Tendenzieller Fall der Profitrate


Tendenzieller Fall der Profitrate

Unter dem Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate (Marx: Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate) versteht man ein zentrales marxistisches Theorem, das Karl Marx im 3. Band seines Hauptwerks Das Kapital entwickelt hat. Es sagt aus, dass in der kapitalistischen Wirtschaft gesetzmäßig, also aufgrund von Eigenschaften der kapitalistischen Wirtschaft selbst, eine Tendenz zur Verringerung der Profitrate im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt besteht.

Inhaltsverzeichnis

Erklärung

Nach Marx’ Überzeugung ist die kapitalistische Wirtschaft durch innere Widersprüche geprägt. Sie äußern sich u.a. darin, dass durch das Zusammenwirken aller Kapitalisten tendenziell die Profitrate im Durchschnitt sinkt, obwohl jedes Einzelkapital seine Profitrate zu steigern bemüht ist. Der ausschlaggebende Grund für den „tendenziellen Fall“ besteht darin, dass die Versuche, die Mehrwertproduktion zu erhöhen, mit einer tendenziellen Abnahme des variablen Kapitals (d.h. des Kapitalanteils, der in Arbeitskraft investiert wird) gegenüber dem konstanten Kapital einhergehen (der marxsche Ausdruck dafür ist „Erhöhung der organischen Zusammensetzung des Kapitals“). Da die „freie“ Lohnarbeit nach Marx die einzige Quelle des Mehrwerts darstellt - die Lohnarbeiter verkaufen ihre Arbeitskraft zu ihrem Wert, werden aber gezwungen, im Arbeitsprozess länger oder mehr als diesem Wert entspricht, zu arbeiten -, wird sich dadurch die Profitrate auf Dauer verringern.

„Tendenz“ kann dabei heißen, dass die gesamtwirtschaftliche Profitrate tatsächlich mit einigem Auf und Ab immer niedriger wird, Tendenz kann aber auch heißen, dass die Profitrate stabil bleibt, es aber dafür anderweitig zu bestimmten Auswirkungen kommt. Der US-amerikanische Marxist Duncan Foley prägt das Bild vom Auto mit Rechtsdrall. Bemüht sich der Fahrer gegenzusteuern, fährt das Auto von außen gesehen gerade aus, aber der Fahrer ermüdet rascher, hat ein verkrampftes Genick usw. So kann äußerlich betrachtet die Profitrate stabil erscheinen, aber die Anzahl der Unternehmen nimmt laufend ab, die Arbeitslosigkeit steigt usw.

Von diesem Gesetz zu unterscheiden sind Vorstellungen, dass aufgrund äußerer Umstände die Profitrate tendenziell sinkt, etwa weil Bodenschätze immer knapper werden oder weil die Kapitalproduktivität „natürlicherweise“ abnimmt. Nach Marx ist es die Logik des Kapitals selbst, die zu dem Gesetz führt und das sich nicht trotz, sondern wegen des technischen Fortschritts ergibt.

Hintergrund

Nach der Politischen Ökonomie von Karl Marx kann von den Faktoren des Produktionsprozesses nur die Arbeitskraft der Lohnarbeiter als so genanntes „variables KapitalMehrwert schaffen und damit den Zweck kapitalistischer Warenproduktion erfüllen (vgl. Arbeitswertlehre). Die von anderen Kapitalisten zugekauften Faktoren, die materiellen Faktoren (Sklaven als unfreie Arbeit und voll Eigentum der Kapitalisten gehören hier allerdings auch dazu), sog. „konstantes Kapital“, übertragen bloß ihren Wert auf das Produkt (ebenfalls mit Hilfe menschlicher Lohnarbeit, ein sog. Gratisdienst der Lohnarbeit).

Übertrüge eine Maschine mehr Wert auf das Endprodukt, als sie selbst Wert hat, dann hätte der diese Maschine verkaufende Kapitalist einen Verlust gemacht zugunsten des kaufenden Kapitalisten. Übertrüge sie weniger Wert, dann hätte der diese Maschine kaufende Kapitalist einen Verlust gemacht zu Gunsten des verkaufenden Kapitalisten. Im Durchschnitt aller solcher Vorgänge werden die Maschinen also genau ihren Wert übertragen.

Durch die technische Entwicklung gewinnen einerseits diese gegenständlichen Faktoren, andererseits jene Arbeit wie Planung, Überwachung, Steuerung, die sich nicht eindeutig den Endprodukten zuordnen lässt, an Gewicht und verdrängen die Lohnarbeit, die Mehrwert schafft, aus dem Produktionsprozess.[1] Das heißt: Modernisierung, um noch mehr Mehrwert zu erzielen, tendiert dazu, eben die Quelle desselben auszutrocknen.

