Trendelenburg-Zeichen


Trendelenburg-Zeichen
Abb. aus der Erstbeschreibung 1895

Das Trendelenburg-Zeichen (nach Friedrich Trendelenburg; engl. Trendelenburg's sign) ist die Bezeichnung für das klinische Bild einer Lähmung oder Schwäche der Musculi glutei medius und minimus, die aufgrund einer Schädigung des Nervus gluteus superior hervorgerufen werden kann. Es können auch eine angeborene Luxation des Hüftgelenkes sowie eine Coxa vara, Hüftgelenksarthrose oder Morbus Perthes Ursache eines positiven Trendelenburg-Zeichens sein.

Das Trendelenburg-Zeichen gilt als positiv, sobald der Patient auf einem Bein stehend sein Becken nicht in der Waage halten kann - wobei die Muskeln des Standbeines betroffen sind.

Trendelenburg-Test ist hingegen die Bezeichnung für einen Test im Bereich der Phlebologie und dient dem Nachweis einer Klappeninsuffizienz im Bereich der Perforans- und Stammvenen am Unterschenkel.

Literatur

  • Trendelenburg, F.: Über den Gang bei angeborener Hüftluxation. Deutsche Medizinische Wochenschrift Nr.2, Jg. 1895, S. 21- 24. (Erstbeschreibung)
  • Tschauner, Christian (Hrsg.): Orthopädie und orthopädische Chirurgie: Becken, Hüfte, Thieme Verlag, 2003 ISBN 3-13-142491-5

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Trendelenburg-Zeichen — Trẹndelenburg Zeichen: 1) für Hüftleiden charakteristisches Absinken des Beckens nach der gesunden Seite hin, wenn der Patient auf dem kranken Bein steht und das gesunde anhebt. 2) charakteristisches Zeichen bei Krampfadern (wenn nach… …   Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke

  • Trendelenburg — Die Gelehrtenfamilie Trendelenburg ist durch folgende Persönlichkeiten hervorgetreten: Theodor Trendelenburg (1696–1765), deutscher Theologe und Superintendent Friedrich Wilhelm Trendelenburg (1761–1835), deutscher Jurist und Postkommissar… …   Deutsch Wikipedia

  • Trendelenburg-Lagerung — Die Trendelenburg Lagerung oder Beckenhochlagerung ist die Lagerung eines Patienten auf einem um etwa 45 ° geneigten Tisch, und zwar so, dass der Kopf unten, das Becken hoch liegt und Beine und Füße über die Tischkante hängen. Trendelenburg… …   Deutsch Wikipedia

  • Trendelenburg-Test — Der Trendelenburg Test, benannt nach Friedrich Trendelenburg (1844–1924), nicht zu verwechseln mit dem Trendelenburg Zeichen, dient als inzwischen historische klinische Untersuchung dem Nachweis einer unzureichenden Venenklappenfunktion. Wichtig… …   Deutsch Wikipedia

  • Brodie-Trendelenburg-Test — Der Trendelenburg Test, benannt nach Friedrich Trendelenburg (1844 1924), nicht zu verwechseln mit dem Trendelenburg Zeichen, dient als inzwischen historische klinische Untersuchung dem Nachweis einer unzureichenden Venenklappenfunktion. Wichtig… …   Deutsch Wikipedia

  • Friedrich Trendelenburg — Friedrich Adolf Albrecht Trendelenburg (* 24. Mai 1844 in Berlin; † 15. Dezember 1924 in Berlin Nikolassee) war ein deutscher Chirurg, Generalarzt und Geheimer Medizinalrat. Er war ein Pionier der Atemwegsicherung durch endotracheale Intubation… …   Deutsch Wikipedia

  • Perthes-Zeichen — Mit dem Perthes Test wird die Durchgängigkeit der tiefen Beinvenen und deren Kollateralen bzw. die Funktionsfähigkeit der Venenklappen geprüft (also im Rahmen der Diagnostik der Veneninsuffizienz). Er ist nach Georg Clemens Perthes (1869 1927)… …   Deutsch Wikipedia

  • Hinken — (umgangssprachlich: Humpeln; veraltet: Lahmen; lateinisch: Claudicatio/Hinken; lat.: claudicare/hinken) ist eine Abweichung vom normalen Gang, eine Form der ein oder beidseitigen Gangstörung, eine Asymmetrie des Ganges in seinen Distanz und… …   Deutsch Wikipedia

  • Glutaeus medius — Musculus gluteus medius großer und mittiger Gesäßmuskel Ursprung Außenfläche (Facies glut(a)ea) des Darmbeines (Os ilium), Darmbeinkamm (Crista iliaca) und seine Faszie (Aponeurosis glut(a)ea) …   Deutsch Wikipedia

  • Gluteus medius — Musculus gluteus medius großer und mittiger Gesäßmuskel Ursprung Außenfläche (Facies glut(a)ea) des Darmbeines (Os ilium), Darmbeinkamm (Crista iliaca) und seine Faszie (Aponeurosis glut(a)ea) …   Deutsch Wikipedia