Verallgemeinertes lineares Modell


Verallgemeinertes lineares Modell

Generalisierte Lineare Modelle (GLM) stellen eine Verallgemeinerung der klassischen linearen Modelle dar. Während man in linearen Modellen annimmt, dass die Zielvariable normalverteilt ist, kann sie in GLMs eine Verteilung aus der Klasse der exponentiellen Familien besitzen. Diese Verteilungsklasse beinhaltet neben der Normalverteilung auch die Binomial-, Poisson-, Gamma- und inverse Gaußverteilung. Ob eine Verteilung zur Klasse der exponentiellen Familien gehört, muss im Einzelfall geprüft werden.

Die GLMs bestehen aus drei Komponenten. Diese werden im Folgenden näher erklärt:

  • Zufallskomponente: Wie bei den klassischen linearen Modellen ist man an einem Response \underline{Y}=(Y_1,\ldots,Y_n)^T und einem unabhängigen Kovariablenvektoren \underline{X}_k=(x_{1k},x_{2k},\ldots,x_{nk})^T, wobei k=1,\ldots,p, interessiert. Hierbei sind die Yi unabhängig und besitzen eine Verteilung aus der exponentiellen Familie.
  • Systematische Komponente: Gegeben sind Kovariablenvektoren \underline{x}_1,\ldots,\underline{x}_p \in \mathbb{R}^{n \times 1}, welche die Verteilung von \underline{Y} nur durch eine lineare Funktion beeinflussen. Diese lineare Funktion heißt Linearer Prädiktor und ist in folgender Form gegeben:
\underline{\eta}:=\beta_0^T+\beta_1^T \underline{X}_1+\cdots+\beta_p^T\underline{X}_p=\underline{\beta}^T\underline{X}. Hier erkennt man, dass der lineare Prädiktor die Regressionsparameter \underline{\beta}=(\beta_0,\ldots, \beta_p)^T in das Modell miteinführt.
  • Parametrische Link-Komponente: Der Erwartungsvektor \underline{\mu}=(\mu_1,\ldots,\mu_n)^T ist eine differenzierbare, monotone und damit invertierbare Funktion von dem linearen Prädiktor \underline{\eta}. Dabei wird der Erwartungswert \underline{\mu} über eine Responsefunktion m mit dem linearen Prädiktor \underline{\eta} verknüpft:
\underline{\mu}=m(\underline{\eta}) , \quad \underline{\eta}=m^{-1}(\underline{\mu})=:g(\underline{\mu}), wobei g: \mathbb{R} \rightarrow \mathbb{R} als Linkfunktion bezeichnet wird.

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