er ist damit der Rekordnationalspieler Irlands.

Nachdem er mittlerweile seit 2003 bei Coventry City gespielt hatte, wechselte er zur Saison 2005/06 zum FC Walsall, bei dem er seine aktive Laufbahn beendete.

Im Januar 2006 übernahm er das Amt des Teammanagers der irischen Nationalmannschaft und betreute das Team in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008. Irland konnte sich jedoch nicht gegen Deutschland und Tschechien durchsetzen. Im vorletzten Gruppenspiel erreichten die Iren in Dublin gegen Zypern lediglich ein 1:1; allerdings hätte ein Sieg auch nicht gereicht, da zeitgleich Deutschland gegen Tschechien verlor. Sechs Tage später, am 23. Oktober 2007, beendeten der irische Verband und Staunton ihre Zusammenarbeit „in gegenseitigem Einvernehmen“.[1]

Vereinsstationen als Profifußballer

  • FC Dundalk (1985–1986)
  • FC Liverpool (1986–1987)
  • Bradford City (1987–1988 [ausgeliehen])
  • FC Liverpool (1988–1991)
  • Aston Villa (1991–1998)
  • FC Liverpool (1998–2000)
  • Crystal Palace (2000 [ausgeliehen])
  • Aston Villa (2000–2003)
  • Coventry City (2003–2005)
  • FC Walsall (08/2005–01/2006 [Spieler und Co-Trainer])

Vereinsstationen als Trainer

  • Irische Fußballnationalmannschaft (01/2006–10/2007)

Erfolge

  • Englischer Meister: 1990
  • FA Cup-Sieger: 1989
  • Englischer Ligapokalsieger: 1994, 1996
  • Charity Shield-Sieger: 1988, 1990* *geteilter Titel

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. „Staunton steps down as Ireland manager“, Bericht auf der Website der FAI

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