Sublimierung (Physik)


Sublimierung (Physik)
Phasendiagramm eines „gewöhnlichen“ Stoffes und des Wassers

Als Sublimation, seltener auch Sublimierung (von lat. sublimis = ‚hoch in der Luft befindlich‘, ‚erhaben‘), bezeichnet man in der Thermodynamik den Prozess des unmittelbaren Übergangs eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand.

Bei den Druck- und Temperaturbedingungen, bei denen eine Sublimation auftritt, existiert kein flüssiger Aggregatzustand, wie im Phasendiagramm rechts ersichtlich. Man bezeichnet diese Bedingungen auch als Sublimationsdruck und Sublimationstemperatur, beziehungsweise zusammengenommen als Sublimationspunkt. Dieser wiederum ist ein Teil der Sublimationskurve des Phasendiagramms, die in nebenstehenden Beispiel durch die Phasengrenzlinie zwischen Feststoff und Gas unterhalb des Tripelpunktes gegeben ist.

Die Phasenumwandlung in Gegenrichtung zur Sublimation bezeichnet man als Resublimation oder auch als Deposition oder Desublimation. Der Resublimationspunkt ist bei Reinstoffen identisch zum Sublimationspunkt. Bei Gemischen muss man beachten, dass sich beide unterscheiden können und daher in diesem Fall auch die Richtung der Phasenumwandlung eine Rolle spielt.

Existiert bei Normaldruck eine Sublimationstemperatur, so bezeichnet man diese als Normalsublimationstemperatur und tabelliert den Stoff mit deren Wert ohne zusätzlich den Sublimationsdruck mit anzugeben.

Jeder Stoff nimmt bei seiner Sublimation die sogenannte Sublimationswärme auf, die gleich der Summe aus Schmelz- und Verdampfungswärme ist.

Beispiele

  • Trockeneis, gefrorenes Kohlenstoffdioxid bei −78,5 °C, sublimiert bei Wärmezufuhr und wird daher unmittelbar zum Gas. Es bildet sich dabei unter Normaldruck keine Flüssigkeit wie z. B. bei Wassereis, wodurch auch die Bezeichnung Trockeneis entstanden ist.
  • Bor, Kohlenstoff, Iod und Arsen, aber auch organische Verbindungen wie zum Beispiel Campher gehen beim Erhitzen unter Normaldruck wie Kohlenstoffdioxid direkt in den gasförmigen Aggregatzustand über.
  • Bei der Werkstoffbearbeitung mittels Laser tritt bei einigen Verfahren mit hoher Impulsleistung die Sublimation auf. Der Werkstoff verbrennt dabei nicht, sondern geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Es entsteht ein sehr sauberer Schnitt ohne Schlacken und ausgefranste Ränder.


VON ZU
fest flüssig gasförmig Plasma
fest Phasentransformation Schmelzen Sublimieren
flüssig Erstarren Sieden/Verdampfen
gasförmig Resublimieren Kondensieren Ionisation
Plasma Rekombination

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