TRUMPF


TRUMPF
Trumpf GmbH + Co. KG
Datei:TRUMPFLogo.JPG
Unternehmensform GmbH & Co. KG
Gründung 1923
Unternehmenssitz Ditzingen
Unternehmensleitung

Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung;
Peter Leibinger, stellv. Geschäftsführer;
Mathias Kammüller;
Harald Völker;
Gerhard Rübling;
Friedrich Kilian

Mitarbeiter etwa 8.000
(Stand: 30. Juni 2008)
Produkte

Werkzeugmaschinen für die Blechbearbeitung, industrielle Laser und Lasersysteme, Hochleistungselektronik, Medizintechnik, Elektrowerkzeuge

Website

www.Trumpf.com

Die Trumpf Gruppe ist ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Ditzingen nahe Stuttgart.

Trumpf gehört zu den weltweit größten Anbietern von Werkzeugmaschinen und gilt im Bereich industrieller Laser und Lasersysteme als Weltmarkt- und Technologieführer. Mit 57 Tochtergesellschaften und Niederlassungen in 26 Ländern ist die Gruppe fast überall in Europa, in Nord- und Südamerika sowie in Asien vertreten. Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, VR China, Frankreich, Großbritannien, Japan, Mexiko, Österreich, Polen, der Schweiz, Taiwan, Tschechien und in den USA.

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsfelder

Unter dem Dach einer Management-Holding, der Trumpf GmbH + Co. KG sind fünf Geschäftsfelder zu den drei Bereichen Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge, Lasertechnik/Elektronik und Medizintechnik zusammengefasst.

Stanzmaschine

Werkzeugmaschinen

Kerngeschäft sind Maschinen und Anlagen für die Blechbearbeitung. Trumpf stellt Maschinen zum Stanzen, Umformen und Biegen, sowie zur Laserbearbeitung und zur kombinierten Stanz-und Laserbearbeitung her.

Elektrowerkzeuge

Elektrowerkzeuge zum Trennen, Fügen und Formen von Blech werden hauptsächlich im Baugewerbe, der Klimatechnik oder beim Recycling eingesetzt.

3-D Laserschneiden

Lasertechnik

Trumpf ist Weltmarktführer für industrielle Laser und Lasersysteme. Das Produktprogramm umfasst Lasersysteme für das Schneiden und Schweißen zwei- und dreidimensionaler Teile, Kohlendioxidlaser sowie lampen- und diodengepumpte Festkörperlaser, Beschriftungslaser und -systeme. Die Laser werden zum Beispiel im Automobilbau, der Medizintechnik, bei der Blechfertigung sowie in der Elektronik- und Photovoltaikindustrie eingesetzt.

Elektronik

Zur Industrieelektronik gehören Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren, wie sie beispielsweise zur Herstellung von Flachbildschirmen benötigt werden. Sie dienen zur induktiven Materialerwärmung, Oberflächenbeschichtung und -verarbeitung mittels Plasmatechnologie sowie zur Laseranregung.

OP-Tisch und OP-Leuchte

Medizintechnik

In der Medizintechnik bietet Trumpf Operationstische und Operationsleuchten, sowie Deckenstative, Lichtkonzepte, Gerätewagen und Lösungen zum Patiententransport.

Firmengeschichte

Eine der ersten motorbetriebenen Handscheren

Anfänge

1923 erwirbt Christian Trumpf mit zwei Partnern die mechanische Werkstätte Julius Geiger GmbH in Stuttgart. Das Unternehmen stellt biegsame Wellen her, die unter anderem bei Maschinen zur Metallbearbeitung zum Einsatz kommen, und motorbetriebene Handscheren zum Schneiden von Blech. Die Firma zieht 1933 in den Stuttgarter Vorort Weilimdorf. Während des Zweiten Weltkrieges behält Trumpf sein Produktprogramm aus Elektrowerkzeugen und biegsamen Wellen bei. Die Produktionsstätten bleiben unbeschädigt. Trumpf beschäftigt etwa zwanzig französische Fremdarbeiter. Sie erfahren die gleiche Behandlung und Entlohnung wie die deutschen Arbeiter.

Wirtschaftswunderjahre

Stationäre Maschinen zur Blechbearbeitung bestimmen das Produktprogramm. 1950 beschäftigt Trumpf 145 Mitarbeiter und der Umsatz überspringt erstmals eine Million D-Mark. Zehn Jahre später sind es 325 Mitarbeiter und 11 Millionen DM Umsatz. 1963 entsteht im schweizerischen Baar im Kanton Zug die erste Auslandsgesellschaft.

Weltmarkt

Trumpf Standort in Farmington, USA

1968 präsentiert Trumpf mit der TRUMATIC 20 die erste Blechbearbeitungsmaschine mit numerischer Bahnsteuerung. Sie ermöglicht erstmals einen bis auf den Werkzeugwechsel vollautomatischen Arbeitsablauf. Sämtliche Informationen, die zur Bearbeitung des Werkstückes benötigt werden, sind auf Lochstreifen gespeichert. Die TRUMATIC 20 wird auf der 11. Europäischen Werkzeugmaschinen-Ausstellung in Paris zur Sensation.

Ein Jahr später gründet das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Farmington, Connecticut, in den USA. Farmington ist inzwischen zweitgrößter Standort des Unternehmens und Hauptsitz für den gesamten amerikanischen Markt. 1972 verlegt Trumpf seinen Hauptsitz nach Ditzingen. 1978 wird Berthold Leibinger Geschäftsführender Gesellschafter. Das Unternehmen wächst stetig und gründet noch im selben Jahr eine Tochtergesellschaft in Japan.

Laser

Laserschweißen von Dickblechen

Ende der 1970er Jahre erkennt Berthold Leibinger das Potential, das in dem neuen Werkzeug Laser steckt und forciert die Maschinenentwicklung in dieser Richtung. 1985 entschließt sich Trumpf, eigene CO2-Laser zu bauen. Es entsteht der LASER TLF 1000. Er hat eine Strahlleistung von über 1 kW und ist der erste kompakte Laserresonator mit Hochfrequenzanregung. Die innerhalb weniger Jahre folgenden Neuerungen bei der Laserentwicklung machen eine eigene Gesellschaft notwendig: 1988 wird die Trumpf Lasertechnik GmbH gegründet.

1992 beginnen die Aktivitäten bei Festkörperlasern mit der Beteiligung an der Haas Laser GmbH in Schramberg. Das Unternehmen gehört inzwischen zu 100 % zur Trumpf Gruppe. Am Stammsitz Ditzingen wird am 20. November 1998 eine neue Laserfabrik eingeweiht.

Generationswechsel

2005, kurz vor seinem 75. Geburtstag, trat Berthold Leibinger nach 40 Jahren von der Geschäftsführung zurück. Seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller wird die neue Vorsitzende der Geschäftsführung.

Kennzahlen der Trumpf-Gruppe

Gebäude am Stammsitz in Ditzingen
Geschäftsjahr Umsatz Mitarbeiter
2007/08 2,14 Mrd. Euro ca. 8.000 Mitarbeiter, davon ca. 4.550 in Deutschland
2006/07 1,94 Mrd. Euro ca. 7.250 Mitarbeiter, davon ca. 4.280 in Deutschland
2005/06 1,65 Mrd. Euro ca. 6.500 Mitarbeiter, davon ca. 4.000 in Deutschland
2004/05 1,4 Mrd. Euro ca. 6.100 Mitarbeiter, davon ca. 3.800 in Deutschland
2003/04 1,22 Mrd. Euro Mitarbeiter: 5.790

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