United Nations Assistance Mission in Afghanistan


United Nations Assistance Mission in Afghanistan
UNAMA
Einsatzgebiet: Afghanistan
Deutsche Bezeichnung: Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan
Englische Bezeichnung: United Nations Assistance Mission in Afghanistan
Basierend auf UN-Resolution: 1401 (28. März 2002)
Weitere UN-Resolutionen: 1746 (23. März 2007), 1806 (20. März 2008)
Art der Mission: politische Mission
Leitung: Kai Eide
Lage des Einsatzgebietes:

Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan, kurz UNAMA (von engl. United Nations Assistance Mission in Afghanistan), ist eine politische Mission der Vereinten Nationen (UN), welche auf der am 28. März 2002 vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Resolution 1401 basiert. Das Mandat wurde 2007 durch Resolution 1746 und 2008 durch Resolution 1806[1] verlängert und ist nun bis zum 23. März 2009 befristet.

Leiter der Mission ist seit dem 27. März 2008 der Sonderbeauftragte für Afghanistan Kai Eide aus Norwegen. Seine Vorgänger waren Tom Koenigs, Jean Arnault und Lakhdar Brahimi. Der stellvertretende Sonderbeauftragte für Wiederaufbau ist Bo Asplund aus Schweden; der Kanadier Christopher Alexander ist stellvertretender Sonderbeauftragter für politische Angelegenheiten.

Die Mission, die vom Department of Peacekeeping Operations geleitet wird, hat etwa 1.000 meist afghanische Mitarbeiter. Das Hauptquartier ist in Kabul. Es gibt acht regionale Büros, mehrere Unterbüros und Verbindungsbüros in Islamabad und Teheran.

Inhaltsverzeichnis

Politische Aufgaben

Vom 12. bis zum 19. Juni 2002 wurde eine Loja Dschirga (Emergency Loya Jirga) auf dem Gelände der Polytechnischen Hochschule Kabul abgehalten. Ihre 1.670 Delegierten bestimmten Hamid Karzai zum Präsidenten der Übergangsregierung von Afghanistan. Die Special Independent Commission for the Convening of the Emergency Loya Jirga[2] mit ihren 20 afghanischen Mitgliedern[3] legte in Kooperation mit den Vereinten Nationen die Regeln für diese Wahl fest. Die Vorbereitungen begannen im April 2002, wobei 50 UNAMA Mitarbeiter und weitere internationale Beobachter den Prozess im gesamten Land und bei den Flüchtlingen außerhalb des Landes organisierten und beobachteten.

Eine verfassunggebende Loya Jirga fand dann am 4. Januar 2004 statt. 502 Delegierte beschlossen eine von einer neun-köpfigen Kommission[4] ausgearbeiteten Verfassung.

Des Weiteren bestand die Aufgabe der UNAMA darin, die Wahl zum Präsidenten am 9. Oktober 2004 und die Wahl des Parlamentes am 18 September 2005 zu begleiten. Beide Wahlen wurden vom Joint Electoral Management Body (JEMB), einer aus Afghanen und Vertretern der Vereinten Nationen gebildeten Kommission, organisiert. Für die Parlamentswahl gab es zusätzlich eine Kommission (Media Commission), die den Zugang der Kandidaten zu den Medien überwachte, und eine Kommission (Electoral Complaints Commission), welche Beschwerden zur Wahl überprüfen sollte.

Flüchtlinge und Wiederaufbau

Die UNAMA koordinierte die Bemühungen der anderen UN-Organisationen (wie z. B. dem UNHCR) und der nationalen und internationalen NGOs. In Kooperation mit der afghanischen Übergangsregierung wurden so mehr als 1 Million Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr nach Afghanistan unterstützt. Des Weiteren wurde die Verteilung von Nahrung, Dünger und Saatgut überwacht.

Quellen

  1. Wortlaut der Resolution 1806 des UN-Sicherheitsrats
  2. eurasianet.org: Regeln für die Wahl der Mitglieder der Emergency Loya Jirga (eng.)
  3. un.org: Mitgliederliste der Special Independent Commission
  4. unama-afg.org: Mitgliederliste der verfassungsausarbeitenden Kommission

Weblinks


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