In diesem Zusammenhang besteht für Marx das ökonomische Wesen des Kapitals darin, zu akkumulieren und dabei die Produktivkräfte zu entwickeln, um die Arbeitsproduktivität stets weiter zu steigern. In fortgeschrittenen Stadien wird die Entwicklung des Kapitals immer wieder durch Krisen und Perioden der Stagnation bestimmt. Innerhalb des Marxismus ist aber umstritten, inwieweit sich aus diesem Gesetz ein zwangsläufiger Untergang des Kapitalismus ableiten lässt.[2] Im Unterschied zu rein mechanischen Spielarten einer "Zusammenbruchstheorie" setzen andere Marxisten auf den "subjektiven" Faktor, wobei objektive und subjektive Faktoren im Klassenkampf zusammenwirken. Zu nennen sind revolutionäre Konsequenzen der "wachsenden Verelendung der Massen" oder Lernprozesse[3] der Arbeiter, insbesondere im Zusammenhang mit den immer wiederkehrenden Krisen.

Vorläufer und „bürgerliche“ Varianten

Maurice Dobb [4] stellt heraus, dass zusammen mit der Vorstellung eines stationären Zustands der Volkswirtschaft die Tendenz zum Fallen der Profitrate eine geläufige Vorstellung innerhalb der klassischen Nationalökonomie gewesen war. Adam Smith, David Ricardo und John Stewart Mill entwickelten schon vor Marx die Vorstellung, dass zumindest unter bestimmten Gegebenheiten die Profitrate allmählich sinken müsste. Doch Marx wies ihre theoretische Ableitungen als falsch, nicht allgemeingültig, zu oberflächlich oder unzureichend zurück. Bei Smith kritisierte er etwa, dass dieser den Profitratenfall unmittelbar auf die Konkurrenz unter den Unternehmen zurückführt. Immer mehr Unternehmen würden immer stärker miteinander in Konkurrenz geraten, was die Profitrate drücke. Nach Marx ist aber die Konkurrenz nur der äußere Zwang, der das "innere Gesetz exequiert" (durchsetzt). Ricardo nahm an, dass die Bevölkerung stärker wächst als das Ackerland, so dass die Getreidepreise stiegen. Da die Arbeiter ja von etwas leben müssen, steigen somit auch die Löhne und sinken damit die Profite. Hier kritisierte Marx, dass der technische Fortschritt solche natürlichen Hindernisse überwinden könnte, so dass sie nicht dauerhaft als Grund für sinkende Profite wirken könnten.

Mit dem Gesetz von der sinkenden Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals von Keynes hat das marxsche Gesetz eine zumindest oberflächliche Ähnlichkeit.

Zusammenfassung

Woher kommt der Profit? Der Profit kann nicht daher kommen, dass die Kapitalisten untereinander tauschen, untereinander Waren kaufen und verkaufen, untereinander Geld leihen und verleihen. Zwar kann der einzelne Kapitalist den anderen betrügen, doch innerhalb der Kapitalisten ist dies ein Nullsummenspiel. Was der eine gewinnt, verliert der andere.

Anders bei den Lohnarbeitern. Sie verkaufen ihre Ware, die Arbeitskraft, zu ihrem Wert an die Kapitalisten. Für die Kapitalisten rentiert sich dieses Geschäft nur, wenn die Lohnarbeiter länger arbeiten, mehr Produkte herstellen, als zu ihrer eigenen Selbsterhaltung notwendig. Die geleistete unbezahlte Mehrarbeit, das Mehrprodukt, ist eine Gratisleistung an die Kapitalisten, bewertet ist es der Mehrwert.

Mehrwert kann also nur aus Lohnarbeit gezogen werden. Der Wert der angewandten Maschinerie wird nur via Abschreibungen in den Produktionswert übertragen. Maschinen oder ihre Leistungen werden von Kapitalisten an Kapitalisten verkauft. Sollte dabei ein Kapitalist etwas gewinnen, ist dies der Verlust eines anderen Kapitalisten. Für die Kapitalisten in ihrer Gesamtheit kann durch Kauf und Verkauf von Maschinen und ihrer Leistungen kein neuer Wert, schon gar kein Mehrwert, gebildet werden. Mehrwert kann nur gebildet werden, weil Lohnarbeiter ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen und dies unter der Bedingung, dass sie diesen einen Mehrwert schaffen.

Stellen dabei die Arbeiter eines Kapitalisten im Vergleich zu den Arbeitern eines anderen Kapitalisten überdurchschnittlich viele Produkte her, dann erhält dieser Kapitalist überdurchschnittlich viel Mehrwert, er erhält einen Extraprofit. Es besteht also ein gewisser Anreiz, wenn auch unter Beachtung der zusätzlichen Kosten, mehr in Maschinen zu investieren als in den Kauf von Arbeitskraft – wenn dies die Produktivität der Arbeiter so ausreichend erhöht, dass der Mehraufwand für zusätzliche oder bessere Maschinen wieder hereingeholt wird.

