Universität für Weiterbildung Krems

Universität für Weiterbildung Krems

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Universität für Weiterbildung Krems
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Motto Lifetime Learning
Gründung 1994
Trägerschaft staatlich
Ort Krems an der Donau, Österreich
Rektor Jürgen Willer
Studenten 5.692 (2010)
Mitarbeiter 445 (2010), davon 204 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter
Website www.donau-uni.ac.at

Die Universität für Weiterbildung Krems[1] (bis 30. März 2004: Universitätszentrum für Weiterbildung mit der Bezeichnung Donau-Universität Krems) ist eine staatliche Universität in Krems an der Donau, die berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge anbietet. Das Studienangebot ist, entsprechend den Fakultäten der Universität, in fünf Bereiche gegliedert, wobei der Bereich „Gesundheit und Medizin“ mit rund 56 Prozent der Studierenden der größte ist.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im April 1994 wurde die Donau-Universität Krems als „Universitätszentrum für Weiterbildung“ gegründet, der Lehrbetrieb wurde im Oktober 1995 mit 93 Studierenden und drei Studiengängen aufgenommen. Am 1. April 2004 trat das neue Bundesgesetz über die Universität für Weiterbildung Krems in Kraft, das sich weitgehend am Universitätsgesetz 2002 orientiert. Die offizielle Bezeichnung der Donau-Universität Krems wurde mit diesem Gesetz in „Universität für Weiterbildung Krems“ geändert, erstmals erhielt die Universität das Recht, eigene Universitätsprofessoren zu berufen.[3] Die Spezialisierung auf postgraduale Universitätslehrgänge blieb bestehen.[4]

Seit Bestehen der Universität haben mehr als 11.000 Studierende eine postgraduale Ausbildung abgeschlossen, über 5.500 Studierende aus rund 80 Ländern studieren derzeit in einem von mehr als 200 Lehrgängen.[2]

Studienangebote

Donau-Universität Krems, Altbau

Die Universität für Weiterbildung Krems hat vom Staat Österreich den gesetzlichen Auftrag, der im Zusammenhang mit Weiterbildung stehenden wissenschaftlichen Lehre und Forschung zu dienen. Das Lehrangebot ist per Gesetz auf Universitätslehrgänge für Weiterbildung beschränkt. Das Lehrangebot der Universität für Weiterbildung Krems umfasst folgende Themenbereiche:

  • Gesundheit und Medizin
  • Kommunikation und Globalisierung
  • Wirtschaft und Recht
  • Bildung und Medien
  • Kunst, Kultur und Bau

In diesen Bereichen werden Master-Programme sowie verschiedene Lehrgänge und Seminare (mit und ohne Abschluss mit akademischem Grad) angeboten.[5]

Lage und Campus

Campus Krems
Bahnstation am Campus Krems

Ihren Standort hat die Donau-Universität Krems in der Wachau, einem Abschnitt des Donautals in Niederösterreich, der von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ein Teil der Universität ist in der revitalisierten ehemaligen Tabakfabrik Krems-Stein, einem charakteristischer Industriebau des beginnenden 20. Jahrhunderts, untergebracht. Der dreistöckige Stahlbetonskelettbau in der Formensprache eines "dritten Barock" wurde zwischen 1919 und 1922 nach Plänen des Architekten Paul Hoppe errichtet und Anfang der 1990er-Jahre unter größtmöglicher Schonung der historischen Bausubstanz vom österreichischen Architekten Manfred Wehdorn umgestaltet. [6]

2005 erhielt die Donau-Universität Krems im Zuge der Fertigstellung des Campus Krems zusätzliche Lehr- und Forschungsräume, eine neue Bibliothek, eine neue Mensa und ein Audimax. Weiters wurden auf dem 34.000 Quadratmeter großen Campus-Gelände ein Programmkino mit Restaurant und ein Appartementhaus eingerichtet. Den Campus Krems, der vom in Paris arbeitenden österreichischen Architekten Dietmar Feichtinger geplant wurde, teilt sich die Donau-Universität Krems mit der IMC Fachhochschule Krems, der Österreichischen Filmgalerie und der NÖ Bildungsgesellschaft. [7]

Seit 2002 besitzt die Donau-Universität Krems eine Außenstelle im Stift Göttweig, verbunden mit dem Auftrag, die Graphische Sammlung des Stiftes (30.000 Werke) zu erschließen.

Eine Erweiterung westlich des Campus (der so genannte „campus west“ mit einem Hotel, Gastronomie, Büros und einem Parkhaus) wurde im August 2008 fertig gestellt.

