TOKYOPOP


TOKYOPOP

Tokyopop, früher bekannt als Mixx, ist ein Verlag für Comics, insbesondere Mangas, Animes und verwandte Produkte. Sein Hauptsitz ist in Los Angeles, obwohl rechtlich und offiziell die japanische Tokyopop K.K. die Mutterfirma aller internationalen Tokyopop-Niederlassungen ist. CEO und Kreativdirektor von Tokyopop ist Stuart Levy.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Joachim Kaps, Verlagsleiter von Tokyopop Deutschland

1997 wird in Los Angeles von Stuart Levy der Verlag Mixx Entertainment Inc. gegründet, der Mangas in den USA verlegt, darunter 1998 den erfolgreichen Titel Sailor Moon. 1999 wird der Verlag in Toyopop Inc. umbenannt. Der Verlag veröffentlichte als Mixx bekannt das Manga-Magazin MixxZinesowie die Shōjo-Sammelbände SMILE. Mixxzine wurde später zum Tokyopop Magazine.

Im Jahr 2000 folgen erste Veröffentlichungen von Animes auf VHS in den USA, außerdem Soundtracks zu Spielen wie Final Fantasy IX. In den folgenden Jahren werden weitere Titel, insbesondere Animes und Mangas, ins Programm genommen. 2003 werden durchschnittlich 25 Manga-Bände im Monat veröffentlicht. Die erste ausländische Niederlassung von Tokyopop in Großbritannien vertreibt dort die amerikanischen Ausgaben, macht jedoch keine eigene Programmplanung.

Im April 2004 gründete der Verlag seine zweite ausländische Niederlassung in Deutschland mit Sitz in Hamburg. Der Verlagsleiter ist Joachim Kaps, ehemaliger Verlagsleiter bei Carlsen Comics. Die ersten Manga und Manhwa der deutschen Niederlassung wurden auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und im November 2004 veröffentlicht. Die ersten Animes erschienen ab Sommer 2005. Das kostenlose Vorschaubuch für das Tokyopop-Programm mit Leseproben hieß Sneaks und erschien die ersten drei Jahre alle drei Monate. 2005 erscheint mit Yonen Buzz der erste deutsche Comic bei Tokyopop.

Am 21. Juni 2005 begann Tokyopop auch in Japan mit verlegerischen Tätigkeiten. Den Anfang machten die auch in den USA und Deutschland erhältlichen Star Wars Anime-Comics. Im gleichen Jahr gründete der Verlag in den USA den Imprint Blu, der Mangas der Genre Shōnen-ai und Yaoi verlegt.[1] 2006 kam Tokyopop Deutschland mit dem japanischen Shueisha-Verlag in einer Partnerschaft überein, zukünftig neue Themen von Shueisha in Deutschland umzusetzen, was zur Veröffentlichung von Titeln wie Death Note, Bleach und The Prince of Tennis führte.

2008 wurde der amerikanische Verlag in zwei Verlage aufgeteilt, Tokyopop Inc, der Mangas und Comis vertreibt, und Tokyopop Media, der Filmprodukte und Spiele veröffentlicht sowie den Internetauftritt des Unternehmens verwaltet. Beide Unternehmen gehören der Tokyopop Group. Dabei wurden 39 Arbeitsplätze abgebaut und das Manga-Programm auf die Hälfte reduziert.[2][3] Später wurde auch das Programm in Großbritannien von 25 auf 20 Titel reduziert[4] und im Dezember 2008 wurden nach einem starken Rückgang der Verkaufszahlen in den USA erneut acht Angestellte entlassen.[5]

Programm

Der Verlag veröffentlicht und lizenziert Manhwa, Anime, Anime-Comics (so genannte Cine-Manga), aber auch Romane, Light Novels und Comics amerikanischer Künstler. Einige der Manga werden in Australien und Neuseeland durch Madman Entertainment vertrieben.

Der Verlag veröffentlicht neben Manga auch Manhwa aus Korea, Manhua aus China sowie amerikanische, französische und deutsche Comics im Manga-Stil. Der deutsche Verlag produzierte die Anthologie Manga Fieber für junge deutsche Zeichner.

Verlegte Titel (Auswahl)

USA

Blu

Deutschland

Einzelnachweise

  1. Tokyopop Confirms Blu Label. Anime News Network. Abgerufen am 17. März 2009.
  2. Tokyopop to Restructure Update. Anime News Network, 4. Juni 2008. Abgerufen am 17. März 2009.
  3. Inside the Tokyopop Restructuring. ICv2, 8. Juni 2008. Abgerufen am 17. März 2009.
  4. Tokyopop to Cut Manga Output in United Kingdom. Anime News Network, 12. Juni 2008. Abgerufen am 17. März 2009.
  5. Manga Publisher Tokyopop Lays Off Eight More Staffers. Anime News Network, 12. Dezember 2008. Abgerufen am 17. März 2009.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Tokyopop — Тип Частная компа …   Википедия

  • TOKYOPOP — Год основания 1986 Основатели Стюарт Леви Ключевые фигуры Стюарт Леви (основатель и генеральный директор) Джон Паркер (президент и исполнительный директор) …   Википедия

  • TokyoPop — Год основания 1986 Основатели Стюарт Леви Ключевые фигуры Стюарт Леви (основатель и генеральный директор) Джон Паркер (президент и исполнительный директор) …   Википедия

  • TOKYOPOP — (ancien nom : Mixx) est une entreprise de distribution de manga en anglais, allemand et japonais. Tokyopop est incorporée à Tōkyō, mais a ses plus grands bureaux à Los Angeles et d autres en Allemagne et au Royaume Uni. Sommaire 1… …   Wikipédia en Français

  • TokyoPop — (ancien nom : Mixx) est une entreprise de distribution de manga en anglais, allemand et japonais. Tokyopop est incorporée à Tōkyō, mais a ses plus grands bureaux à Los Angeles et d autres en Allemagne et au Royaume Uni. Sommaire 1… …   Wikipédia en Français

  • Tokyopop — (ancien nom : Mixx) est une entreprise de distribution de manga en anglais, allemand et japonais. Tokyopop est incorporée à Tōkyō, mais a ses plus grands bureaux à Los Angeles et d autres en Allemagne et au Royaume Uni. Sommaire 1… …   Wikipédia en Français

  • TokyoPop — es una compañía norte americana de los Estados Unidos que traduce manga y anime japonés al idioma inglés. Es el distribuidor de manga más grande de los Estados Unidos, y es la razón por la cual ahora hay un gran interés en los Estados Unidos para …   Enciclopedia Universal

  • Tokyopop — For the music movie, see Tokyo Pop. Tokyopop Former type Private Industry Publication Genre …   Wikipedia

  • Tokyopop — Logo des Verlags Tokyopop, früher bekannt als Mixx, ist ein Verlag für Comics, insbesondere Mangas, Animes und verwandte Produkte. Sein Hauptsitz ist in Los Angeles, obwohl rechtlich und offiziell die japanische Tokyopop K.K. die Mutterfirma… …   Deutsch Wikipedia

  • TOKYOPOP — Este artículo o sección necesita referencias que aparezcan en una publicación acreditada, como revistas especializadas, monografías, prensa diaria o páginas de Internet fidedignas. Puedes añadirlas así o avisar al autor prin …   Wikipedia Español


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.