VMware Fusion


VMware Fusion
VMware, Inc.
VMware-Logo
Unternehmensform Corporation (Aktiengesellschaft), 90% der Aktien im Besitz von EMC Corporation
ISIN US9285634021
Gründung Kalifornien 1998
Unternehmenssitz the United Statesthe United States Palo Alto, Kalifornien, USA
Branche Softwareentwicklung
Website

www.vmware.com

VMware, Inc., ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Software im Bereich der Virtualisierung herstellt. Die Firma wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, eine Technik zu entwickeln, virtuelle Maschinen auf Standard-Computern zur Anwendung zu bringen. Das bekannteste Produkt ist VMware Workstation.

Inhaltsverzeichnis

Produkte

VMware Workstation

VMware Workstation ist das erste und bekannteste Produkt der Firma VMware.

Hauptartikel: VMware Workstation

VMware Server mit Windows XP als Gast-OS

VMware Server-Produkte

Für den Betrieb von Servern in virtuellen Maschinen gibt es das kostenlose Einstiegsprodukt VMware Server und die Programmsuite VMware Infrastructure. Letztere beinhaltet den ESX Server und das VirtualCenter sowie weitere optionale Komponenten (HA, DRS).

VMware Server ist der Nachfolger von VMware GSX. Der Hersteller bietet optional einen technischen Kundendienst an, eine Anbindung an VirtualCenter ist ab Version 2.0 nicht mehr möglich. VMware GSX und VMware Server sind Hosted-Produkte, das heißt, sie benötigen ein Wirtsbetriebssystem (Windows oder Linux).

Der VMware Server unterstützt Multiprozessorsysteme und Intel64 / AMD64 und ist kostenlos (allerdings fordert der Hersteller eine Registrierung der Kunden).

VMware ESX Server basiert auf einem eigenem Kernel, der um Linux Treiber erweitert wurde und daher kein Wirtsbetriebssystem benötigt [1] (sog. bare metal). Diese Version ist für den Einsatz in Rechenzentren gedacht. Ein Verkaufsargument ist die Platz- und Kosteneinsparung, die durch Konsolidierung der Server erreicht werden kann. VMware Infrastructure in der Version 3 bietet als Option eine Hochverfügbarkeitslösung (HA) und eine automatische Lastverteilung (DRS). Seit Ende Juli 2008 ist der VMware ESX Server in der Version 3i auch in einer kostenlosen Version verfügbar. Generell arbeitet VMware ESX Server nur auf spezieller, von VMware offiziell unterstützter, Server-Hardware. Allerdings gibt es auch Non-Server-Hardware, auf der das System läuft.

Wichtige Kriterien für ein lauffähiges System sind die Typen von North- und Southbridge. Der VMware ESXi läuft anscheinend noch nicht mit den neuen Chipsätzen der 3er- und 4er-Reihe und auf Systemen mit ICH8 und neuer (bis ICH7 läuft der Hypervisor).

Mittlerweile lassen sich mit VirtualCenter komplette virtuelle Infrastrukturen darstellen. Das bedeutet, dass man z. B. in einem Netzwerk 40 virtuelle Server sieht, es tatsächlich aber nur zwei physische Server gibt.

VirtualCenter

VirtualCenter ermöglicht die zentrale Administration mehrerer VMware-Server und ESX-Server und deren virtueller Maschinen. Man braucht sich nicht mehr mit jeder Administrationskonsole eines jeden Servers bzw. einer jeden virtuellen Maschine zu verbinden.

  • zentrale Administration der ESX Server und aller virtuellen Maschinen
  • Performance-Messungen der ESX Server und der VMs
  • Voraussetzung für den Einsatz von VMotion, DRS und HA.
  • Überwachung der Server und Alarmierung

Die Software VirtualCenter besteht aus einer Serverkomponente mit Datenbank (MSDE, Oracle, MS-SQL-Server), einem oder mehreren Clients und den Agenten für die Hosts. Die Kommunikation der Clients mit dem Server erfolgt über Web Services oder mittels einer speziellen Software (VMware Virtual Infrastructure Client).

