Strebebogen


Strebebogen
Strebebogen an der Notre-Dame de Paris

Ein Strebebogen ist Teil des Strebewerkes einer gotischen Basilika, wobei als Strebebogen die brückenartigen, ansteigenden Verstrebungen zwischen der Wand von Mittelschiff oder Chor und den Strebepfeilern bezeichnet werden. Der Strebebogen fungiert als Stützbogen zwischen dem Strebepfeiler und einem statisch wichtigen Gebäudeteil, wie beispielsweise der Stelle der Außenmauer, an der im Inneren der Gurtbogen des Kreuzrippengewölbes aufliegt. Seine Funktion besteht darin, den Seitenschub des Gewölbes aufzunehmen und auf die Strebepfeiler abzuleiten (siehe: Lastverteilung des Gewölbes). Über die Strebepfeiler werden die statischen Kräfte dann zum Boden abgeleitet. Der Strebebogen, durch den diese Kraftableitung möglich wird, entlastet die Wände des Gebäudes, weshalb gotische Basiliken mit großen Fenstern versehen werden konnten.

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  • Strebebogen — Strebebogen, ein Mauerbogen (s.d.), der zur Aufnahme des Seitenschubes eines höher hinausreichenden Gewölbes dient und gewöhnlich als ansteigender, einhüftiger oder einschenkliger Bogen (s.d.) ausgeführt wird. In der gotischen Bauweise ist der… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Strebebögen — Strebebogen an der Notre Dame de Paris Ein Strebebogen bezeichnet eine brückenartige, ansteigende Verstrebung zwischen der Hochschiffwand und den Strebepfeilern einer gotischen Basilika. Er fungiert als Strebewerk zwischen dem Strebepfeiler und… …   Deutsch Wikipedia

  • Strebebogen — Strebebogen, s.u. Bogen (Bauk.) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Strebebogen — Strebebogen, in der gotischen Baukunst an Kirchen ein von dem obern Teile der Mauer des Mittelschiffs zur Bildung des Gewölbewiderlagers über das Dach des Seitenschiffs bis zum äußern Strebepfeiler hinübergeschlagener Bogen (s. Köln, Tafel »Dom… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Strebebogen — streben: Das auf das dt. und niederl. Sprachgebiet beschränkte Verb (mhd. streben, ahd. strebēn, niederl. streven) bedeutete ursprünglich »sich ‹angestrengt› bewegen, kämpfen« und geht auf ein gleichbedeutendes, resthaft noch im Mhd. erhaltenes… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Strebebogen — Stre|be|bo|gen 〈m. 4; südd., österr., schweiz.: m. 4u; got. Kirchenbau〉 Bogen zw. Strebepfeiler des Seitenschiffs u. Mauer des Mittelschiffs zum Auffangen des Gewölbeschubes * * * Stre|be|bo|gen, der (Archit.): ↑ Bogen (2) im Strebewerk. * * *… …   Universal-Lexikon

  • Strebebogen — Stre|be|bo|gen …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Strebewerk — Schnitt durch das Langhaus der Kathedrale von Reims: Oberhalb der Seitenschiffe nehmen zwei übereinanderliegende Strebebögen den Schub des Mittelschiffsgewölbes auf und leiten ihn auf die Strebepfeiler in den Außenwänden …   Deutsch Wikipedia

  • Giebelbogen — Als Bogen bezeichnet man in der Architektur eine Konstruktion zum Überbrücken von Öffnungen in Mauerwerk. Ein falscher Bogen oder Kragbogen ist die Erweiterung oder Verlängerung eines Balkens, der in der Antike als Kraggewölbe zur Konstruktion… …   Deutsch Wikipedia

  • Hufeisenbogen — Als Bogen bezeichnet man in der Architektur eine Konstruktion zum Überbrücken von Öffnungen in Mauerwerk. Ein falscher Bogen oder Kragbogen ist die Erweiterung oder Verlängerung eines Balkens, der in der Antike als Kraggewölbe zur Konstruktion… …   Deutsch Wikipedia


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