Verschublokomotive


Verschublokomotive
Leichte elektrische Rangierlok SBB Tem 346
Elektrische Mini-Rangierlok Te 252 der SBB im Mai 1959 in Baden/Schweiz
Rangierlok der DB-Baureihe 360

Die Rangierlokomotive ist eine Lokomotive, die im Gegensatz zur Streckenlokomotive normalerweise nicht zur Bespannung von Zugfahrten, herangezogen wird, sondern für Fahrten innerhalb eines Bahnhofs (Rangieren).

Rangierlokomotiven sind für ihren Einsatz speziell angepasst und verfügen somit meist über einen Mittelführerstand sowie Rangiertritte, auf denen sich mitfahrende Rangierer aufhalten können. Der Antrieb erfolgt oftmals durch einen Dieselmotor, was gewährleistet, dass auch nicht mit Oberleitung ausgestattet Teile eines Bahnhofs wie etwa Ladegleise befahren werden können. Der Antrieb ist dabei so ausgelegt, dass vor allem eine hohe Anfahrzugkraft, nicht aber unbedingt eine hohe Endgeschwindigkeit erreicht wird. Je nach zu Einsatzspektrum kommen unterschiedlich dimensionierte Fahrzeuge zum Einsatz, die Bandbreite reicht von der Kleinlok bis zum Großdiesel mit über 1000 kW Motorleistung (etwa DB-Baureihe 291). Rangierlokomotiven weisen für ihre Größe oft ein sehr hohes Eigengewicht auf, um genügend Reibungsgewicht aufbringen zu können.

Um das zeitaufwändige Kuppeln der europäischen Schraubenkupplung zu vereinfachen, besitzen viele Rangierloks spezielle Rangierkupplungen, die sich in den Zughaken am Waggon einklinken. Etliche moderne Rangierlokomotiven verfügen über eine Fernsteuerung, die es gestattet, dass der Lokrangierführer während der Fahrt stets die Spitze der Rangierabteilung besetzen kann. Auf Werksbahnen und Anschlussbahnen von Firmen werden statt Rangierloks oft Zweiwegefahrzeuge zum Rangieren eingesetzt.

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