Tobang


Tobang

Genkan (jap.: 玄関) ist der Eingangsbereich in traditionellen japanischen Wohnungen oder Häusern, vergleichbar etwa mit unserem Windfang. Er bildet den Übergang zwischen dem äußeren (soto) und inneren Bereich (uchi). Dort werden die Straßenschuhe auf dem Boden abgestellt, da der Innenbereich nur mit Strümpfen oder speziellen Pantoffeln betreten werden soll. Die Schuhe werden traditionell so abgestellt, dass die Spitzen von der Wohnung weg weisen.

Gegenüber dem meist ebenerdigen Genkan ist der anschließende Wohnbereich (ima) oft um eine Stufe erhöht. Dadurch sind die Bereiche, in denen Schuhe oder aber Hauspantoffeln getragen werden, eindeutig voneinander getrennt. In größeren Häusern ist der Genkan oftmals Besuchern und Gästen vorbehalten, während die Familienmitglieder durch einen Hintereingang eintreten.

Ebenfalls mit Genkan wird der Vorraum am Eingang eines Zen-Klosters bezeichnet sowie der Eingangsbereich zu den dortigen Gästeräumen.

Die Kanji-Bezeichnung (chin. 玄関, xuán guān) wird in der On-Lesung zu げん かん (gen kan).

In Korea

Koreanische Schreibweise
Hangeul: 됫돌
Hanja: 土房
Revidiert: doeddol
McCune-R.: detdol

In Korea ist ein solcher Vorraum ein wesentliches Element der Wohnkultur. Unmittelbar an der Eingangstüre zu Haus oder Wohnung ist diese kleine Fläche eingeplant, meist eine Stufe niedriger als der beheizte Boden, den mit Straßenschuhen zu betreten streng vermieden wird.

Die Hanja-Bezeichnung (chin. 土房, tǔ páng) wird phonetisch mit 토방 (to bang) in das Koreanische übertragen.

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