Transition layer


Transition layer

Die Flughöhe ist ein Maß für die vertikale Abweichung eines Flugzeugs oder anderen Fluggeräts von einer vorher festgelegten Ausgangsposition. Die Ausgangsposition kann dabei MSL, der Boden oder auch eine bestimmte Druckhöhe sein. Man unterscheidet in der Luftfahrt auf Grund der Art der Höhenmessung verschiedene Arten von Flughöhen.

Inhaltsverzeichnis

Messung

Die Messung der Flughöhe erfolgt im Flugzeug mit dem barometrisch arbeitenden Höhenmesser (engl. altimeter) durch Messung von Luftdruckunterschieden. Dadurch hängt die angezeigte Höhe vom derzeit herrschenden Luftdruck an dem Ort, an dem sich das Flugzeug gerade befindet, ab. Höhenmesser bieten wiederum die Möglichkeit, die angezeigte Höhe anhand des jeweils aktuellen Luftdrucks zu kalibrieren.

Darstellung der unterschiedlichen, für ein Luftfahrzeug verwendeten Angaben über die Flughöhe: Flugfläche / Flight Level, Height / Höhe über Grund, Altitude / Höhe über Seehöhe, Transition Altitude, Transition Level, Transition Layer

Auf einem längeren Flug wird unterhalb der Übergangshöhe die Einstellung des Höhenmessers mehrfach während des Fluges korrigiert. Dazu wird jeweils der Luftdruck des nächstgelegenen Flugplatzes abgefragt. Wird dieser Wert direkt verwendet, so ist die angezeigte Höhe relativ zum Flugplatz (QFE). Wird er auf Meereshöhe umgerechnet, so ist die Anzeige absolut (QNH). Wird der Höhenmesser auf die Standardatmosphäre von 1013,25 hPa eingestellt, fliegt man nach flight level. Die Flughöhen, die in Fuß oder Meter angezeigt werden, sind als fiktiv zu betrachten. Sie entsprechen real hPa-Angaben.

Eine direkte Funkhöhenmessung, wie z. B. beim DME (distance measuring equipment), wird nur unter bestimmten Umständen durchgeführt. Im Landeanflug ist beispielsweise die direkte Höhenbestimmung durch Funkhöhenmessung üblich. In letzter Zeit wird die Messung der Flughöhe auch durch Satellitenvermessungen unterstützt. Daneben kann die Flughöhe auch vom Boden mittels Radar festgestellt werden.

Höhenänderungen

Beim Absinken auf eine bestimmte Höhe müssen Insassen im Mittelohr einen Druckausgleich vornehmen, da sich der atmosphärische Luftdruck erhöht. Diese Höhe ist bei jedem Menschen individuell verschieden. Kauen und Schlucken sowie Lutschen hilft Lebewesen, den Innendruck im Ohr besser auszugleichen. Kleinkindern und Babys ist dies in der Regel nicht möglich und die Druckveränderungen bereiten ihnen ggf. Schmerzen.

Reiseflughöhe

Im Steigflug gewinnt ein Luftfahrzeug an Höhe, dann geht es in die Reiseflughöhe über, die bei Verkehrsmaschinen - je nach Typ und zugewiesenem Luftkorridor - zwischen 30.000 und 42.000 ft., das sind 10 - 12 Kilometer beträgt.

Nach verlassen der Reiseflughöhe beginnt der Sinkflug mit Landeanflug und Landung.

Verkehrsflugzeuge müssen diese Höhe schnell erreichen, um erstens den Luftraum um den Flughafen freizuhalten und zweitens um die Lärmbelästigung der Anwohner zu minimieren. Des Weiteren ist ein schneller Aufstieg wichtig für die Einsparung von Kerosin.

Bei Hubschraubern beträgt die Reiseflughöhe dagegen typisch nur 500 Meter.

