Thomas Earl Reamy

Thomas Earl Reamy

Thomas Earl „Tom“ Reamy (* 23. Januar 1935 in Woodson, Texas, USA; † 4. November 1977 in Kansas City, Kansas, USA) war ein amerikanischer Science-Fiction- und Fantasy-Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Der gebürtige Texaner Reamy machte sich in Science-Fiction-Kreisen ab Mitte der 60er Jahre als Herausgeber des Fanmagazins Trumpet und später Nickelodian sowie seinem Engagement bei den Treffen der Fan-Szene einen Namen. Bereits zuvor schrieb Reamy Science-Fiction und Fantasy-Kurzgeschichten, die von den Mitgliedern des Austiner Turkey City Writer’s Workshop, dessen Mitglied er war, zwar hoch gelobt wurden, ihn selbst aber nicht so zufriedenstellten, dass er sie hätte veröffentlichen lassen.

Reamy war auch ein talentierter Maler und Grafikdesigner. Die Mischung seiner Begabungen führte ihn auch für einige Jahre nach Hollywood, wo er Drehbücher schrieb und als Requisiteur für die Softporno-Produktion Flesh Gordon (1974) arbeitete.

1974 zog Reamy dann nach Kansas City, wo er sich ganz dem Schreiben widmete. Er schrieb Kurzgeschichten und Novellen, die in verschiedenen Sammlungen, wie in The Magazine of Fantasy & Schience Fiction, erschienen. Seine Arbeiten wurden begeistert aufgenommen und mehrfach für die großen Science-Fiction-Preise, Nebula-, Hugo- und John-W.-Campbell-Award vorgeschlagen. Für San Diego Lightfoot Sue konnte er 1975 den Nebula-Award in der Kategorie „Best Novellette“ erringen.

Thomas Earl Reamy starb 1977 im Alter von 42 Jahren an einem Herzinfarkt, während er an seiner Schreibmaschine saß.

In Reamys Nachlass fand man seinen einzigen Roman Blinde Stimmen (Blind Voices), der 1978 posthum veröffentlicht wurde. Auch dieser Roman wurde für Hugo- und Nebula-Award nominiert und ist vor allem dafür verantwortlich, dass Reamy mit Autoren wie Ray Bradbury und Richard Matheson verglichen wird.

Bibliografie

  • Romane:
    • Blinde Stimmen (Blind Voices, 1978)
  • Wichtigste Kurzgeschichten:
    • Twilla (1974)
    • Under The Hollywood Sign (1974)
    • San Diego Lightfoot Sue (1975)
    • The Detweiler Boy (1977)

Auszeichnungen

  • Nominiert für den Nebula-Award 1974 in der Kategorie Best Novelette für Twilla
  • Gewinner des Nebula-Awards 1975 in der Kategorie Best Novelette für San Diego Lightfoot Sue
  • Nominiert für den Hugo-Award 1976 in der Kategorie Best Novellette für San Diego Lightfoot Sue
  • Gewinner des John-W.-Campbell-Awards 1976 als bester neuer Autor
  • Nominiert für den Nebula-Award 1978 in der Kategorie Best Novel für Blind Voices
  • Nominiert für den Hugo-Award 1979 in der Kategorie Best Novel für Blind Voices

Weblinks


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