Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich


Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich
Verkehrsbetriebe Zürich
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Basisinformationen
Webpräsenz VBZ
Eigentümer Stadt Zürich
Vorstandsmitglieder Andres Türler
Betriebsleitung Hans-Peter Schär
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Beschäftigte 2300 (2005)
Linien
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Straßenbahn 13
Bus 54
Sonstige Linien 6 Trolleybuslinien
1 Standseilbahn
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahn ca. 320
Omnibus ca. 170
Sonstige Fahrzeuge ca. 80 Trolleybusse
Statistik
Fahrgäste 293.35 Mio. pro Jahr
Haltestellen 726
Länge Liniennetz
Straßenbahnlinien 109.3 km
Buslinien 872.8 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 4 Tramdepots
2 Busgaragen
Sonstige Betriebseinrichtungen Zentralwerkstätte Altstetten
1 Tramdepot (Stützpunkt)
1 Bus-Stützpunkt
Länge Gleisanlagen 166.2 km

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sind die kommunale Verkehrsgesellschaft Zürichs und gehören zum Departement der Industriellen Betriebe (DIB), einer Untereinheit der Stadtverwaltung. Gegründet 1896 als Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ), betreiben die VBZ heute den Grossteil des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt, einige Linien in der Region und sind eines von acht marktverantwortlichen Unternehmen (MVU) im 1990 gegründeten Zürcher Verkehrsverbund.

Die VBZ befördern jährlich ungefähr 300 Mio. Passagiere (fast zwei Drittel davon mit Trams), was fast 600 Mio. Personenkilometer ergibt. Bei den VBZ sind mehr als 2'200 Personen beschäftigt.

Wie in anderen Schweizer Grossstädten verkehren in Zürich Trams. Insgesamt werden 13 Linien bedient. Die VBZ betreiben daneben 6 Trolleybuslinien, 16 Autobuslinien, 11 Quartierbuslinien, 27 Regionalbuslinien ausserhalb der Stadt Zürich und die Seilbahn Rigiblick. Zudem sind die VBZ mit dem Betrieb von drei Privatbahnen betraut, der Polybahn (Standseilbahn im Eigentum der UBS), der Dolderbahn (seit 1973 eine Zahnradbahn) und der Forchbahn (Überland-Meterspurbahn).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das letzte Rösslitram in Zürich am 5. August 1900 vor dem Restaurant 'Friedensburg' im Seefeld
Tram am Morgental in Wollishofen (2005)

1896 gründete die Stadt Zürich den kommunalen Betrieb Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ), nachdem sie die private Gesellschaft Elektrische Strassenbahn Zürich (ESZ) erworben hatte. Diese betrieb seit 1894 die erste elektrifizierte Tramlinie der Stadt zwischen Bellevue und Burgwies. Seit 1882 betrieb die Zürcher Strassenbahn AG das Rösslitram, das 1897 von der Stadt übernommen und in die StStZ integriert wurde; sechs weitere Akquisitionen folgten bis 1931. 1927 verkehrte die erste städtische Autobuslinie, die vom den Strassenbahnen angegliederten "Kraftwagenbetrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich" betrieben wurde. Ab 1939 wurden die ersten Trolleybusse eingesetzt. Im März 1949 wurden Strassenbahnbetrieb und Kraftwagenbetrieb endgültig zusammengelegt, woraus die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) entstanden. Seit 1968 wird auf den Dächern der Trams Werbefläche verkauft. Im Jahr darauf folgte die Einführung der Selbstbedienung, als Billettautomaten die letzten Kondukteure ersetzten. 1978 erfolgte die Umbenennung in die heute gültige kürzere Form Verkehrsbetriebe Zürich und die Einführung der Marketingbezeichnung VBZ Züri-Linie.

2007 verschenkten die VBZ ihre alten Trams vom Typ Karpfen an die ukrainische Stadt Vinnitsa.

Alte Fahrzeuge der VBZ und der Vorgänger-Gesellschaften werden vom Verein Tram-Museum Zürich (TMZ) betriebsfähig erhalten und sind seit Pfingsten 2007 im gleichnamigen Museum in der Burgwies zu besichtigen.

