Tippen

Tippen
Michelangelo Merisi da Caravaggio: Die Falschspieler (Gemälde um 1594)
Gerrit van Honthorst: Die Falschspieler

Tippen, Dreiblatt oder Zwicken (vgl. hier) ist ein dem Mauscheln ähnliches Karten-Glücksspiel, das früher in Deutschland und den Ländern Österreich-Ungarns weit verbreitet war.

Weitere Namen des Spieles sind Labet (von frz. la bête), Pochen – allerdings nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Vorläufer des Pokerspiels (vgl. Poch) – und Kleinpréférence (vgl. Préférence).

Ein dem Tippen ähnliches Spiel ist das in Großbritannien und den USA beheimatete Loo.

Inhaltsverzeichnis

Die Grundregeln

Tippen wird von drei bis sechs Personen mit 32, bei noch mehr Teilnehmern mit 52 Karten gespielt.

Der jeweilige Kartengeber setzt drei Spielmarken als Stamm in den Pot und teilt jedem Spieler einzeln drei Blätter. Die nächste Karte wird offen aufgeschlagen und bestimmt die Trumpffarbe.

Liegt nur der Stamm im Pot, so müssen alle Spieler mitgehen, und wer keinen Stich erzielt, zahlt als Bête den Betrag, der im Pot liegt.

Liegt jedoch mehr als nur der Stamm im Pot, so darf der Spieler, welcher auf einen Stich nicht rechnet, passen; hat jemand aber gute Karten, so sagt er: „Ich gehe mit“ oder tippt mit dem Finger auf den Tisch.

Man muss Farbe bedienen oder trumpfen.

Für jeden Stich erhält man ein Drittel des Kasseninhalts. Wer mitgeht und keinen Stich macht, zahlt so viel Bête als im Pot steht.

Regelvarianten

Wie die meisten Kartenspiele wird auch Tippen mit vielen zusätzlichen Regelvarianten gespielt; insbesondere wird häufig so wie beim Mauscheln die Möglichkeit geboten, Karten zu tauschen.

Siehe auch

Quellen

Literatur


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  • tippen — V. (Mittelstufe) ugs.: Schreibmaschine schreiben Beispiele: Sie kann mit allen Fingern tippen. Ich muss noch einen Brief tippen. tippen V. (Aufbaustufe) etw. mit den Fingerspitzen berühren Synonyme: antippen, fassen, klopfen Beispiele: Sie tippte …   Extremes Deutsch

  • tippen — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: • Maschine schreiben Bsp.: • Wer hat diesen Brief getippt? • Kannst du tippen? …   Deutsch Wörterbuch

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  • Tippen — (Dreiblatt, Zwicken), ein in Deutschland sehr verbreitetes Kartenglücksspiel. Man spielt es unter 3–6 Personen mit 32, bei noch mehr Teilnehmern mit 52 Blättern. Der Kartengeber setzt 3 Marken Stamm, gibt jedem Spieler 3 Blätter zu 1 und wirft… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Tippen — Tippen, Dreiblatt, Kartenspiel (Hasardspiel) unter beliebig viel Teilnehmern; jeder erhält drei Karten, die nächste ist Trumpf, Einsatz des Kartengebers …   Kleines Konversations-Lexikon

  • tippen — (meist antippen) Vsw std. (16. Jh.) Stammwort. Offenbar lautmalend. Zuerst im niederdeutschen Bereich. Zu den Entlehnungen aus dem Englischen s. Tip. deutsch d …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • tippen — wetten; zocken (umgangssprachlich); auf etwas setzen; spielen; eingeben; hacken (umgangssprachlich); schreiben * * * 1tip|pen [ tɪpn̩]: a) <itr.; …   Universal-Lexikon

  • tippen — tịp·pen1; tippte, hat getippt; [Vt/i] (etwas) tippen gespr; etwas auf der Schreibmaschine schreiben <einen Brief tippen> || K : Tippfehler tịp·pen2; tippte, hat getippt; [Vi] (jemandem) irgendwohin tippen jemanden / etwas (besonders mit… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

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