VMotion

Die Software VMotion ermöglicht im Zusammenspiel mit dem VirtualCenter den Umzug laufender virtueller Maschinen zwischen ESX-Servern. Der Einsatz eines Storage Area Network, in dem die virtuellen Festplatten (Abk. VMDK) auf einem Shared Storage liegen, ist hierfür eine zwingende Voraussetzung. Ab Version 3.0 des ESX Servers funktioniert VMotion auch mit einem NFS-Server oder einem iSCSI-SAN.

Die Verteilung der VMotion-Agenten auf den Hosts übernimmt das VirtualCenter. Dabei muss für jeden Host ein dedizierter virtueller Switch mit Anbindung an eine physikalische Netzwerkkarte vorhanden sein. Über das so erschaffene „Management-Netz“ werden die Daten beim Umzug eines Servers übertragen.

Dieser Umzug findet so statt, dass lediglich der in Benutzung befindliche Hauptspeicher kopiert wird. Die virtuelle Festplatte bleibt immer auf dem geteilten Festplattensystem (Fibre Channel SAN bei ESX2, Fibre Channel, iSCSI, NFS bei ESX3).

Auf den Hauptspeicher der virtuellen Maschine wird ein REDO-Log gesetzt, d. h., alle lesenden Zugriffe finden weiterhin auf den existierenden Hauptspeicher statt. Schreibende Zugriffe werden hingegen in einen Logging-Bereich umgeleitet. Der schreibgeschützte Teil des Speichers kann nun über die Netzwerkverbindung beider Server auf das Zielsystem kopiert werden. Ist er dort angekommen, wird auf dem Quellsystem ein neuer Logbereich eröffnet, und der erste wird schreibgeschützt. Nun wird dieser Teil kopiert und auf dem Zielsystem an den dort bereits befindlichen Teil angehängt. Anschließend wird auf dem Quellsystem die erste Log-Datei hinzugefügt und eine weitere erstellt. Dieser Vorgang wird so lange durchgeführt, bis nahezu der gesamte Hauptspeicher der virtuellen Maschine auf dem Zielsystem angekommen ist. Je mehr die Maschine also im Hauptspeicher arbeitet, desto länger dauert der Migrationsprozess.

Wenn nur noch wenig eigener, nicht kopierter Speicher auf dem Quellsystem vorhanden ist, wird auf dem Zielsystem eine Bitmap mit Verweisen auf das Original erstellt. Damit ist (virtuell) der gesamte Inhalt des Hauptspeichers der virtuellen Maschine auf dem Zielsystem angekommen. Da als Voraussetzung für ein VMotion ein gemeinsam genutztes Storage Area Network gilt, kann nun auf dem Zielsystem die virtuelle Maschine eingeschaltet werden. Es wird aber zuvor ein ARP-„offer“ im Netzwerk durchgeführt, damit die zweite Maschine bereits bekannt ist und die Netzwerkverbindungen unterbrechungsfrei fortgesetzt werden können. Danach wird die Zielmaschine eingeschaltet und die Quellmaschine gestoppt. Wenn das Netzwerk groß ist, kann unter Umständen ein Ping-Paket verlorengehen, mit dem man manchmal die Maschinenverfügbarkeit testet. Allerdings bleiben alle bereits hergestellten Netzwerkverbindungen geöffnet.

Anschließend wird der restliche Speicher von der Quell- auf die Zielmaschine kopiert und das Quellsystem abgeschaltet. Sollte im letzten Teil ein Problem auftreten, so kann die Quellmaschine weiterlaufen, und die Zielmaschine wird wieder gelöscht. Damit hat zwar keine Migration stattgefunden, aber der Betrieb der virtuellen Maschine wurde nicht unterbrochen.