Wenn dann aber so mit dem technischen Fortschritt, mit der Automatisierung usw. immer mehr Lohnarbeit, die doch allein Mehrwert schaffen kann, durch immer mehr Maschinerie (konstantes Kapital) ersetzt wird, wird damit auch das allein ausbeutbare, also allein Profite schaffende Element relativ immer kleiner. Also sinkt langfristig die Profitrate als Verhältnis der Profite zum für den Kauf von Maschinerie usw. eingesetzten Kapital. Die Profite können absolut natürlich weiter steigen - und sie können, gerade weil immer bessere Maschinerie angewandt wird, auch auf Kosten der Konkurrenz steigen, die im Konkurrenzkampf zurückbleibt. Das wäre dann aber eben ein Steigen der Profitrate des einen Kapitalisten auf Kosten der vielen anderen - Surplus-Profite -, was an der allgemeinen Tendenz nichts ändert.

Zur Logik des Gesetzes

Wertmäßig betrachtet

Die Formel

Die Profitrate p drückt das Verhältnis aus von erzeugtem Mehrwert (m) und dem zu dieser Erzeugung notwendigen Einsatz von konstantem Kapital (c), (also Maschinerie, Bauten, Roh- und Hilfsstoffe, Halbfabrikate) als auch von menschlicher Arbeitskraft, was sich wertmäßig als variables Kapital (v) ausdrückt, der Lohnsumme für diese Menge Arbeitskraft:

p = {m \over c+v}

bzw. nach Multiplikation der rechten Seite der Gleichung im Zähler und Nenner mit dem Term 1 / v und Umstellung:

p = {{m \over v} \over {{c \over v} + 1}}

Das Verhältnis konstantes Kapital c zu variablem Kapital v wird als Wertzusammensetzung des Kapitals bezeichnet. Marx nimmt an, dass mit der technischen Zusammensetzung des Kapitals auch die Wertzusammensetzung des Kapitals immer weiter steigt, so dass laut Formel die Profitrate abnehmen muss, wenn dies nicht durch einen entsprechenden Anstieg der Mehrwertrate m/v ausgeglichen wird.

Kritiker weisen darauf hin, dass schon Marx einräumt, dass die Wertzusammensetzung des Kapitals schwächer wächst als die technische Zusammensetzung, da im Zuge des technischen Fortschritts Waren in kürzerer Arbeitszeit hergestellt werden können, so dass gemäß Arbeitswertlehre der Wert der Waren sinkt, auch der Waren, die das konstante Kapital bilden. Darüber hinaus räumt Marx sogar ein, dass „abstrakt betrachtet“ der Anstieg der technischen Zusammensetzung durch die Wertminderung des konstanten Kapitals gerade ausgeglichen werden kann, also – so die Kritiker – die Annahme einer steigenden Wertzusammensetzung gar nicht zwingend ist. Im Folgenden wird deshalb das Gesetz nicht wie üblich in Werten gerechnet dargestellt, sondern ergänzend von der stofflichen Seite des Produktionsprozesses her beleuchtet.

Anschaffungskosten und Wiederbeschaffungskosten

Profitrate nach Anschaffungskosten

Der Profit m ist gleich dem Produktionswert c+v+m einer Periode abzüglich der Kosten in dieser Periode für Löhne v, die für den Kauf der Arbeitskraft von den Arbeitern aufzubringen sind, und der Kosten für Produktionsmittel c, die von anderen Kapitalisten gekauft werden. Für den Kauf von Arbeitskraft und Produktionsmitteln werden die Kosten, die bei ihrer Anschaffung anfielen, die Anschaffungskosten in Rechnung gestellt.

Angenommen, für alle Kapitalbestandteile bestehe die gleiche Umschlaghäufigkeit von einer Periode. Die Kosten c und v werden vorschüssig zu Periodenbeginn gezahlt. Die Profitrate kann dann gemäß obiger Formel berechnet werden. Dabei würden für den Kauf von Arbeitskraft und Produktionsmitteln die Anschaffungskosten zu Periodenbeginn in Rechnung gestellt.

Profitrate nach Wiederbeschaffungskosten

Für die Bestandserhaltung oder die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens müssen die Kosten angesetzt werden, die für die Wiederbeschaffung zu bezahlen sind, nicht die historischen Anschaffungskosten, die in der Vergangenheit zu bezahlen waren. Ein Unternehmen würde sich beispielsweise bei Inflation reich rechnen, wenn es die vergangenen niedrigen Anschaffungskosten für die Berechnung seiner Profitrate nähme und nicht die tatsächlich zu erwartenden höheren Wiederbeschaffungskosten.

Produktionsmittel können natürlich auch billiger werden, wenn sie etwa im Zuge von technischem Fortschritt billiger hergestellt werden können. Ähnliches gilt, wenn die Preise nicht allgemein steigen, wie bei einer Inflation, sondern allgemein sinken, wie bei einer Deflation.

Angenommen, für alle Kapitalbestandteile bestehe die gleiche Umschlagshäufigkeit von einer Periode. Um den Profit zu erhalten, werden vom Produktionswert c+v+m die Kosten für Löhne v und für Produktionsmittel c abgezogen, jetzt aber nicht zu ihren Anschaffungskosten, sondern zu ihren Wiederbeschaffungskosten zu Beginn der nächsten Produktionsperiode. Diese Profitrate nach Wiederbeschaffungskosten berechnet ist höher als die nach Anschaffungskosten berechnete, wenn im Zuge von technischem Fortschritt die Produktionsmittel und auch die Waren, die den Konsum der Arbeiter bilden, billiger hergestellt werden können, so dass die Löhne v, ohne dass dies den Lebensstandard der Arbeiter verminderte, abgesenkt werden können.