Liniennetz

Das Liniennummern-Konzept der VBZ geht auf die 1950er-Jahre zurück und wird bis auf wenige Anpassungen heute noch verwendet. Ursprünglich war der Nummernbereich 1–20 den regulären Tramlinien, der Nummernbereich 21–30 den Einsatztramlinien, der Nummernbereich 31–60 den Trolleybussen und der Nummernbereich 61–99 den Autobussen vorbehalten. Bereits nach wenigen Jahren wurden die Einsatzlinien aufgehoben, wodurch dieser Nummernbereich bis in die 1990er-Jahre ungenutzt blieb. Der viel zu optimistisch dimensionierte Nummernbereich für Trolleybuslinien wurde im Laufe der Jahre ebenfalls aufgeweicht und auch für Autobuslinien verwendet.

Mehrheitlich ausserhalb der Stadtgrenzen verkehrende Buslinien besitzen seit Betriebsaufnahme der Zürcher Verkehrsverbunds im Mai 1990 dreistellige Regionalbusnummern, basierend auf den alten "städtischen" Nummern, denen die Ziffer der jeweiligen Region vorangestellt wurde.

Tram

Zürcher Tramlinien
Linie Strecke
2 Tiefenbrunnen – Farbhof
3 Albisrieden – Klusplatz
4 Tiefenbrunnen – Werdhölzli
5 (Laubegg –) Bahnhof Enge – Kirche Fluntern (– Zoo)
6 (Bahnhof Enge –) Hauptbahnhof – Zoo
7 Wollishofen – Bhf. Stettbach
8 (Klusplatz –) Bellevue – Hardplatz
9 Hirzenbach – Heuried (– Triemli)
10 Hauptbahnhof – Bahnhof Oerlikon (– Flughafen)
11 Rehalp – Auzelg
13 Albisgütli – Frankental
14 Triemli – Seebach
15 Bucheggplatz – Klusplatz
Tramnetz von Zürich
Farbliche Kennzeichnung der Tramlinien (hier: Linie 8)

Für die Tramlinien sind die Zahlen bis 20 vorbehalten, wobei die verwendeten Nummern seit den 1980ern bei der Linie 15 enden. Zu jeder Tramlinie gehört eine Farbe, mit der sie im Linienplan und auf den Linientafeln an Haltestellen und Fahrzeugen gekennzeichnet ist, was die Orientierung erleichtert; die Tramlinien 2 und 15 haben jedoch beide rot, die Linie 3 und 11 dunkelgrün und die Linie 4 und 9 violett. Die Länge des gesamten Schienennetzes der VBZ beträgt seit 1998 gut 109 Kilometer, davon verlaufen etwa 2 Kilometer unterirdisch, durch das 1986 eröffnete Tramtunnel nach Schwamendingen.

Die Tramlinie 1 wurde 1954 durch eine Buslinie, 1958 dann durch die heutige Trolleybuslinie 31 ersetzt; die Liniennummer ist für die Wiedereinführung der Linie 1 reserviert, die gemäss Netzplanungsstudie erst nach 2025 realisiert wird. Die Tramlinie 12 verschwand 1964, als die Tramstrecke zur Nordbrücke abgebrochen wurde und dadurch die freigewordene Linie 4, die Route der Linie 12 übernahm; gemäss aktueller Planung soll ab Dezember 2010 die neue Glattalbahnlinie Flughafen–Glattpark–Auzelg–Stettbach (dritte Etappe Glattalbahn) als Tramlinie 12 verkehren.

Nachdem 1976 mit der Verlängerung der Tramlinie 4 vom Sportplatz Hardturm bis Werdhölzli die erste Verlängerung seit 1954 erfolgte und 1998 die Linie 11 bis zum Hallenstadion verlängert worden war, gaben die VBZ im Sommer 2006 die Resultate einer umfassenden Netzplanungsstudie bekannt, die für Zürich erstmals in dieser Form in Auftrag gegeben wurde. Das neue Linienkonzept betrachtet die nächsten 20 Jahre und umfasst Netzerweiterungen und Restrukturierung des Liniennetzes, auf Basis der Daten der Stadtentwicklung.

Am 10. Dezember 2006 wurde die Tramlinie 11 bis Auzelg verlängert, die hierbei befahrene Strecke gehört erstmals seit 1931 nicht den VBZ, sondern den VBG und bildet die erste Etappe der Glattalbahn. Ausserordentlich wurde per 22. März 2007 die Tramlinie 5 über bestehende Tramstrecken bis zur Laubegg verlängert. Die Betriebszeiten sind auf die Öffnungszeiten des Einkaufszentrums Sihlcity ausgerichtet und die Betriebskosten gehen – bis zur Aufnahme des Angebots in die Leistungsvereinbarung mit dem ZVV per Dezember 2008 – vollumfänglich zulasten der Eigentümerschaft der Sihlcity-Überbauung.