DRS

Mit VMware DRS (Distributed Resource Scheduler) wird die Auslastung von Ressourcen-Pools ständig überwacht und verfügbare Ressourcen werden intelligent auf die virtuellen Maschinen verteilt. Dazu nutzt das System vordefinierte Regeln, die die Bedürfnisse und sich verändernden Prioritäten des Unternehmens widerspiegeln. Wenn die Ressourcen der virtuellen Maschine beschränkt sind, wird zusätzliche Kapazität verfügbar gemacht, indem virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb mit VMware VMotion auf einen anderen physischen Server migriert werden.

VMware ThinApp

VMware ThinApp ist eine Applikationsvirtualisierungslösung mit der z.B. verschiedene Versionen praktisch jeder Anwendung auf jedem Windows-Betriebssystem ohne Konflikte betrieben werden können. ThinApp basiert auf der Thinstall-Technik, der Lösung für die zentralisierte Applikationsvirtualisierung.

Mit der Software entfällt laut Anbieterangaben die Notwendigkeit von auf physischen oder virtuellen PCs vorinstallierter Software oder von Verwaltungs-Tools für den Applikationsbetrieb.

ThinApp verpackt Applikationen in gängige Formate (.MSI oder .EXE), die zwecks Softwarelizenzmanagement, Applikationsbetrieb, Revision und Compliance in die vorhandene Infrastruktur eingefügt werden können. Die Software kann eine Applikation zugleich als Streaming von einem Netzwerk aus liefern oder von einem Terminalserver aus darstellen, an einen USB Stick (z.B. für einen freien Mitarbeiter) oder mittels Standard-Softwareauslieferungsprogramm verteilen, das wenig oder gar keine Integration erfordert. Die Lösung liefert zwei neue Funktionen, die das Management virtueller Anwendungen vereinfachen sollen: Application Link für die Kommunikation zweier virtualisierter Applikationen miteinander und Application Sync für die Aktualisierung virtueller Applikationen auf externen Systemen oder Endgeräten.

ThinApp hilft laut Anbieter IT-Administratoren zudem, Applikationen zu verwalten, die nicht zugleich auch in Gemeinschaftsumgebungen laufen, wie Microsoft Terminal Server. Durch Aufsetzen je einer eigenen Instanz mit individueller „Sandbox“ läuft jede Applikation im Kontext der spezifischen Anwendersitzung, ohne modifiziert werden zu müssen. Umgekehrt sind andere Anwender nicht betroffen, wenn bei einem Einzelnen die Anwendung „abbricht“.

VMware bietet ThinApp inklusive eines Exemplars von VMware Workstation und 50 Clientlizenzen zum Preis von 8187,50 US-Dollar an. Die Clientlizenzen kosten 63,86 US-Dollar pro Endpunkt. Das Produkt ist in Version 4.0 im Juli 2008 erschienen.

VMware Player

VMware bietet mit dem VMware Player eine kostenlose Software, mit der man bereits fertig eingerichtete virtuelle Maschinen „abspielen“ kann. Im Virtual Machine Center lassen sich zudem komplette VMware-Images herunterladen, die dann beispielsweise mit dem VMware Player benutzt werden können. So ist es möglich, sich ohne Kostenaufwand beispielsweise eine Linux-Umgebung unter Windows einzurichten.

VMware Converter

VMware Converter ist ein Migrations-Tool für Windows-Systeme und Nachfolger von VMware P2V (physical-to-virtual) Assistant. VMware Converter ist in zwei Versionen erhältlich, einer kostenlosen Starter-Edition, die nur jeweils eine Umwandlung zulässt, sowie einer kostenpflichtigen Enterprise-Edition, die mehrere Umwandlungen gleichzeitig ermöglicht und überwacht. Die Enterprise Edition verfügt zusätzlich über die Möglichkeit, ein stehendes System per Speicherabbild in eine virtuelle Maschine umzuwandeln, während die Starter-Edition nur direkt aus dem laufenden System heraus Umwandlungen vornehmen kann.