Fallende Profitrate nach Wiederbeschaffungskosten

Es ist denkbar, dass die Kapitalisten die nach Anschaffungskosten berechnete Profitrate gerade dadurch steigern, dass sie immer mehr in teure neueste Techniken investieren und dies in einem Ausmaß, dass ein immer größerer Teil des Produktionswertes c+v+m zu Beginn der nächsten Periode als konstantes Kapital c für Produktionsmittel der neuen Technik verausgabt wird. Sie müssen dies tun, wenn die anderen Kapitalisten dies auch tun, weil sie sonst nicht im Besitz der neuesten Produktionstechniken wären und im Konkurrenzkampf zurückfielen. Die Ausgaben für konstantes Kapital c sind jetzt „Wiederbeschaffungskosten“, allerdings nicht in dem Sinne, dass für die alten Produktionsmittel ein technisch gleicher Ersatz angeschafft wird, sondern in dem Sinne, dass die Konkurrenzfähigkeit erhalten wird, indem die technisch besseren, aber teureren Produktionsmittel angeschafft werden müssen.

Die Profitrate nach diesen Wiederbeschaffungskosten berechnet wird so immer kleiner. Marx vermutete, dass diese Tendenz sich tendenziell durchsetzt, so dass es zu einem tendenziellen Fall der Profitrate kommt (berechnet nach technologisch erforderlichen Wiederbeschaffungskosten). Will eine Unternehmung im technischen Wettlauf mithalten, muss sie einen immer größeren Anteil ihrer Einnahmen als konstantes Kapital für die neueste Technik aufbringen. Im Zuge der technologischen Entwicklung steigen so die Wiederbeschaffungskosten der Produktionsmittel, jetzt verstanden als die Kosten, die anfallen, will die Unternehmung weiterhin in der Konkurrenz mithalten. Der verbleibende Teil des zu investierenden Kapitals wird dagegen immer kleiner. Die Profitrate sinkt so tendenziell wegen des technischen Fortschritts. Kritiker wenden ein, dass diese Möglichkeit nicht zwingend ist. Vielleicht besteht technisch die Möglichkeit gar nicht, die nach Anschaffungskosten berechnete Profitrate zu erhöhen, indem von Periode zu Periode die Ausgaben für konstantes Kapitals c so stark ausgeweitet werden, dass die nach den Wiederbeschaffungskosten – im Sinne von Mithalten im technologischen Wettlauf - berechnete Profitrate sinkt. Dies wäre jedoch ein äußerliches Hindernis, das tendenziell überwunden werden kann, wenn es im Interesse der einzelnen Kapitalisten ist.

Gesamtwirtschaftlich besteht ein Zielkonflikt. Die Arbeitsproduktivität wird am stärksten dadurch gesteigert, dass ein immer größerer Teil des verfügbaren Kapitals in Form von konstantem Kapital c, ein immer geringerer Teil in Form von variablem Kapital v investiert wird. Dies bedeutet aber, dass immer weniger zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Stofflich betrachtet

Zwei Begriffe:

Bei unveränderter Produktionstechnik bleibt die TZK und die Arbeitsproduktivität unverändert. Profit wird dazu verwendet, um nach Maßgabe der technisch gegebenen TZK mehr Arbeiter und mehr Produktionsmittel einzusetzen.

Ein Arbeiter - eine Schaufel
…ein Arbeiter - ein Schaufelradbagger - so steigt die TZK

Marx nimmt an, dass technischer Fortschritt damit einhergeht, dass die Profite dazu genutzt werden, um die TZK zu erhöhen. Dies geht dann aber zu Lasten der Anzahl der beschäftigten Arbeiter. Für den Kapitalisten rentiert sich die Erhöhung der TZK nur, wenn er so eine höhere Produktion erzielen kann als bei Beibehaltung der alten Produktionstechnik. Das heißt, die Erhöhung der TZK um einen bestimmten Prozentsatz muss zu einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität um einen noch höheren Prozentsatz führen. Marx nimmt an, dass dies tendenziell dauerhaft der Fall ist. In dem Maße wie alle die TZK erhöhen wächst die Gesamtbeschäftigung langsamer, kann stagnieren oder gar schrumpfen.

Dann gerät aber die Individualrationalität der einzelnen Kapitalisten in Widerspruch mit der Kollektivrationalität des Gesamtsystems (Rationalitätenfalle). Einerseits werden Produktionstechniken mit höherer TZK und höherer Profitrate eingeführt, andererseits kommt es so zur Entwertung bestehender älterer Produktionsanlagen mit niedrigerer Arbeitsproduktivität und niedrigerer Profitrate (moralischer Verschleiß). Zieht man diesen moralischen Verschleiß von den Profiten ab, sinkt die Profitrate (nach Abzug des moralischen Verschleißes) im Durchschnitt.

