Teig


Teig
Kneten eines Pizza-Teiges

Teig ist eine homogene Stoffmischung aus bindenden (flüssigkeitsarmen) und flüssigkeitsreichen Bestandteilen, die nach dem Mischvorgang formbar ist. Typische Beispiele sind Brotteig, Töpferton und bestimmte Käseteige vor der Reifung.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Das Wort stammt vom mittelhochdeutschen teic ab, lehnt sich aber eventuell auch an das gotische deigan an, was „Kneten“ oder aus „Ton bilden“ bedeutet.

Zwischenprodukt der Backwarenherstellung

Mehl, Zucker, Mandeln, Butter, Eier für Plätzchen-Teig

Mehl und Flüssigkeit (vorwiegend Wasser) werden durch Rühren, Schlagen, Kneten (Einbringen von Energie) zu einem homogenen Gemisch verarbeitet. Diese Teige können in der Regel von Hand oder mit Maschinen weiterverarbeitet werden. Bei Weizenmehlen sorgt das Klebereiweiß für eine elastische Konsistenz. Weitere Zutaten könnten zum Beispiel sein: Salz, Lockerungsmittel, Backmittel und/oder andere Lebensmittel. Nach einer biologischen, chemischen oder physikalischen Teiglockerung und anschließendem Backvorgang bildet sich die eigentliche Struktur der fertigen Backware mit Krume und Kruste.[1]

Man kann diese Teige unterteilen nach:

  • den Zutaten: schwere Teige (viel Fett und Zucker) oder leichte Teige (wenig bis kein Fett oder Zucker)
  • der Lockerungsart: Hefe- oder Sauerteig
  • der Art des Enderzeugnisses: Blätterteig, Mürbeteig, Brotteig, Kuchenteig und so weiter

Viele Teige werden heute als Halbfertigerzeugnisse gekühlt oder tiefgefroren angeboten, z. B. Strudelteig, Pizzateig, Yufkateig.

Abgrenzung zu Massen

Umgangssprachlich überwiegt die Bezeichnung „Masse“ bei Produkten aus Bäckerei, Konditorei und Küche. Massen werden gerührt oder aufgeschlagen. Sie werden mit Spritzbeutel dressiert, aufgestrichen oder in Formen gegossen. Typische Beispiele sind Baiser, Hippe (Gebäck) und Biskuittortenböden. In der Realität haben sich traditionelle Bezeichnungen gehalten, die nicht diesen Regeln entsprechen. So werden beispielsweise flüssige oder zähflüssige Massen wie Pfannkuchenteig und Rührteig gemeinhin als Teig bezeichnet.

Quellen

  1. Ternes, Täufel, Tunger, Zobel: Lebensmittel-Lexikon, Behr’s Verlag, 4. Auflage 2005, ISBN 3-89947-165-2

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Teig – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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  • Teig — Teig …   Deutsch Wörterbuch

  • Teig — [tai̮k], der; [e]s, e: (aus Mehl und Wasser, Milch und anderen Zutaten bereitete) weiche, zähe [knetbare] Masse, aus der Brot, Kuchen o. Ä. hergestellt wird: Teig ansetzen, gehen lassen; den Teig kneten, rühren. Zus.: Biskuitteig, Brotteig,… …   Universal-Lexikon

  • teig — Adj überreif per. Wortschatz obd. (14. Jh.), spmhd. teic, mndd. dēch, mndl. deech Stammwort. Auch anord. deigr weich . Entwickelt aus dem prädikativ verwendeten Substantiv Teig, vgl. im Kräuterbuch von Tabernaemontanus (1588), 1426: die früchte.… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Teig — Sm std. (9. Jh.), mhd. teic, ahd. teig, mndd. dēch, mndl. deech Stammwort. Aus g. * daiga m. Teig , auch in gt. daigs, anord. deig n., deigr, ae. dāg n.( ?). Nominalableitung zu dem in gt. digan kneten, bilden vorliegenden Verb; dieses aus ig. *… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Teig — Teig: Das gemeingerm. Wort mhd. teic, ahd. teig, got. daigs, engl. dough, schwed. deg gehört mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen zu der idg. Wurzel *dheig̑h »Lehm kneten und damit arbeiten; Teig kneten«, vgl. z. B. lat. fingere… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Teig — der; (e)s, e; eine weiche Masse hauptsächlich aus Mehl, Fett und Wasser oder Milch, aus der z.B. Brot oder Kuchen gebacken wird <den Teig kneten, rühren, gehen lassen, formen, backen> || K : Teigschüssel || K: Brotteig, Kuchenteig,… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • teig — teig·lach; teig·lech; …   English syllables

  • Teig — der; [e]s, e; den Teig gehen lassen …   Die deutsche Rechtschreibung

  • teig- —     teig     See also: see above S. 1016 f. under (s)teig …   Proto-Indo-European etymological dictionary

  • teigʷ- —     teigʷ     See also: see above S. 1018 under (s)teigʷ …   Proto-Indo-European etymological dictionary

  • Teig — Teig, 1) weiche Masse, etwas dicker als Brei, dadurch entstanden, daß man einen festen Körper mit einer Flüssigkeit vermischt od. darin aufweicht; bes. so v.w. Brot u. Kuchenteig; 2) eine Masse von Alaun, Kochsalz, Mehl, Eiern u. Baumöl; womit… …   Pierer's Universal-Lexikon