VMware Fusion

VMware Fusion ist ein mit VMware Workstation vergleichbares Produkt für Apple-Mac-Rechner mit Intel Prozessor und dem Betriebssystem Mac OS X. Damit können parallel zu Mac OS X und ohne nennenswerte Leistungseinbußen auch die Betriebssysteme Windows oder Linux in VMs laufen. Da VMware-Produkte aktuell nur für die x86-Architektur verfügbar sind, gibt es Fusion nicht für ältere Mac Rechner mit PowerPC-Prozessoren.

VMware ACE

VMware ACE dient dazu virtuelle Maschinen zu verteilen, die dann von einem ACE Management Server zentral verwaltet werden können. Die virtuellen Maschinen können mit speziellen Sicherheitsrichtlinien versehen werden, mit denen einstellbar ist, wer wann welche virtuelle Maschine verwenden darf und auf welche Systemressourcen, wie zum Beispiel Netzwerkdienste, Laufwerke und Drucker, zugegriffen werden kann. ACE ist eine Erweiterung von der Workstation-Version und existiert in drei Varianten, die sich im wesentlichen durch die Anzahl der Client-Lizenzen unterscheiden, zudem fehlt in der einfachsten Variante der ACE Management Server.

Einsatzgebiete

Im Bereich der Softwareentwicklung erleichtern virtuelle Maschinen den Entwicklungsprozess, da verschiedene Instanzen gleichzeitig parallel laufen können. Damit können verschiedene Entwicklungs-Stände bequem getestet werden. Durch Snapshots können Wiederanlaufpunkte gesichert werden, zu denen wieder zurückgekehrt werden kann. Die Installationen werden als Image-Dateien abgelegt und können damit über eine Netzwerkanbindung verschiedenen Entwicklern mit gleichem Stand zur Verfügung gestellt werden.

Da sich mit VMware auch ältere Betriebssysteme in aktuelle Systeme einbinden lassen, kann ältere Software in der Emulation uneingeschränkt genutzt werden, solange keine problematischen Hardwarezugriffe auftreten (wie z. B. in einigen Grafikanwendungen).

VMware kann auch als Brücke von Windows zu Linux dienen, da sich jedes beliebige Windows-Betriebssystem in alle gängigen Linux-Varianten einbinden lässt. Somit können sämtliche Windows-Programme unter Linux eingesetzt werden, ohne dass zwei Betriebssysteme parallel auf unterschiedlichen Festplattenpartitionen installiert werden müssen. Das virtualisierte Windows-Betriebssystem kann einfach als „Fenster“ innerhalb von Linux aufgerufen werden, während man zugleich auf Linux weiterarbeitet. Natürlich lassen sich auch Linux und andere Betriebssysteme in die Windows-Umgebung integrieren.

Wer einen eigenen Server im Internet mit vollen Administratorrechten betreiben will und dafür nicht einen eigenen dedizierten Server mieten, sondern seinen eigenen Home-PC nutzen möchte, dem kann VMware ebenfalls gute Dienste leisten. Um den eigenen Rechner nicht direkt dem Internet auszusetzen, aber dennoch Kosten für einen weiteren Server und eine Firewall zu sparen, werden Home-PC, Firewall und Internet-Server als unterschiedliche Rechner in einem virtuellen Netzwerk abgebildet. Ein umfangreicher Artikel zu diesem Thema ist in der vom Heise-Verlag herausgegebenen Computer-Zeitschrift c't (Ausgabe 20/2005) erschienen.