Gilt diese Annahme, dann wird ein immer größerer Teil der Profite von vorneherein benötigt, um die TZK zu erhöhen, andernfalls würde der Kapitalist seine Konkurrenzfähigkeit verlieren. Dieser Teil der Profite stellt von vorneherein Kosten dar, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Man könnte dies als eine Art von moralischem Verschleiß, der sich nicht auf die Entwertung älterer Investitionen bezieht (moralischer Verschleiß ex post), sondern auf die laufenden Profite, als moralischen Verschleiß im vorhinein, moralischen Verschleiß ex ante bezeichnen.

Entscheidend ist vielleicht weniger die so sinkende Profitrate, als vielmehr die Tatsache, dass rationales Verhalten der einzelnen Kapitalisten dazu führt, dass im Zuge von „Rationalisierungsinvestitionen“ tendenziell zu wenig Arbeitsplätze geschaffen werden, die Beschäftigung sogar schrumpfen kann. Dies führt in Ergänzung zur Reservearmee zu einer wachsenden „Lazarusschicht“.

Man kann dieses Szenario anhand einer Funktion des technischen Fortschritts darstellen. Eine Erhöhung der TZK führt zu einer überproportionalen Erhöhung der Arbeitsproduktivität, wie in der Abbildung dargestellt, wobei hier unterstellt ist, dass dies erst ab Zuwachsraten der TZK von über 1 % gilt. Ist dies gegeben, rentiert sich für die Kapitalisten eine möglichst hohe Erhöhung der TZK, sie werden ihre ganzen Profite in die Erhöhung der TZK investieren, nicht in die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Nicholas Kaldor dagegen nimmt an, dass sich die Funktion des technischen Fortschritts "wohl verhält", bei ihm führen Zuwachsraten der TZK über einen bestimmten Wert hinaus nur noch zu unterproportionalen Erhöhungen der Arbeitsproduktivität, so dass sich die Erhöhung der TZK für die Kapitalisten nur bis zu einer bestimmten Rate rentiert. Was darüber hinaus an Profiten verfügbar ist, kann dann zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze verwendet werden.

Eine Kritik des Gesetzes

Siehe ausführlichen Artikel unter Okishio-Theorem

Der japanische Wirtschaftswissenschaftler Nobuo Okishio hat auf Grundlage der neoricardianischen Schule bzw. auf dem von Piero Sraffa entwickelten Modell den Nachweis zu führen versucht, dass unter den von Karl Marx gemachten Annahmen

  • der Arbeitseinsatz wird vermindert
  • die TZK wird gesteigert
  • der Reallohn der Arbeiter bleibt konstant in dem Sinne, dass der Lohn so bemessen wird, dass sich die Arbeiter je geleisteter Arbeitseinheit immer nur einen bestimmten Warenkorb an Konsumgütern leisten können
  • die neue Technik wird von einem Unternehmer nur eingeführt, wenn sie für ihn (wenigstens zunächst) zu einer höheren Profitrate führt

nicht nur vorübergehend für den Pionierunternehmer, der als erster die neue Produktionstechnik einführt, sich ein Anstieg der Profitrate ergibt, sondern dass auch dauerhaft, wenn sich die neue Produktionstechnik in der jeweiligen Branche verallgemeinert hat, sich die Allgemeine Profitrate erhöht. Dieses Okishio-Theorem widerspricht also dem Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate.

Zahlenbeispiel

Das folgende Zahlenbeispiel soll das Gesetz von der stofflichen, nicht von der Wertseite her veranschaulichen. In Periode 1 sollen 100 € in Löhne, also in variables Kapital A investiert werden und 100 € in konstantes Kapital K. Es ergebe sich ein Output Y im Wert von 206 €. Dabei ist ein Euro jeweils der Preis für ein Gut, entweder ein Konsumgut für eine Arbeitseinheit oder ein Investitionsgut.

Es errechnet sich eine technische Zusammensetzung des Kapitals (TZK) K/A von 1,0 und eine Arbeitsproduktivität Y/A von 2,06. Der Output, die Einnahmen durch den Verkauf von 206 Gütern, von 206 € werden in der nächsten Produktionsperiode voll für den Einsatz an Arbeit A und Produktionsmitteln K verausgabt. Die Produktion, der Output, wird voll als Input in der nächsten Periode verwendet, sei es als Konsumgüter für die Arbeiter, sei es als Investitionsgüter.

In der nächsten Periode soll die TZK um 5 % gesteigert werden (Wachstumsfaktor 1,05). Damit sich dies aus einzelwirtschaftlicher Sicht rentiert, wird angenommen, dass die Arbeitsproduktivität sich nicht nur um 5 % erhöht, sondern zweimal um 5 %, um insgesamt 10,3 % (Wachstumsfaktor 1,05 mal 1,05 = 1,103). Andernfalls würde sich der Kapitalist besser stellen, wenn er bei der alten Technik, also bei unveränderter TZK bliebe. Durch diese Annahme wird Karl Marx, Band III von Das Kapital, MEW 25, S. 275, Rechnung getragen: "Kein Kapitalist wendet eine neue Produktionsweise, sie mag noch soviel produktiver sein oder um noch soviel die Rate des Mehrwerts vermehren, freiwillig an, sobald sie die Profitrate vermindert."

