Synanceiinae


Synanceiinae
Synanceiinae
Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa)

Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa)

Systematik
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Drachenkopfartige (Scorpaeniformes)
Unterordnung: Drachenkopfverwandte (Scorpaenoidei)
Familie: Steinfische (Synanceiidae)
Unterfamilie: Synanceiinae
Wissenschaftlicher Name
Synanceiinae

Die Synanceiinae sind eine Unterfamilie der Steinfische (Synanceiidae). Es sind plumpe, sehr gut getarnte Fische, die oft zum großen Teil eingegraben oder zwischen in Felsspalten geklemmt auf Beute warten. Die Fische können Beute bis zu ihrer eigenen Größe verschlingen.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Ihr Körper ist plump, der Kopf sehr groß. Zwei Arten Dampierosa daruma und Erosa erosa haben ein endständiges Maul und Augen, die zur Seite zeigen. Bei den übrigen Arten ist das Maul oberständig, oft fast vertikal. Ihre Augen zeigen nach oben.

Die Haut ist von Warzen bedeckt und drüsenreich. Die Fische häuten sich alle paar Monate.

Die Brustflossen sind groß und zeigen, wenn sie ausgebreitet werden, auffällige Farben. Wechseln sie ihren Standort, bewegen sie sich sehr träge und "segeln" langsam auf ihren großen Brustflossen. Die Rückenflossenstacheln sind in eine fleischige Haut eingebettet und extrem giftig. Im Unterschied zu den Teufelsfischen (Choridactylinae) besitzen sie keine freien Bauchflossenstacheln.

Flossenformel: Dorsale XI-XVII/4-14, Anale II-IV/4-14, Ventrale I/3-5, Pectorale 11-19

Giftapparat und Gift

Das Gift der Synanceiinae ist viel stärker als das der Skorpionfische, sehr schmerzhaft und kann tödlich wirken. Giftig sind die ersten 13 sehr stark entwickelten Hartstrahlen der Rückenflosse, die ersten drei Flossenstrahlen der Afterflosse und die ersten beiden der Bauchflossen. Jeder dieser Hartstrahlen ist von Haut umgeben und hat zwei Längsrinnen, die mit Drüsengewebe an der Basis der Flossenstrahlen verbunden sind. Dringt der Strahl in Gewebe ein und wird die Haut durch den Druck zusammengedrückt, so wird das Drüsengewebe ausgequetscht und das Gift durch die Längsrinnen in das Opfer injiziert. Das Gift besteht aus verschiedenen hochmolekularen Eiweißen. Eine beim Warzen-Steinfisch isolierte Einzelkomponente zeigt keine Ähnlichkeit mit einem anderen bekannten Eiweiß. Der Stonus-Toxin benannte Stoff bewirkt Kammerflimmern und einen schnellen Blutdruckabfall, der für den tödlichen Ausgang verantwortlich gemacht wird. Ein weiterer Bestandteil des Giftes ist das Enzym Hyaluronidase, das für eine rasche Ausbreitung des Giftes sorgt, indem es die Zellzwischenwände erweitert.

Fortpflanzung

Die Vermehrungsweise der Fische ist am Beispiel des Warzen-Steinfischs untersucht worden. Diese Art kommt zur Fortpflanzung in Gruppen zusammen. Bei Australien wurden auf 16 Quadratmetern lehmigen Meeresboden 25 bis 30 Einzeltiere gefunden. Von den gefangenen Tieren waren die kleineren Exemplare Männchen, die größeren laichbereite Weibchen. In Aquarien verbrachte Paare laichten in der Nacht. Die Eier waren recht groß und hatten einen Durchmesser von 1,6 mm, was auch auf große Larven schließen lässt.

Gattungen und Arten

Es gibt sechs Gattungen, von denen fünf monotypisch sind und eine fünf Arten enthält.

  • Steinfische i.e.S. (Synanceiinae)
    • Dampierosa Whitley, 1932
      • Keulen-Steinfisch (Dampierosa daruma) Whitley, 1932
    • Erosa Swainson, 1839
      • Affenfisch (Erosa erosa) (Cuvier in Cuvier & Valenciennes, 1829)
    • Leptosynanceia Bleeker, 1874
      • Leptosynanceia asteroblepa (Richardson, 1844)
    • Pseudosynanceia Day, 1875
      • Pseudosynanceia melanostigma Day, 1875
    • Synanceia Bloch & Schneider, 1801
      • Alula-Steinfisch (Synanceia alula) Eschmeyer & Rama-Rao, 1973
      • Warzen-Steinfisch (Synanceia horrida) (Linnaeus, 1766)
      • Arabischer Steinfisch (Synanceia nana) Eschmeyer & Rama-Rao, 1973
      • Synanceia platyrhyncha Bleeker, 1874
      • Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa) Bloch & Schneider, 1801
    • Trachicephalus Swainson, 1839
      • Trachicephalus uranoscopus (Bloch & Schneider, 1801)

Literatur

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