Verkehrsmittelwerbung


Verkehrsmittelwerbung
Ein Klassiker ist die Jägermeister-Werbung an den Seitenflächen von Eisenbahnen
Ein Zug der Rhein-Haardtbahn mit Coca-Cola-Ganzreklame

Die Verkehrsmittelwerbung ist eine besondere Form der Werbung, die sich in Außenwerbung, bei der die Werbung an Verkehrsmitteln angebracht wird, und Innenraumwerbung unterscheidet. Am weitesten verbreitet ist hierbei die Anbringung an öffentlichen Nahverkehrsmitteln, insbesondere Omnibussen, Straßenbahnen oder Taxis.[1]

Auch andere Kraftfahrzeuge werden als Werbeträger genutzt. Beispiele dafür sind Werbung auf Aufbauten oder Planen von LKWs und Eigenwerbung auf der Karosserie von Firmenfahrzeugen.

Zielgruppe bei diesen Werbeformen sind nicht in erster Linie die Fahrgäste, sondern die Passanten auf der Straße oder in anderen Fahrzeugen.

Während bei Bussen und Straßenbahnen ursprünglich nur die Beschriftung der Seitenflächen unter den Fenstern und die Ganzreklame üblich waren, stellen die so genannten Trafficboards einen neuen Trend dar. Dabei handelt es sich um große rechteckige Flächen, die auch über die Fenster geklebt werden. Die Heckseite von Bussen ist hierfür beliebt, da diese von Autofahrern länger betrachtet werden kann, etwa an Ampeln, im Stau usw. Bei diesen für kurzfristige Werbeaktionen vorgesehenen „fahrenden Plakatwänden“ handelt es sich um spezielle transparente Folien, welche von innen nach außen durchsichtig sind und sich ohne großen Aufwand wieder ablösen lassen.

Eine weitere Entwicklung zeichnet sich in den letzten Jahren im Innenraum ab. Zielgruppe sind hier die Fahrgäste, die Werbung ist von außen nicht oder nur sehr schwer einsehbar. Die Werbewirkung ist auf den Fahrgastraum begrenzt. Hier sind die Klapprahmen ein immer noch häufig genutzter Werbeträger. Klapprahmen dienen als Rahmen und Halterung für Plakate, zumeist in der Größe DIN A3 oder DIN A2, die an der Rückwand der Fahrerkabine angebracht werden. Dieses Medium erfreut sich besonders bei Busunternehmen immer noch großer Beliebtheit, da es mit geringem technischen Aufwand die Nutzung einer häufig ungenutzten Fläche zur Werbung erlaubt. Der Fahrgast ist die Zielgruppe, die Werbewirkung ist oft auf den vorderen Fahrgastraum beschränkt und beinhaltet die zusätzliche Einschränkung, dass diese sehr statische Werbeform im Verkehrsmittelinnenraum wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eine Art der Innenraumwerbung, die einen Schritt zwischen der statischen Plakatwerbung und der multimedialen Innenraumwerbung darstellt, sind die so genannten LED-gestützten Leuchtbänder, die Werbung als Lauftext anzeigen. Nachteil dieser Methode sind die eingeschränkten grafischen Möglichkeiten und der Aufwand, Inhalte zeitnah zu aktualisieren. Daher ist diese Werbeform als Out-of-home-Werbung im Verkehrsmittelinnenraum nur noch selten anzutreffen.

Seit den frühen 1990er Jahren zeichnet sich im Rahmen der Verkehrsmittel-/Innenraumwerbung der Trend ab, vermehrt Multimedia Inhalte wie zum Beispiel Kurzfilme oder Werbespots zu präsentieren und somit die Zielgruppe der Fahrgäste anzusprechen.

Einzelnachweise

  1. Klaus G. Hofe, Monika Rost (Hrsg.): Verkehrsmittelwerbung. In: Außenwerbung. 3. Ausgabe. Creative Collection Verlag GmbH, Freiburg 2005 S. 93–170, ISBN 3-929709-17-1.

Siehe auch


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