Wenn sich so die Steigerung der TZK für die Kapitalisten rentiert hat, werden sie in der nächsten Periode die TZK weiter steigern wollen und zwar – so sei jetzt die Annahme - nicht nur in Höhe der erzielten Steigerung der Arbeitsproduktivität von 10,3 % sondern noch einmal um zusätzliche 5 %, also um insgesamt 15,8 % (Wachstumsfaktor 1,05 mal 1,05 mal 1,05 = 1,158).

Schreibt man nach diesem Muster die Zeitreihen immer weiter fort, ergibt sich, dass zunächst der Einsatz an Arbeit laufend gesteigert wird, aber schließlich in immer schwächerem Tempo. In Periode 15 wird der Höhepunkt der Beschäftigung erreicht. Danach kann die TZK unter den hier getroffenen Annahmen nur ausgedehnt werden, wenn gleichzeitig die Gesamtbeschäftigung vermindert wird.

Rein rechnerisch kann die Reihe weitergeführt werden. Marx (und Marxisten wie Henryk Grossmann) gehen üblicherweise davon aus, dass die Steigerung der TZK auch immer größere Beschäftigung in den einzelnen Unternehmen erfordert, so dass spätestens wenn die Beschäftigung insgesamt schrumpft ein starker Zentralisationsprozess anhebt. Damit ändert sich auch der Charakter der Konkurrenz, der „Turbokapitalismus“ macht mehr und mehr Stagnationstendenzen Platz. Der Konkurrenzkapitalismus weicht dem Monopolkapitalismus,

Tabelle

  • A: Einsatz an Arbeit
  • K: Einsatz an Kapital
  • Y: Output
  • K/A: technische Zusammensetzung des Kapitals
  • Y/A: Arbeitsproduktivität
  • W( …): Wachstumsrate in %

Im Zahlenbeispiel ist ein Lohn je Arbeiter C/A oder Konsumgüter je Arbeiter von 1 unterstellt. Die Produktion Y von 206 in der ersten Periode wird in der nächsten Periode für 100,5 Konsumgüter C verwendet, welche die 100,5 Arbeiter als Lohn erhalten und für 105,5 Kapitalgüter K, die als Produktionsmittel dienen. Dies setzt sich von Periode zu Periode fort.

Periode A K Y K/A Y/A W(K/A) W(Y/A)
    % %
1 100,0 100,0 206,0 1,0 2,1    
2 100,5 105,5 228,2 1,1 2,3 5,0 10,3
3 103,0 125,2 284,4 1,2 2,8 15,8 21,6
4 111,5 172,9 412,3 1,6 3,7 27,6 34,0
5 129,6 282,8 708,1 2,2 5,5 40,7 47,7
6 161,4 546,7 1 437,3 3,4 8,9 55,1 62,9
7 211,6 1 225,7 3 383,5 5,8 16,0 71,0 79,6
8 283,8 3 099,7 8 984,9 10,9 31,7 88,6 89,0
9 379,0 8 605,9 26 192,4 22,7 69,1 107,9 118,3
10 493,8 25 698,6 82 125,9 52,0 166,3 129,2 140,7
11 619,8 81 506,1 273 495,6 131,5 441,3 152,7 165,3
12 744,5 272 751,1 960 983,9 366,4 1 290,8 178,6 192,5
13 853,2 960 130,6 3 551 968,7 1 125,3 4 162,9 207,2 222,5
14 931,9 3 551 036,8 13 793 779,6 3 810,6 14 802,0 238,6 255,6
15 969,5 13 792 810,1 56 256 170,2 14 226,6 58 025,7 273,3 292,0
16 960,7 56 255 209,6 240 918 113,2 58 558,8 250 783,5 311,6 332,2
17 906,6 240 917 206,7 1 083 337 619,5 265 742,2 1 194 968,8 353,8 376,5


Die Tabelle stellt dar, wie Output Y und Einsatz an Produktionsmitteln K immer rascher zunehmen, während der Einsatz an Arbeit A nur bis zur Periode 15 ansteigt und ab da zurückgeht.

Diskussion

Entscheidend für das Ergebnis ist, dass die Unternehmen die TZK stärker steigern, als in der Vorperiode die Arbeitsproduktivität gesteigert worden ist, wobei die Rationalität dessen dadurch gewährleistet ist, dass die Arbeitsproduktivität jeweils stärker zu nimmt als die TZK gesteigert worden ist (individuelle Rationalität). In der Tabelle ist in der jeweiligen Periode (in der jeweiligen Zeile) die Steigerung der Arbeitsproduktivität immer größer als die Steigerung der TZK (individuelle Rationalität). Die Steigerung der TZK in einer Periode ist aber immer größer als die Steigerung der Arbeitsproduktivität in der Vorperiode (in der höheren Zeile). Daraus folgt die kollektive Irrationalität, die Rationalitätenfalle.