Ein weiterer großer Vorteil liegt im Disaster Recovery. Da ein virtueller Server ganz einfach wie ein Verzeichnis kopiert werden kann (mitsamt allen Einstellungen), kann man dieses zum Beispiel auf externen Festplatten speichern. Im Bedarfsfall können so ganze Serverlandschaften mitsamt allen Einstellungen binnen kürzester Zeit auf Ersatzgeräte (auf denen VMware installiert ist) kopiert und gestartet werden. Die zeitaufwendige und kostspielige Rekonstruktion der Feineinstellungen entfällt somit komplett.

Da die Gastsysteme in virtuellen Maschinen laufen, die – außer der CPU – immer die völlig gleiche virtuelle Hardware für die Betriebssysteme darstellen, sind Umzüge des Wirtssystems von einer Hardware auf eine andere völlig unproblematisch und durch einfaches Kopieren der VMware-Dateien möglich. Dieses ist insbesondere für Windows-Systeme vorteilhaft, macht aber bei Windows XP durch die durchgereichte CPU Probleme, da ein Umzug auf einen anderen Prozessor unter Umständen eine erneute Aktivierung erfordert.

Netzwerkkonfiguration

VMware bietet drei Möglichkeiten, die Netzwerkressourcen des Hosts zu nutzen. Je nach Anforderungen wird man eine dieser Möglichkeiten auswählen.

  • Bridge: Hier benutzt der Gast die Netzwerkverbindung des Hosts mit einer eigenen IP in dessen lokalem Netz. Das kommt der Installation eines separaten Rechners gleich - auch von außen her gesehen.
  • NAT: Der Gast bekommt eine IP in einem von VMware dafür eingerichteten privaten Netz, in dem auch der Host ist; der Host wird als Default-Gateway eingetragen. Via Adressübersetzung kann der Gast auf die Ressourcen des Hosts-Netzes zugreifen. Dabei hat er die gleichen Privilegien wie der Host – z. B. Freischaltung für Irc-Chat. Ressourcen des Gasts, z. B. Windows-Freigaben, sind nur vom Host aus unter der privaten IP des Gasts erreichbar. Von außen her ist nur eine IP sichtbar; dass sich dahinter mehrere Systeme befinden, kann nur durch inhaltliche Analyse des Datenverkehrs bemerkt werden.
  • Host only: Auch hier richtet VMware ein privates Netz ein. Es werden jedoch keine Regeln definiert, die dem Gast erlauben, dieses private Netz zu verlassen. Wenn zusätzliche Verbindungen gewünscht sind, müssen diese auf dem Host durch Routing (Forwarding) explizit hergestellt oder als Serverdienst (z. B. Proxy) realisiert werden. Diese Methode eignet sich vorzüglich, um einen dedizierten Server im lokalen Netz zu betreiben. Beispielsweise würde man für einen Terminalserver nur den Port für RDP freischalten. Damit wäre die Maschine für ihren eigentlichen Bestimmungszweck im Netz erreichbar, während z. B. Viren, die sich über andere Ports verbreiten, beim Host landen würden. Auch für private Zwecke eignet sich diese Methode, da damit verhindert werden kann, dass der Gast unbemerkte IP-Verbindungen (z. B. für Spamversand) aufbaut. Von außen her gesehen liegen die Dinge ähnlich wie bei NAT, nur muss hier auf Port-Ebene analysiert werden.

Anmerkung: Natürlich erhalten unterschiedliche Gastsysteme unterschiedliche private Netze, die nur miteinander kommunizieren können, wenn es ausdrücklich gewünscht ist.

Dateisystem

In der Standardversion stellt VMware den Gastmaschinen ein eigenes Dateisystem zur Verfügung, das innerhalb des Dateisystems des Hosts angelegt wird. Die VMware-Dateien sind dort als Blöcke (normalerweise 2 GB) sichtbar; einzelne Dateien können nicht gelesen und manipuliert werden. Mittels sogenannter Schnappschüsse (Snapshots) kann man ein Abbild ("Image") des laufenden Systems herstellen und bei Bedarf zurückspielen. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn man eine größeres System-Aktualisierung ("update") plant und unter Umständen wieder zur ursprünglichen Konfiguration zurückkehren möchte.