Intern ist bei den VBZ die Nutzung von nicht vergebenen Tramliniennummern (16 bis 20) zur Kennzeichnung von Tramprojekten üblich, dies hat allerdings nichts mit der späteren effektiven Vergabe von Liniennummern zu tun. So wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren die Liniennummern 16 und 17 zur Kennzeichnung der sogenannten «Schwamendinger Linien» verwendet, die seit Eröffnung die Liniennummern 7 und 9 tragen; in der Liniennetz-Studie 2006 werden aktuell Linien, die über die geplante Tramstrecke via Hardbrücke verlaufen, als Linien 16 und 17 bezeichnet. In den 1990er-Jahren wurde die Liniennummer 18 zur Kennzeichnung des Projekts verwendet, dass inzwischen auf den Namen Tram Zürich West getauft wurde. Das Projekt ist in der Planung bereits weit fortgeschritten und wurde den Bürgern 2007 zur Abstimmung über die Finanzierung vorgelegt und von den Bürgern der Stadt mit 51'802 Ja- gegenüber 22'941 Nein- angenommen. Im November 2007 hat dann auch der Kanton Zürich der Vorlage zugestimmt. Die Inbetriebnahme der Tramstrecke ist für Dezember 2010 vorgesehen und soll dannzumal von der Tramlinie 4 befahren werden.

Mit dem Einzug des Tram-Museum Zürich ins Depot Burgwies an Pfingsten 2007 wurde die sogenannte Museumslinie 21 eingeführt. Auf einem Rundkurs durch die Innenstadt verkehren während des Sommer-Halbjahres jeweils am letzten Wochenende im Monat historische Tramzüge. Die Liniennummer 21 wurde bis in den 1970er-Jahre von sporadisch verkehrenden Einsatztramlinien verwendet.

Bergbahn

Die Liniennummern 23 bis 25 werden für die drei auf dem Stadtgebiet gelegenen Bergbahnen verwendet. Der eigenen Seilbahn Rigiblick, sowie die beiden eigenständigen aber von der VBZ betriebenen Polybahn und Dolderbahn.

Bus

Ab Linie 29 aufwärts folgen die verschiedenen Buslinien, wobei die innerstädtischen Linien hauptsächlich tiefere Nummern haben, die Verbindungen in den Aussenquartieren meist höhere. Die Trolleybusse fahren auf einer Strecke von 54 km. Das Liniennetz der Autobusse misst 89.9 Kilometer, dasjenige der Quartierbusse 30.7 km.

In der Region kommt ein Streckennetz von weiteren 212.6 km hinzu. Die Busse verkehren unter anderem am linken Zürichseeufer, im Glattal und im Limmattal. Diese Linien haben wie alle Regionalbusse im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes dreistellige Nummern.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag verkehren nach Betriebsschluss ab Zürich 14 Nachtbuslinien, die teilweise auch Nachbargemeinden bedienen.

Rollmaterial

Trolleybus Mercedes-Benz O 405 GTZ
Quartiersbus Fiat Ducato
Hess BGGT-N2C 61–77 «lighTram3»

Die Palette an Strassenbahnfahrzeugen umfasst seit Dezember 2006 die drei Fahrzeuggrundtypen Be 4/6 («Mirage»), Be 4/6, Be 2/4, Be 4/8 («Tram 2000») und die neuste Generation Be 5/6 («Cobra»). Das Cobra-Tram ist 36 Meter lang und bietet über das ganze Fahrzeug verteilt sieben Niederflureinstiege. Das Fahrzeug besitzt keine Achsen, sondern stützt sich auf Fahrwerke mit Einzelrädern. Durch diese Eigenschaft setzt sich das Rad in der Kurve nicht quer, und es entsteht kein sonst für Trambahnen in Kurven typisches Kreischen und Quietschen.