Letzteres mag man als eine willkürliche Annahme ansehen. Doch wenn gilt, dass eine Steigerung der TZK zu einer noch höheren Steigerung der Arbeitsproduktivität führt, gibt es für die Unternehmen keine Grenzen. Es kommt nur eine äußere Schranke in Frage, wonach die TZK aus irgendwelchen technischen Gründen nicht beliebig rasch gesteigert werden kann. Wenn etwa Nicholas Kaldor mit seiner Funktion des technischen Fortschritts eine auf die Arbeitsproduktivität allmählich nachlassende Wirkung höherer Steigerungsraten der TZK behauptet, kann dies ebenfalls als willkürliche Annahme, um ein gleichgewichtiges kapitalistisches Wachstum darstellen zu können, angesehen werden, zumal bürgerliche Ökonomen selbst dieser Annahme die Eigenschaft „sich wohl-verhaltend“ – eben im Hinblick auf wünschenswerte Gleichgewichtseigenschaften – zusprechen.

Zitate

„Es ist dies in jeder Beziehung das wichtigste Gesetz der modernen politischen Ökonomie und das wesentlichste, um die schwierigsten Verhältnisse zu verstehn. Es ist vom historischen Standpunkt aus das wichtigste Gesetz. Es ist ein Gesetz, das trotz seiner Einfachheit bisher nie begriffen und noch weniger bewußt ausgesprochen worden ist.“

Karl Marx: MEW 42, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, S. 641

„Die Konkurrenz überhaupt, dieser wesentliche Lokomotor der bürgerlichen Ökonomie, etabliert nicht ihre Gesetze, sondern ist deren Exekutor. Illimited competition [unbeschränkte Konkurrenz] ist darum nicht die Voraussetzung für die Wahrheit der ökonomischen Gesetze, sondern die Folge – die Erscheinungsform, worin sich ihre Notwendigkeit realisiert. … Die Konkurrenz erklärt daher nicht diese Gesetze; sondern sie lässt sie sehn, produziert sie aber nicht.“

Karl Marx: MEW 42, Grundrisse, S. 457

„Die Konkurrenz kann die Profitrate in allen Zweigen der Industrie, d. h. die Durchschnittsprofitrate nur permanent herabdrücken, wenn ein allgemeiner Fall und nur insofern ein allgemeiner und permanenter, als Gesetz wirkender Fall der Profitrate auch vor der Konkurrenz und ohne Rücksicht auf die Konkurrenz begreiflich ist. Die Konkurrenz exequiert die innren Gesetze des Kapitals; macht sie zu Zwangsgesetzen dem einzelnen Kapital gegenüber, aber sie erfindet sie nicht. Sie realisiert sie. Sie daher einfach aus der Konkurrenz erklären wollen, heißt zugeben, dass man sie nicht versteht.“

Karl Marx: MEW 42, Grundrisse, S. 644

„Keine Akkumulation der Kapitalien kann die Profite permanent herabdrücken, wenn nicht eine gleich permanente Ursache die Salaire erhöht.“

David Ricardo: zitiert nach Karl Marx, MEW 42, Grundrisse, S. 644

„Nichts alberner daher, als das Sinken der Profitrate aus einem Steigen in der Rate des Arbeitslohns zu erklären, obgleich auch dies ausnahmsweise der Fall sein mag.“

Karl Marx: MEW 25, Kapital III, S. 250

Technischer Fortschritt setzt das Gesetz vom Fall der Profitrate außer Kraft.“

Lutz Arnold: Wachstumstheorie, 1997, S. 24

„Die Profitrate fällt nicht, weil die Arbeit unproduktiver, sondern weil sie produktiver wird.“

Karl Marx: MEW 25, Kapital III, S. 250

„Da dieses Abnehmen des Profits gleichbedeutend ist mit der verhältnismäßigen Abnahme der unmittelbaren Arbeit zur Größe der vergegenständlichten Arbeit, … so wird alles vom Kapital versucht werden, um die Kleinheit des Verhältnisses … des Mehrwerts, wenn als Profit ausgedrückt, zum vorausgesetzten Kapital zu checken, indem es die Zuwendung für notwendige Arbeit [für Löhne] verringert und die Quantität der [unbezahlten] Mehrarbeit … noch mehr erweitert. Folglich werden die höchste Entwicklung der Produktivkräfte und die stärkste Ausdehnung des vorhandenen Reichtums zusammenfallen mit Entwertung des Kapitals, Erniedrigung des Arbeiters und einer höchst unmittelbaren Erschöpfung seiner Lebenskraft.“

Karl Marx: MEW 42, Grundrisse, S. 643

„Kein Kapitalist wendet eine neue Produktionsweise, sie mag noch soviel produktiver sein oder um noch soviel die Rate des Mehrwerts vermehren, freiwillig an, sobald sie die Profitrate vermindert.“