Portabilität

Da die Gastsysteme auf einer abstrakten Maschine laufen, gestalten sich, wie oben schon erwähnt, Umzüge auf andere Hardware problemlos. Es genügt in der Regel, das Image zu kopieren und dann die virtuelle Maschine neu zu starten. Außerdem lässt sich mit Hilfe von ACE eine Installation auf einem portablen Datenträger erstellen, die auch ohne die Installation von VMware ausführbar ist. Gelegentlich, aber nicht immer, verlangt das Gast-Betriebssystem nach erneuter Aktivierung. Innerhalb der VM-Versionen besteht Aufwärts-Kompatibilität; Installationen einer früheren Version können problemlos in eine neuere portiert werden. In umgekehrter Richtung ist diese Eigenschaft eingeschränkt. Die bordeigenen VMware-Tools bieten aber die Möglichkeit, bei der Installation eine Abwärts-Kompatibilität vorzusehen.

Sicherheit

Die Sicherheit von VMware-Anwendungen hängt davon ab, wie gut (oder schlecht) Host und Gäste gegeneinander abgeschottet sind.

In der Vergangenheit wurden bereits Sicherheitslücken bekannt, die es dem Gast erlauben, seine Umgebung zu verlassen und damit in das Hostsystem einzudringen.

Vergleichbare Produkte

Microsoft bietet mit dem für Windows kostenlosen Produkt VirtualPC und dem Produkt Microsoft Virtual Server eine vergleichbare Software an, die allerdings nicht für Linux erhältlich ist. Es existiert auch eine Version für Mac OS X für PowerPCs, deren Portierung auf OS X für Intel-Macs aber nicht geplant ist.

Sun Microsystems bietet mit VirtualBox ebenfalls eine Virtualisierungssoftware an. Von der Funktionalität her ist VirtualBox mit der VMware Workstation vergleichbar. Es gibt Versionen für Windows-, Mac OS X- und Linux-Systeme. Neben der kommerziellen Version, die für die private Nutzung und Evaluierung kostenlos ist, gibt es VirtualBox auch in einer Open-Source-Version, die allerdings auf einige in der kommerziellen Version enthaltenen Leistungsmerkmale verzichten muss.

Ein weiterer Anbieter ist die Firma Parallels, die mit Parallels Workstation ein Produkt für Windows, Linux und Mac OS X auf Intel-CPUs anbietet.

Freie Alternativen zu VMware sind die Emulatoren Bochs, QEMU, Mac on Mac für Macintosh-Computer und Mac-on-Linux für PowerPC-Rechner sowie Virtualisierungssoftware wie Xen, User Mode Linux, OpenVZ, Moka5 oder KVM.

Die Parallels Container Suite steht für Linux und Windows 32/64 Bit zur Verfügung. Parallels Container stellen im Gegensatz zu auf Hypervisor basierenden Techniken (VMware, XEN..) eine OS-Virtualisierung dar. Die virtuellen Container arbeiten dabei besonders performant und ressourcenschonend. CPU, RAM, Plattenplatz und weitere Parameter sind im Gegensatz zum Hypervisor im laufenden Betrieb und ohne Unterbrechung veränderbar. Die Container sind ausschließlich vom gleichen Typ des Hostsystems (Linux, Windows Server), bei Windows besteht Gleichheit bis zum Servicepack. Daher setzt Parallels möglichst konsolidierte OS-Umgebungen voraus.

Vergleichbare Produkte für andere Plattformen

Auf POWER-Plattformen ist Servervirtualisierung seit 1999 standardmäßig implementiert. Die Virtualisierungsschicht (Hypervisor) ist dort Teil des „BIOS“. Das Gesamtkonzept heißt PowerVM. In den Betriebssystemen AIX und i5/OS heißen virtuelle Maschinen LPARs. Seit der Prozessorgeneration POWER6 ist in AIX6 Partition Mobility integriert, vergleichbar mit unterbrechungsfreiem VMotion.

