Susan Elizabeth Rice


Susan Elizabeth Rice
Susan E. Rice

Susan Elizabeth Rice (* 17. November 1964) ist eine US-amerikanische Außenpolitikerin und derzeitige Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen. Rice war Mitglied des National Security Council und während der zweiten Amtszeit von Bill Clinton vom Oktober 1997 bis zum 20. Januar 2001 Assistant Secretary of State for African Affairs. Sie ist nach Madeleine Albright und Jeane Kirkpatrick die dritte Frau auf der Position als Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Susan Rice ist nicht näher mit Condoleezza Rice verwandt.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Jugend und Ausbildung

Rice wuchs in Stadtteil Shepherd Park von Washington, D.C. auf.[1] Ihr Vater ist der Wirtschaftsprofessor an der Cornell University und ehemaliger Gouverneur der Federal Reserve, Emmett J. Rice.[1] Rice besuchte die National Cathedral School in Washington, D.C., eine private Mädchenschule.[2] An dieser Schule spielte sie im Basketball-Team auf der Position des Point Guards.[2]

Rice besuchte die Stanford University mit Hilfe eines Truman-Stipendiums. Sie schloss ihr Studium 1986 mit einem Bachelor of Arts in Geschichte ab. Sie war ein Mitglied von Phi Beta Kappa.

Sie erhielt ein Rhodes-Stipendium und besuchte das New College der University of Oxford, wo sie 1988 einen Masterabschluss und 1990 einen Doktortitel in Philosophie erwarb.[1][3]

Karriere

Während der Präsidentschaftswahlkampagne 1988 war sie für Michael Dukakis tätig. In den frühen 1990er Jahren arbeitete sie als Assistentin des Managements bei McKinsey & Company.[4]

Während der Präsidentschaft Bill Clintons übte sie verschiedene Funktionen aus. Von 1993 bis 1997 war sie Mitglied des nationalen Sicherheitsrates, zunächst als Abteilungsleiterin für internationale Organisationen und Friedenssicherung und von 1995 an als Assistentin des Präsidenten und Hauptabteilungsleiterin für afrikanische Angelegenheiten. In der zweiten Amtszeit Clintons wurde sie 1997 Unterstaatssekretärin des Außenministeriums für afrikanische Angelegenheiten und blieb auf dieser Position, bis Clinton am 20. Januar 2001 das Weiße Haus verließ.

Die damalige Außenministerin Madeleine Albright ist eine längjährige Mentorin von Rice und eine Freundin der Familie, die Bill Clinton nahelegte, Rice zur Staatssekretärin zu machen[1].

Als Unterstaatssekretärin galt Rice als „jung, brillant und ambitioniert“ und sie arbeitete daran, Afrika in die globale Wirtschaft zu integrieren. Kritiker wiederum warfen ihr vor, „autoritär, barsch und unwillig zu sein, andere Meinungen als ihre eigenen zu erwägen“[1].

Rice war von 2001 bis 2002 geschäftsführende Direktorin der Intellibridge Int., einem internetbasierten Information- und Analyse-Unternehmen.[5][6] 2002 ging sie zur Brookings Institution als Senior Fellow für Außenpolitik und Entwicklungshilfe, wobei sie auf die amerikanische Außenpolitik, auf schwache und gescheiterte Staaten, die Auswirkungen der globalen Armut und die internationalen Gefahren für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten spezialisiert ist.

Im Wahlkampf von John Kerry im Jahr 2004 war Susan Rice dessen außenpolitische Beraterin. Dieselbe Funktion übte sie 2008 im Wahlkampf von Barack Obama aus. Sie ist derzeit von ihrer Tätigkeit für die Brookings Institution beurlaubt. Am Tag nach dem Wahlsieg Obamas wurde sie in das Gremium berufen, das die Transition der Regierungsgeschäfte von George W. Bush auf Barack Obama abwickeln sollte.[7] Am 1. Dezember 2008 gab Obama bekannt, dass er Rice für das Amt der UN-Botschafterin der USA nominieren werde.[8] Am 22. Januar vom US-Senat einstimmig in diesem Amt bestätigt.

Privates

Rice heiratete 1992 den ABC News-Produzenten Ian Cameron, den sie während ihres Studiums in Stanford kennengelernt hatte. Das Ehepaar lebt mit den beiden Kindern in Washington.[9][10][2]

Tätigkeiten

Susan Rice ist in mehreren Gremien unterschiedlicher Einrichtungen, darunter Institutionen wie National Democratic Institute, U.S. Fund for UNICEF,[5] Atlantic Council,[11], dem Freeman Spogli Institute for International Studies an der Stanford University,[12] Bureau of National Affairs,[13] oder der Beauvoir School. Sie war im Direktorium von Internews.[14][15]

Sie ist ebenfalls ein Mitglied des Council on Foreign Relations und der Aspen Strategy Group.[4][16]

Einzelnachweise

  1. a b c d e "The Meteoric Rise of the State Department's Susan Rice." The Journal of Blacks in Higher Education: 20 (Summer 1998), S. 40-41.
  2. a b c Brant, Martha (Februar 2000). Into Africa (Englisch). Stanford Magazine Januar/Februar 2008. Stanford Alumni Association. Abgerufen am 14. Mai 2008.
  3. Black Community Services Center Hall of Fame (Englisch). Stanford Alumni Association. Abgerufen am 5. November 2008.
  4. a b Jari Väliverronen (13. September 2002). Susan Rice, Former White House and State Department Senior Official, Joins Brookings Institution (Englisch). Brookings Institution. Abgerufen am 14. Mai 2008.
  5. a b Susan Rice (Englisch). U.S. Fund for UNICEF. Abgerufen am 13. Mai 2008.
  6. Black Alumni Hall of Fame Inductees. Stanford Alumni - Reunion Homecoming 2008. Stanford University (Februar 2008). Abgerufen am 13. Mai 2008. „[inducted] 2002“
  7. Sweet, Lynn Jarrett, Podesta, Rouse to lead Obama transition; Bill Daley co-chair Chicago Sun-Times, November 5, 2008
  8. Pressemitteilung des Büros von Obama, abgerufen am 1. Dezember 2008.
  9. Board of Directors - Susan E. Rice, Ph.D (Englisch). The Partnership for Public Service. Abgerufen am 5. November 2008.
  10. WEDDINGS; Susan E. Rice, Ian Cameron “, The New York Times, 13. September 1992. Zugriff am 5. November 2008.  „Susan Elizabeth Rice, the daughter of Dr. Emmett J. Rice and Lois Dickson Fitt, both of Washington, was married there yesterday to Ian Officer Cameron… 
  11. The Atlantic Council of the United States - Board Members (Englisch). The Atlantic Council of the United States. Abgerufen am 13. Mai 2008.
  12. Freeman Spogli Institute for International Studies Annual Report 2007 (Englisch) (PDF) S. 47. Stanford University (2007). Abgerufen am 6. Mai 2008.
  13. Bolbach, Cynthia J. (28. März 2008). Proxy Statement Pursuant to Section 14 (a) of the Securities Exchange Act of 1934 (Englisch) S. 3. The Bureau of National Affairs, Inc.. Abgerufen am 13. Mai 2008.
  14. 2003 Annual Report (Englisch) (PDF) S. 10. Internews International (2003). Abgerufen am 13. Mai 2008.
  15. Internews - Directors and Officers (Englisch). Internews International. Abgerufen am 13. Mai 2008.
  16. Aspen Strategy Group (Englisch). Aspen Institute. Abgerufen am 14. Mai 2008.

Weblinks



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