Suez Canal Company

Suez Canal Company
GDF Suez SA
Unternehmensform SA
ISIN FR0010208488
Gründung 1858
Unternehmenssitz Paris, Frankreich
Unternehmensleitung

Gérard Mestrallet

Mitarbeiter 200.000 (2008)[1]
Umsatz 83,1 Milliarden  (2008)[1]
Branche Energieversorgung
Website

www.gdfsuez.com

Die GDF Suez SA ist ein international tätiger Energieversorgungskonzern, hervorgegangen aus der Fusion des mehrheitlich in staatlicher Hand befindlichen Gasversorgers Gaz de France (GDF) und des Traditionsunternehmens Suez im Juli 2008. GDF Suez ist eines der Leitunternehmen der Pariser Börse und ist Bestandteil des CAC40-Börsenindexes.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Suez

Wurzel ist die 1858 von Ferdinand de Lesseps gegründete Compagnie universelle du canal maritime de Suez zum Bau und Betrieb des Suezkanals. Der Kanal wurde 1869 eingeweiht. 1956 verstaatlichte Gamal Abdel Nasser den Kanal und entschädigte die Gesellschaft. Nach dem politisch gescheiterten britisch-französischen Versuch, den Suezkanal militärisch zurückzugewinnen (Suezkrise), wurde 1958 das Unternehmen in Compagnie financière de Suez umbenannt und konzentrierte sich auf eine Vielzahl von Beteiligungen und Investitionen in verschiedenen wirtschaftlichen Branchen. 1959 gründete es die Banque de la Compagnie Financière de Suez, die 1966 in Banque de Suez et de l’union des mines umbenannt wurde. 1974 fusionierte die Banque de Suez mit der Banque de l’Indochine zur Banque Indosuez. Nach dem Wahlsieg François Mitterrands 1982 wurde die Compagnie financière de Suez verstaatlicht, aber bereits 1987 reprivatisiert.

1989 übernahm Suez die traditionsreiche Société Générale de Belgique (nicht mit der französischen Bank Société Générale zu verwechseln), die größte belgische Industrieholding, die über weitverzweigte Beteiligungen in Industrie, Banken und Versicherungen verfügte. 1990 erhielt das Unternehmen den Namen Compagnie de Suez.

Fusion mit Lyonnaise des eaux

1997 fusionierte Suez mit dem führenden französischen Wasserversorger Lyonnaise des Eaux, an dem Suez bereits seit 1967 beteiligt war, zur Suez Lyonnaise des eaux, der Name wurde aber bereits 2001 erneut in Suez geändert.

Lyonnaise des Eaux wurde 1880 aufgrund des enormen Erfolgs der von der französischen Bank Société Générale gegründeten Compagnie Générale des Eaux durch deren Konkurrent, die Crédit Lyonnais, unter dem Namen La Lyonnaise des eaux et de l’éclairage (dt. Lyoner Wasser und Beleuchtung) gegründet. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte sich dieses Unternehmen als ein wichtiger Versorger auf dem Gebiet Wasser, Gas und Elektrizität in Frankreich entwickelt. Auch in Nordafrika (Marokko, Tunesien), Zentralafrika (Togo, Kongo) und im Pazifik (Neu-Kaledonien) entwickelte Lyonnais Aktivitäten. Mit der Verstaatlichung von Gas (Gaz de France) und Elektrizität (Électricité de France) in Frankreich 1946 wechselte das Unternehmen seinen Namen in Lyonnaise des eaux und verstärkte seine Position auf dem Gebiet der Wasserversorgung 1972 durch die Akquisition von Degrémont. Es erweiterte seine Geschäftsaktivitäten auf die Sektoren Heizung und Bestattungsdienste.

In den 1980er und 1990er Jahren weitete Lyonnaise des Eaux die wirtschaftlichen Aktivitäten auf Großbritannien, Spanien und die USA aus. Zuletzt engagierte sich Lyonnaise des Eaux auf dem Sektor audiovisueller Kommunikation und gründete 1986 die Kabelfernsehgesellschaft Lyonnaise communications. 1987 übernahm das Unternehmen eine Beteiligung an dem privaten Fernsehkanal Métropole Télévision (M6). 1990 fusionierte Lyonnaise mit Dumez, stieß 1996 alle Beteiligungen im Bestattungsbereich ab und erwarb 16 weitere Kabelkanäle, womit Lyonnaise zum größten französischen Kabelfernsehanbieter wuchs.

Entwicklung seit der Fusion mit Lyonnaise des Eaux

2004 bestanden die Hauptaktivitäten von Suez in der Energieversorgung (Tractebel mit einem beherrschenden Anteil bei Electrabel), welche eine Beteiligung am belgischen versorger Electrabel hielt), der Wasserversorgung und Abfallwirtschaft (Ondeo, Lyonnaise des eaux, Degrémont, Sita). Vor dem Hintergrund der desaströsen Entwicklung seines früheren Konkurrenten im Wasser- und Mediensektor, Vivendi Universal, erklärte Suez im Januar 2003 seine Absicht, sich von seinem Medienbesitz zu trennen. Dies begann bereits 2002 mit dem Verkauf seiner Anteile an TPS und konkretisierte sich 2004 mit dem Rückzug bei dem Sendern M6 und Paris Première, und dem Kabelbetreiber Noos. 2005 wurde die Mehrheit bei Electrabel übernommen.

Fusion von Suez mit GDF

Um ein mögliches feindliches Übernahmeangebot des italienischen Stromversorgers Enel abzuwehren, gab der französische Premierminister Dominique de Villepin im Februar 2006 die Fusion von Suez mit Gaz de France bekannt, wodurch der neue Konzern das weltgrößte Unternehmen auf dem Gebiet für verflüssigtes Erdgas wird. Der französische Staat sollte mit direkt 35 Prozent Anteil Hauptaktionär des fusionierten Gesamtkonzerns bleiben. Die Fusion wurde im Juli 2008 vollzogen. Im Rahmen dieser Fusion wurde außerdem die Mehrheit der Filiale Suez Environnement an die Börse gebracht. Suez Environnement hält die gesamten Wasser- und Abfallaktivitäten der ehemaligen Suez-Gruppe. GDF Suez hielt nach dem Börsengang weiterhin einen Anteil von 35% an Suez Environnement.

Nach der Fusion konnte der Umsatz auf 83,05 Milliarden Euro (plus 17 Prozent) und der Gewinn (EBITDA) um 11 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro gesteigert werden. [2]

Quellen

  1. a b Pressemitteilung vom 5. März 2009
  2. http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Attacke-gegen-Suez-GDF-Suez-mischt-bei-Atomkraft-mit/483464.html

Weblinks


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