Organisation

Campus Krems

Finanzierung

Erhalter der Universität für Weiterbildung Krems sind die Republik Österreich und das Land Niederösterreich gemeinsam. Die Finanzierung erfolgt zum Teil durch Studiengebühren, die die variablen Lehrgangskosten decken müssen (§ 10 DUK-Gesetz).[8]

Rechtliche Bestimmungen

Für die Universität für Weiterbildung Krems gelten weitgehend die Bestimmungen des österreichischen Universitätsgesetzes 2002, allerdings mit einigen Ausnahmen, die im "DUK-Gesetz 2004" formuliert sind.[9] So hat die Universität weder Promotions-, noch Habilitationsrecht. Des Weiteren werden nur Universitätslehrgänge für Weiterbildung angeboten.

Rektorat

Rektor der Universität für Weiterbildung Krems ist Jürgen Willer, Vizerektorin Viktoria Weber [10].

Im Februar 2007 trat Rektor Helmut Kramer wegen Auffassungsunterschieden über die strategische Führung zurück[11]. Im Mai 2007 wurde Heinrich Kern zum neuen Rektor bestellt. Die interimistische Leiterin, Vizerektorin Ada Pellert, schien im Dreiervorschlag nicht auf, was zu Protesten im Senat und zum Vorwurf der Verletzung der Gleichbehandlungsrichtlinien führte[12]. Im August 2007 wurde vom Universitätsrat verlautbart, dass die Diskussionen um die Rektorenernennung auf ein Strukturproblem zurückzuführen sei. Es wurde beschlossen, dass der Bereich Medizin und Life Science aus der Universität für Weiterbildung Krems in eine neu zu gründende Privatuniversität für Medizin ausgelagert werden soll. Kern wurde gebeten, sich um die Führung der zukünftigen Privatuniversität zu bewerben, Pellert wurde aufgefordert, sich um das Rektorat der Universität für Weiterbildung Krems zu bewerben.[13] Am 17. Dezember 2007 bestellte der Universitätsrat zwei neue Vizerektoren: Hanna Risku wurde Vizerektorin für den Bereich Lehre, Jürgen Willer übernahm die Forschungsagenden. Ada Pellert blieb Vizerektorin und leitete den Bereich Strukturfragen. [14] Im April 2008 kündigten die Vizerektorinnen Ada Pellert und Hanna Risku den Rücktritt von ihren Funktionen mit Juli 2008 an. Als Begründung werden nicht eingehaltene Vereinbarungen genannt. [15] Ende August 2008 trat Rektor Heinrich Kern zurück. Der bisherige Vizerektor Jürgen Willer wurde im Dezember 2008 zu seinem Nachfolger gewählt und trat sein Amt mit Jänner 2009 an.[16]

Departments

Die Universität für Weiterbildung Krems ist in 17 Departments gegliedert:[17]

  • Department für Arts und Management
  • Department für Bauen und Umwelt
  • Department für Bildwissenschaften
  • Department für Europäische Integration und Wirtschaftsrecht
  • Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie
  • Department für Governance und Public Administration
  • Department für Information und Knowledge Engineering
  • Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien
  • Department für Interdisziplinäre Zahnmedizin und Technologie
  • Department für Klinische Medizin und Biotechnologie
  • Department für Klinische Medizin und Präventionsmedizin
  • Department für Migration und Globalisierung
  • Department für Politische Kommunikation
  • Department für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
  • Department für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement
  • Department für Wirtschafts- und Managementwissenschaften
  • Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement

Quellen

  1. § 2 DUK-Gesetz 2004 im Rechtsinformationssystem des Bundes
  2. a b http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/ueberuns/zahlen/index.php
  3. http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/ueberuns/chronik/index.php
  4. § 5 DUK-Gesetz 2004 im Rechtsinformationssystem des Bundes
  5. http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/index.php
  6. http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/ueberuns/chronik/tabakfabrik/index.php
  7. http://www.donau-uni.ac.at/campus
  8. § 10 DUK-Gesetz 2004 im Rechtsinformationssystem des Bundes
  9. § 10 DUK-Gesetz 2004 im Rechtsinformationssystem des Bundes
  10. http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/rektorat/index.php
  11. http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/news/archiv/09753/index.php
  12. http://www.diepresse.com/home/politik/innenpolitik/322239/index.do
  13. http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/news/archiv/10649/index.php
  14. http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/presse/archiv/11193/index.php
  15. http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/387764/index.do?from=simarchiv
  16. http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/rektorat/rektor/index.php
  17. http://www.donau-uni.ac.at/de/department/index.php

Weblinks


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См. также в других словарях:

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