Thomas Sørensen


Thomas Sørensen
Thomas Sørensen

Thomas Sørensen im Dezember 2007

Spielerinformationen
Voller Name Thomas Løvendahl Sørensen
Geburtstag 12. Juni 1976
Geburtsort FredericiaDänemark
Größe 196 cm
Position Torwart
Vereine in der Jugend
1980–1981
1982–1994
Assens
Odense BK
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1996
1996
1997–1998
1998–2003
2003–2008
2008–
Odense BK
Vejle BK (Leihe)
→ Svendborg fB (Leihe)
FC Sunderland
Aston Villa
Stoke City
0 (0)
6 (0)
50 (0)
171 (0)
139 (0)
78 (0)
Nationalmannschaft2
1993–1995
1993–1997
1996
1999–
Dänemark U-19
Dänemark U-21
Dänemark B
Dänemark
3 (0)
24 (0)
1 (0)
98 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 30. Dezember 2010
2 Stand: 11. Oktober 2011

Thomas Løvendahl Sørensen (* 12. Juni 1976 in Fredericia) ist ein dänischer Fußballspieler, der auf der Position des Torwarts bei Stoke City in der englischen Premier League spielt.

Der dänische Nationaltorhüter ist der Nachfolger von Peter Schmeichel und war bisher in 90 Länderspielen aktiv. Neben der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006, stand er auch während der Fußball-Europameisterschaft 2004 im Tor der Dänen.

Inhaltsverzeichnis

Vereinskarriere

Sørensen stammt aus der dänischen Stadt Fredericia und spielte in seiner Jugend für kleinere Vereine in Erritsø und Assens.[1] Später ging er in die Jugend von Odense BK. 1993 unterzeichnete er einen Vertrag als Amateur bei dem dänischen Verein, wurde aber schnell zum Profi.[2] Er wurde der Ersatzmann von Lars Høgh, absolvierte aber kein einziges Spiel in der dänischen Superliga für Odense. Während der Saison 1995/96 wurde er an Vejle BK ausgeliehen. Eigentlich als Ersatzmann verpflichtet, absolvierte er sein erstes Profispiel im März 1996 und bestritt drei Spiele in Folge. Insgesamt absolvierte er sechs Partien für Vejle. Nach einer 1:0-Niederlage gegen Viborg FF wurde er von Trainer Ole Fritsen aus dem Tor genommen. Viborgs Ralf Pedersen schlug den Ball per Kopf aus Sørensens Händen direkt ins Tor.[3] Im Sommer 1996 brach er sich den Arm, setzte aber seine Leihe bei Vejle BK bis 1997 fort. Er bestritt keine Partie mehr für den Verein.

Von Odense wurde er erneut ausgeliehen, diesmal an der Zweitligisten Svendborg fB.[4] Er stand die komplette Saison 1997/1998 im Tor der Mannschaft.

Im Sommer 1998 wechselte er in die englische First Division, die zweithöchste Spielklasse, zu AFC Sunderland. Kaum jemand außerhalb von Dänemark hatte vorher etwas Sørensen gewusst, als der damalige Trainer Peter Reid ihn verpflichtete.[5] Die Ablöse für den damals 22-jährigen betrug £510.000.[6] Sørensen wurde als Ersatz für Lionel Pérez verpflichtet, der damals ablösefrei den Verein in Richtung Newcastle United verließ. Gleich in seiner ersten Saison schaffte er mit der Mannschaft den Aufstieg in die Premier League. Dabei stellte er einen neuen Vereinsrekord auf, in dem er 29 Mal ohne Gegentreffer blieb.[5]

Sørensen etablierte sich auch in der Premier League als Stammtorhüter der Mannschaft. 2001 wurde er endgültig zur "Legende" bei den Fans, als er einen Elfmeter von Alan Shearer hielt. So konnte der Sieg über Newcastle United gesichert werden.[7] In der Saison 2002/03 verletzte sich Sørensen und fiel von Oktober 2002 bis Januar 2003 aus. Zum Ende der Saison konnte er der Mannschaft nicht mehr helfen den Abstieg zu verhindern. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten wurde er im Sommer 2003 an Aston Villa für £2 Millionen verkauft.[6]

Bei Aston Villa wurde er schnell zum Stammspieler. Während seiner ersten drei Spielzeiten bei dem Verein, fehlte er nur bei vier Spielen. Während der Saison 2006/07 wurde er zum zweiten Torhüter degradiert. Er verletzte sich während der Saisonvorbereitung und Villa verpflichtete als Ersatz Scott Carson vom FC Liverpool. Carson wurde Stammtorhüter und Sørensen gab im Dezember 2007 bekannt den Verein verlassen zu wollen. Im Januar 2008 sollte er für £500.000 zu Derby County wechseln.[8] Dieser Transfer kam aber nicht zu stande. Am Ende der Saison 2007/08 lief sein Vertrag aus und wurde nicht verlängert. Er absolvierte in der Saison kein einziges Spiel, da er mittlerweile auf Platz drei der Torhüter war.

Nachdem er Aston Villa verließ, erhielt er von Ipswich Town ein Angebot. Sørensen lehnte ab, weil er bei einem Erstligaverein spielen wollte. Am 28. Juli 2008 absolvierte er ein Probetraining bei Stoke City. Der Aufsteiger sicherte sich zwei Tage später die Dienste des Dänen. Er verdrängte Steve Simonsen als Nummer 1 bei Stoke und sicherte mit guten Leistungen den Klassenerhalt des Vereins. Im Februar 2010 wurde Asmir Begović verpflichtet[9], Sørensen blieb aber vorerst Stammkeeper. Er verpasste lediglich die letzten drei Spiele der Saison 2009/10 aufgrund einer Verletzung.

Nationalmannschaft

Mit 17 Jahren spielte er zum ersten Mal für die dänische U-21-Auswahl. Im November 1999 gab er sein Länderspieldebüt für die A-Nationalmannschaft Dänemarks. Bei Fußball-Europameisterschaft 2000 wurde er als Ersatztorhüter mitgenommen. Nachdem Peter Schmeichel nach der Euro 2000 nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm Sørensen seinen Platz in der Nationalmannschaft. Dänemark konnte sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 qualifizieren. Auch bei den folgenden Turnieren war Sørensen die Nummer eins im Tor der Dänen. Vor der WM 2010 verletzte er sich, wurde aber trotzdem von Trainer Morten Olsen mit nach Südafrika genommen.

Einzelnachweise

  1. Jan B. Jensen, "Sørensen ud af skyggen", Jyllands-Posten,18. November 1999.
  2. Allan Pedersen, "Senegal bedre end Brande", Ekstra Bladet, 3. Februar 1993
  3. Søren Olsen, "Håb om ufortjent sejr", Politiken, 5. Mai 1996, S.24
  4. Søren Olsen, "Svendborg-målmandens mareridt", Politiken, August 20, 1997, p.19.
  5. a b EURO 2008 profile, UEFA, 2006
  6. a b Ronald Atkin, Why Sorensen is keeping to the Schmeichel strut holds, The Independent on Sunday, 16. November 2003
  7. http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/eng_prem/1028598.stm
  8. http://www.sportinglife.com/football/premiership/news/story_get.cgi?STORY_NAME=soccer/08/01/07/manual_090244.html
  9. Stoke sign Portsmouth keeper Asmir Begovic. In: BBC News, 1. Februar 2010. Abgerufen am 25. Mai 2010. .

Weblinks


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