Tram (Motorwagen)
  • Be 4/4 1416–1430 «Karpfen» (1959–1960), im Dezember 2006 ausgemustert
  • Be 4/6 1601–1690 «Mirage» (1966–1968), Ausmusterung laufend
  • Be 4/6 1691–1726 «Mirage» / «Blinde Kuh» (1968–1969), Anhänger, Ausmusterung laufend
  • Be 4/6 2001–2045 «Tram 2000» (1976–1978), Serie 1
  • Be 4/6 2046–2098 «Tram 2000» (1985–1987), Serie 2
  • Be 4/6 2099–2121 «Tram 2000» (1991–1992), Serie 3
    umgebaut zu Be 4/8 2099–2121 «Tram 2000 Sänfte» (2004–2005)
  • Be 4/6 2301–2315 «Tram 2000» (1978), Anhänger Serie 1
  • Be 2/4 2401–2420 «Tram 2000 Pony» (1985–1987), Anhänger Serie 2
  • Be 2/4 2421–2435 «Tram 2000 Pony» (1992), Anhänger Serie 3
  • Be 5/6 3001–3006 «Vorserien Cobra» (2001)
  • Be 5/6 3007–3088 «Cobra» (2006–2010)
Tram (unmotorisierte Anhängewagen)
  • B4 771–786 (1959–1960), passend zu «Karpfen», im Dezember 2006 ausgemustert
  • B4 787–798 (1962), passend zu umgerüsteten «Mirage», Mitte 2008 ausgemustert
Trolleybus
  • Mercedes-Benz O 405 GTZ 1 (1986), Prototyp, ausgemustert
  • Mercedes-Benz O 405 GTZ 2–36 (1988–1989), Serie 1, Anfang 2009 ausgemustert
  • Mercedes-Benz O 405 GTZ 101–143 (1992–1993), Serie 2
  • Hess BGT-N2C 144 «Swisstrolley 3» (2006), Vorserienfahrzeug
  • Hess BGT-N2C 145–161 «Swisstrolley 3» (2007)
  • Hess BGGT-N2C 61–77 «lighTram3» (2007–2008)

Im Jahr 2005 wurde im Anschluss an eine internationale Ausschreibung entschieden, dass die 35 Mercedes-Benz O405 GTZ, welche ab dem Jahr 1988 für die VBZ gebaut wurden (die zweite Serie, welche 43 Wagen beinhaltete, wurde ab 1992 gebaut), durch neue Busse der Firma Carrosserie Hess ersetzt werden sollen. Bei den bestellten Fahrzeugen handelt es sich um 16 Gelenktrolleybusse Swisstrolley3 (ST3) und 17 Doppelgelenktrolleybusse lighTram3. Der erste ST3 mit der Betriebsnummer 144 wurde als Vorserien-Fahrzeug am 20. Juli 2006 übernommen und der Öffentlichkeit vorgestellt, seit September 2006 wird er auf dem Trolleybusnetz eingesetzt. Mit Beginn der Serienauslieferung (Nummern 145 ff.) im Januar 2007 wurde eine Option über zwei weitere ST3 eingelöst; die Auslieferung ging Mitte August 2007 fliessend in die Auslieferung der lighTram3 über.

Mit dem Einsatz der lighTram3 verkehren in Zürich erstmals Doppelgelenktrolleybusse. Hierfür wurden mehrere Haltestellen der Linien 31 und 32 – letztere ist als Ausweichroute vorgesehen – umgebaut und die Haltepunkte verlegt, da die neuen Busse rund sieben Meter länger sind als die bisherigen.

Diesel-Autobus
  • Mercedes-Benz O 405 601–690 (1987–1989), ausgemustert
  • Mercedes-Benz O 405 N 201–242 (1990), Ausmusterung laufend
  • Mercedes-Benz O 405 G 568–593 (1988–1990), Gelenkbus, Ausmusterung laufend (Reservebestand)
  • Mercedes-Benz O 405 GN 501–515 (1992), Gelenkbus, Anfang 2009 ausgemustert
  • Neoplan N 4516 243 (2003), Vorführfahrzeug, ausgemustert
  • Neoplan N 4516 244–263 (2003)
  • Neoplan N 4516 264–283 (2004)
  • Neoplan N 4522 516–525 (2004), Gelenkbus
  • Neoplan N 4522 526–540 (2005), Gelenkbus
  • Neoplan N 4522 541–562 (2006), Gelenkbus
  • Mercedes-Benz O 530 601–614 «Citaro» (2008)
  • Mercedes-Benz O 530 G 401–410 «Citaro» (2008), Gelenkbus