Begriffe

  • height (HGT) ist die Höhe über GND (ground) (AGL), also über dem Boden. Mit height wird auch z.B. die Höhe eines Turmes angegeben.
  • altitude (ALT) ist die Höhe über MSL, bzw. NN (ELEV + HGT = ALT).
  • elevation (ELEV) bezeichnet die Entfernung von MSL (mean sea level) zur Spitze einer Erhebung oder eines Objektes
  • flight level (FL, dtsch. Flugfläche) ist die Höhe in Fuß (x 100), die dem augenblicklich vom Höhenmesser gemessenen Luftdruck über der Standardatmosphäre entspricht. Ein flight level entspricht also einer Isobare. Der Höhenmesser wird für die Anzeige von flight level-Höhen eingerichtet, indem der Bezugsluftdruck auf den Standardluftdruck (engl. standard pressure level) von 1013,25 hPa (Hektopascal) in Meereshöhe eingestellt wird.
  • transition altitude (dtsch. Übergangshöhe) bezeichnet in Deutschland eine Höhe, die 5000 ft über MSL oder 2000 ft über GND (je nachdem, was höher ist) liegt. Diese wird im Steigflug von dem Flugzeug erreicht. Ab hier beginnen die Flugflächen, daher muss der Pilot den Höhenmesser auf den Standardluftdruck 1013,25 hPa umstellen. In anderen Ländern können die Flugflächen schon bei niedrigeren Werten beginnen. Die transition altitude ist für den jeweiligen Flugplatz auf IFR-Karten vermerkt. Die Transition Altitude (TA) interessiert den Piloten nur im Steigflug. Eselsbrücke: Das "A" in "Altitude" ähnelt einem Pfeil nach oben. Beim Durchfliegen der TA von unten nach oben (Steigflug), muss das Höhenmesser-QNH-Fenster (engl.: subscale) auf 1013 umgestellt werden.
  • transition level ist die gedachte Flugfläche, in der ein Druck von 1013,25 hPa herrscht. Diese wird im Sinkflug von dem Flugzeug erreicht. Hier enden die Flugflächen, daher muss der Pilot nach Abhören der ATIS den Höhenmesser auf QNH umstellen. Der transition level für sinkende Flugzeuge wird wie folgt festgelegt: QNH größer 1013 hPa dann TL 60, QNH von 983 bis 1013 hPa dann TL 70, QNH kleiner 983 hPa dann TL 80. Der Transition Level (TL) interessiert den Piloten nur im Sinkflug. Eselsbrücke: Das "L" in "Level" ähnelt einem Pfeil nach unten (mit viel Phantasie). Beim Durchfliegen des TL von oben nach unten (Sinkflug), muss das Höhenmesser-QNH-Fenster (engl.: subscale) auf den aktuellen lokal gültigen QNH-Wert (engl.: subscale setting) umgestellt werden. Diesen aktuellen QNH-Wert erhält der Pilot über Funk von der Flugsicherung oder von einer automatischen Bandansage (ATIS) oder von einem Flugplatz in seiner Nähe.
  • transition layer bezeichnet die Höhendifferenz zwischen der transition altitude und dem transition level. Diese Höhendifferenz von meistens 1000 ft wird von größeren Flugzeugen für das handling, also Erledigung der Cockpitarbeiten wie QNH-Justierung usw., benötigt.

Literatur

  • Dieter Franzen - Kompaktlernprogramm zur Vorbereitung auf die Flugfunksprechprüfung AZF 1991
  • Jeppesen Sanderson: Private Pilot Study Guide 2000, ISBN 0-88487-265-3
  • Jeppesen Sanderson: Privat Pilot Manual 2001, ISBN 0-88487-238-6
  • Walter Air: CVFR Lehrbuch Mariensiel 2001
  • Wolfgang Kühr - Der Privatflugzeugführer, Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften, Band 5 1983 ISBN 3-921-270-13-8

Siehe auch

Weblinks


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