Karl Marx: MEW 25, Kapital III, S. 275

Literatur

Marxistische Beiträge, die das Gesetz befürworten

  • Heinz-J. Bontrup: Arbeit, Kapital und Staat. - Plädoyer für eine demokratische Wirtschaft. PapyRossa-Verlag Köln. Dritte Auflage 2005. ISBN 3-89438-326-7
  • Heinz-J. Bontrup: Zur säkularen Entwicklung der Kapitalrentabilität, in: WSI-Mitteilungen, 53. Jahrg., Heft 11/2000, S. 718 -725
  • Heinz-J. Bontrup: Lohn und Gewinn. Oldenbourg Verlag. München, Wien 2000. ISBN 3-486-25164-3
  • Alan Freeman (1996): Price, value and profit - a continuous, general, treatment in: Freeman, Alan und Carchedi, Guglielmo (Hrsg.) "Marx and non-equilibrium economics". Edward Elgar, Cheltenham, UK, Brookfield, US
  • Henryk Grossmann: Das Akkumulations- und Zusammenbruchsgesetz des kapitalistischen Systems. Leipzig 1929 (neu herausgegeben: Archiv sozialistischer Literatur 8, Verlag Neue Kritik Frankfurt 1970 ISBN 3-8015-0065-9)

Marxistische Beiträge, die das Gesetz eher ablehnen

  • Brodbeck, Karl-Heinz: Wertsubstanz, Exploitation und tendentieller Fall der Profitrate, Jahrbuch der Wirtschaft Osteuropas, Band 9,1 (1980), 35-60 [1]
  • Foley, Duncan K.: Understanding Capital: Marx's Economic Theory. Harvard University Press 1986. ISDN 0674920880
  • Heinrich, Michael: Die Wissenschaft vom Wert. Westfälisches Dampfboot, 2003. ISBN 3-89691-454-5
  • Okishio, Nobuo, Technische Veränderungen und Profitrate (1961, dt. in: H.G. Nutzinger/ E. Wolfstetter [Hrsg.] Die Marxsche Theorie und ihre Kritik, 2 Bde., Ffm., 1974).
  • Sraffa, Piero: Warenproduktion mittels Waren. Nachworte von Bertram Schefold (1976 [Erstveröffentlichung 1960]), Suhrkamp-Verlag Frankfurt/Main

Empirische Darstellungen

  • Robert P. Brenner: Boom and Bubble. Die USA in der Weltwirtschaft. VSA-Verlag Hamburg 2003. ISBN-3879758867.
  • Nikolaus Dinkelacker / Harald Mattfeldt: Trend- und Komponentenanalyse der Profitrate für Deutschland von 1850 bis 1913. Hamburg 2005, Disskussionspapier03, ZÖSS
  • Doug Henwood: After the new economy. The New Press, London - New York, 2003. US-Profitrate 1952-2002, S. 204.
  • Harald Mattfeldt: Tendenzieller Fall der Profitrate? Zur Makroökonomischen Rentabilitätsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg 2005, Disskussionspapier01, ZÖSS
  • Harald Mattfeldt: Zur Methode der Profitratenbestimmung. Anmerkungen zur Empirie der 'säkularen Entwicklung der Kapitalrentabilität' Hamburg 2006, Disskussionspapier09, ZÖSS
  • Jan Priewe: Krisenzyklen und Stagnationstendenzen in der Bundesrepublik Deutschland - Die krisentheoretische Debatte. Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1988. ISBN 3-7609-1207-9
  • siehe auch Profitratenanalysegruppe (PRAG), der Hamburger Universität ([www.profitratenanalyse.de])

Nichtmarxistische Literatur

  • Lutz Arnold: Wachstumstheorie. Vahlen-Verlag München 1997.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nach Marx "Grundrisse", MEW 42, S. 601, kann nur Arbeit, die unmittelbar den Endprodukten zurechenbar ist, Maß des Werts sein. Planung, Überwachung usw. schafft also keinen Wert. In der Betriebswirtschaftslehre ist dies als Problem der Gemeinkosten bekannt.
  2. Paul Mattick, Maurice Dobb, Joan Robinson, Antonio Pesenti, Ronald L. Meek sowie Jacob Morris kritisieren in: Claus Rolshausen, (Hg.): Kapitalismus und Krise: Eine Kontroverse um das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate. Europäische Verlagsanstalt, 1970. ISBN 3434301135, 9783434301134. den ersten Versuch einer empirischen Überprüfung durch Joseph M. Gillman: Das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate. Europäische Verlagsanstalt : 1969.
  3. Michael Vester: Die Entstehung des Proletariats als Lernprozess. Europäische Verlagsanstalt : Frankfurt am Main 1970
  4. Der tendentielle Fall der Profitrate. In: Claus Rolshausen, (Hg.): Kapitalismus und Krise: Eine Kontroverse um das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate. Europäische Verlagsanstalt, 1970. ISBN 3434301135, 9783434301134

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