Eine Ersatzbeschaffung für die noch im Einsatz stehenden O 405 N und O 405 GN wurde Mitte 2007 öffentlich nach GATT/WTO ausgeschrieben. Die Offerte der EvoBus (Schweiz) AG erfüllte die gestellten Vorgaben mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot und erhielt im Januar 2008 den Lieferauftrag für insgesamt 34 Fahrzeuge des Typs Mercedes-Benz Citaro (O 530) im Wert von knapp 19 Mio. Schweizer Franken. Geliefert werden die Fahrzeuge in zwei Losen; ab Oktober 2008 14 O 530 (12-m-Standardbusse) und zehn O 530 G (18-m-Gelenkbusse), in einem zweiten Los 2009 weitere zehn O 530 G. Zudem besteht eine Option über maximal 25 weitere Fahrzeuge in frei wählbarer Anzahl und Länge;[1] aus dieser wurden mittlerweile weitere fünf Standardbusse und vier Gelenkbusse bestellt, die ebenfalls 2009 zur Ablieferung kommen werden.[2]

Diesel-Quartierbus/Midibus

Sondertrams

Das Energie-Tram auf Linie 15

Zu besonderen Anlässen, Themen oder Projekten kann mit der VBZ ein Vertrag zur Umgestaltung eines Trams abgeschlossen werden.[3] Eine solche Werbeaktion kostet ungefähr 500'000 Franken und die VBZ wählt die Projekte sehr sorgfältig aus, da diese Sondertrams etwas Spezielles bleiben sollen. Meist ist ein solches Tram während zwei Jahren (manchmal auch länger) unterwegs. Einige Sondertrams wurden auch mit Eigenwerbung oder eigen gewählten Themen umgestaltet.

JahrBezeichnung

JahrBezeichnung


1984 – SBB-Intercity-Tram
1985 – Alpaufzug-Tram
1985 – Zoo-Tram
1986 – Radio 24-Tram
1986 – China-Tram
1987 – Kunst-Tram
1987 – Indien-Tram
1988 – Pro Juventute-Tram
1989 – Kino-Tram
1990 – Konkrete Kunst-Tram
1991 – Heureka-Tram
1991 – Urschweiz-Tram
1992 – Industrie-Tram
1993 – Sushi-Tram
1993 – Schauspielhaus-Tram
1994 – Frauen-Tram
1995 – Röntgen-Tram
1995 – Kantons-Tram
1995 – Chuchichästli-Tram
1995 – Sport-Tram


1996 – Regenbogen-Tram
1997 – Aida-Tram
1998 – Pipilotti-Tram
1998 – Elfi-Tram
1998 – Titanic-Tram
1998 – Riverdance-Tram
1999 – Suchtpräventions-Tram
1999 – Tatzelwurm-Tram
2000 – Paradies-Tram
2001 – ewz-Energie-Tram
2004 – FIFA-Tram
2006 – Gesundheits-Tram
2007 – Credit Suisse-Fussball-Tram
2007 – Jubiläums-Tram
2007 – Carlsberg-Euro 08-Tram
2007 – Coca-Cola-Euro 08-Tram
2008 – Swiss-Euro 08-Tram
2008 – 175 Jahre Universität Zürich-Tram
2008 – UEFA Euro 2008 Host-City-Tram
2008 – Ewigi Liebi-Tram

Während der Weihnachtszeit verkehrt jährlich das Märlitram. Die VBZ verfügen ausserdem über ein als Restauranttram bezeichnetes Tram, das mit einer Küche ausgestattet ist und als rollendes Restaurant dient. Es kann gemietet werden, steht jedoch teilweise auch Einzelgästen zur Verfügung, unter anderem im Winter als Fondue-Tram.[4]

Sonderbusse

Anlässlich der UEFA Euro 2008 haben die VBZ erstmals Trolleybusse zu Sonderfahrzeugen umgestaltet.

JahrBezeichnung


2008 – AMAG-Euro 2008-Bus
2008 – UEFA Euro 2008 Host-City-Bus

Infrastruktur

Depot Wollishofen

Mit jeder Übernahme der acht Vorgängergesellschaften kamen neben dem Schienennetz auch Depotanlagen hinzu. Im Laufe der Jahre wurden viele dieser Kleindepots ausgebaut oder durch neue Grossdepots ersetzt. Vom insgesamt gut einem Dutzend Depots sind heute noch die fünf Depotanlagen Hard, Irchel, Kalkbreite, Oerlikon und Wollishofen im täglichen Betrieb, daneben verfügt die VBZ über zwei Busgaragen, einen Busstützpunkt und eine Zentralwerkstätte.