Erweiterungen

Ein Programm namens VMX-Builder erlaubt die Erstellung virtueller Maschinen unter Windows 2000, XP und Vista. Es ist als Erweiterung des kostenlosen VMware-Players gedacht und ersetzt mit diesem weitgehend die VMware-Workstation. Das Programm ist kostenlos, wird im Internet zum Herunterladen angeboten und im Rahmen kostenloser Softwaresammlung auf CD/DVD verbreitet. Das Programm stammt nicht von VMware, sondern wurde von Programmierern als Ersatzlösung für die teure Workstation entwickelt.

Um den Player optimal an die Treiberarchitektur des jeweiligen Systems anzupassen, ist es empfehlenswert, die ebenfalls kostenlosen VMware Tools zu installieren. VMware bietet auch virtuelle Maschinen mit installierter Linuxdistribution, die im VMware Player gestartet werden können, an. Auch Browser-Appliances zum gefahrlosen Surfen sind verfügbar.

Entwicklung des Unternehmens

Die Verkaufszahlen des Unternehmens haben sich insbesondere seit der Etablierung von Virtualisierung bei großen Firmen rasant entwickelt. Weil sich dieses Wachstum nicht genug im Aktienkurs der Mutter EMC niedergeschlagen hat, brachte EMC VMware Inc. am 14. August 2007 an die Börse (das Unternehmen verkaufte 10 % der VMware-Aktien, insgesamt 33 Millionen Stück). Die Aktien schossen an der New Yorker Börse am Ausgabetag um 86 Prozent in die Höhe, bei einem Ausgabepreis von 29 US-Dollar. Am Schluss des Emissionstages notierte der Kurs in New York bei 53,99 US-Dollar. Damit war VMware am ersten Handelstag rund 19,1 Milliarden US-Dollar wert.

Literatur

  • Roland Runge, Christian Sturm, Stefan Wißkirchen, Nadin Ebel, Joachim Groh, Oliver Höller, Carsten Mewes: VMware Infrastructure 3 im Business-Umfeld: Virtualisierung von mittleren und großen Umgebungen mit VMware ESX 3.5 und ESXi 3.5. Addison-Wesley, Reihe net.com, ISBN 978-3-8273-2698-0
  • Cherif, Antoni Nadir: Windows auf dem Macintosh - Mac OS X 10.5, Boot Camp & Co: SmartBooks, Baar/Schweiz, 2008, ISBN 978-3-908497-77-6
  • Sven Ahnert: Virtuelle Maschinen mit VMware und Microsoft – Für Entwicklung, Schulung, Test und Produktion – 2. Auflage, Addison-Wesley, Reihe net.com, ISBN 3-8273-2535-8 Inkl. DVD mit VMware Produkten, Skripten, Tools und Beispiel-VMs
  • Dirk Larisch: Praxisbuch VMware Server (Best Practices) Hanser-Verlag, ISBN 3-446-40901-7
  • Dirk Larisch: Praxisbuch VMware Server 2 (Best Practices) Hanser-Verlag, ISBN 3-446-41558-0
  • Ron Oglesby, Scott Herold: VMware Esx Server: Advanced Technical Design Guide. Brianmadden, ISBN 0-9711510-6-7 (englisch)
  • Dennis Zimmer: VMware ESX Galileo Press, ISBN 3-8362-1084-3
  • Dennis Zimmer: VMware und Microsoft Virtual Server. Galileo Press, ISBN 3-89842-701-3
  • Dennis Zimmer: VMware Server und VMware Player. Galileo Press, ISBN 3-89842-822-2

Weblinks

Deutsch

Einzelnachweise

  1. Info von vmware.com

Wikimedia Foundation.

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