Mit dem Bau der Glattalbahn werden auch neue Depot-Kapazitäten benötigt. Das Tramdepot Oerlikon wird deshalb demnächst umgebaut und erweitert. Das ehemalige Tramdepot Wartau wurde bis zum Herbst 2006 als Tram-Museum Zürich genutzt. Am 24. Mai 2007 wurde das Tram-Museum Burgwies im ehemaligen Depot Burgwies durch die Stadträte Andres Türler und Martin Vollenwyder offiziell eröffnet. Das Depot Wartau wird dem Verein als Werkstatt für die Oldtimer erhalten bleiben.

Zentralwerkstätte

Die 1975 in Altstetten bezogene Zentralwerkstätte (ZW) ersetzte die Strassenbahnwerkstätte im Depot Seefeld und die Buswerkstätte im Depot Oerlikon. Während kleinere Wartungsarbeiten auch die Depots und Garagen erledigen können, gehört zum Aufgabengebiet der ZW alles von Revisionen, über Umrüstungen und Umbauten bis hin zu vollständigen Rekonstruktionen von Unfallfahrzeugen.

Seit den 1990er-Jahren beherbergt das Areal der ZW auch das operative Betriebszentrum der VBZ (Silberwürfel) und die Bahnbauwerkstätte. Im Rahmen dieser Erweiterung erhielt das Areal ein normalspuriges Anschlussgleis, welches vom Anschlussgleis des Zollfreilagers abzweigt und beim Areal der ehemaligen SBB-Hauptwerkstätte Herdern, beim Bahnhof Altstetten beginnt. Geliefert werden über dieses Gleis regelmässig Schienen für das Gleisbaulager, sowie künftig auch wieder Tramfahrzeuge, die auf normalspurigen Rollschemeln angeliefert werden.

Die ZW betreut ausserdem die Fahrzeuge der Forchbahn bei sämtlichen Arbeiten, welche die Möglichkeiten der Depotwerkstätte Forch übersteigen.

Tunnelstrecke Milchbuck–Schwamendingen

Tram der Linie 9 in der Station Waldgarten

Im Tunnel zwischen Schwamendingen und der Haltestelle Milchbuck fahren die Trams auf dem linken Gleis, da die Haltestellen als Mittelperrons ausgeführt sind und die Zürcher Trams nur auf der rechten Seite über Türen verfügen. Um diesen Wechsel des Gleises zu ermöglichen, befindet sich unmittelbar hinter der Haltestelle Schwamendingerplatz eine x-förmige Gleiskreuzung. Die entsprechende Gleiskreuzung beim Milchbuck ist als Überwerfung ausgeführt und deshalb weniger offensichtlich. Der Tunnel wurde 1971 zusammen mit der darüberliegenden Autobahn für die damals geplante U-Bahn gebaut. Nachdem 1973 die Stimmberechtigten die U-Bahn ablehnten, wurde der Tunnel 1986 als Tramstrecke eröffnet.[5]

Einzelnachweise

  1. Einzelheiten durch Datenbankanfrage via simap.ch abrufbar.
  2. Verkehrsbetriebe Zürich: Neue Busse im VBZ-Einsatz (PDF), Communiqué vom 15. Oktober 2008
  3. Richtlinien für Sondertrams und Sonderbusse (PDF)
  4. Verkehrsbetriebe Zürich: Fondue-Tram. Stand: 1. November 2007.
  5. Tagesanzeiger, 25. November 2008 – Wo das Tram auf dem falschen Gleis fährt

Literatur

  • Unterwegs mit Alberto Venzago. 125 Jahre Verkehrsbetriebe Zürich. Wörterseh, Zürich 2007. ISBN 978-3-9523213-6-2
  • Peter Kamm: Zürich Transport 1882–1996. Von der Pferdebahn zur Züri-Linie. Selbstverlag Peter Kamm (via Verein «Aktion Pro Sächsitram»), Zürich 1996.
  • Peter Willen: Strassenbahnen der Schweiz. Triebwagen. Orell Füessli Verlag, Zürich 1978, ISBN 3-280-00998-7

Weblinks


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