Verwaltungsgliederung Badens


Verwaltungsgliederung Badens

Das Land Baden wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 erheblich vergrößert und zum Kurfürstentum erhoben. Durch den Gebietszuwachs wurde eine neue Verwaltungseinteilung notwendig.

Im Grundsatz gab es zunächst Provinzen und darunter Ämter, ab 1809 Kreise, die sich in Ämter unterteilten. Ab 1864 gab es als Aufsichtsbehörden beider Verwaltungsebenen (Kreise und Ämter) die Landeskommissärbezirke. Die Zahl der Kreise und Ämter veränderte sich mehrmals, bis die Ämter 1939 schließlich in die Landkreise überführt und die bis dahin bestehenden Kreisverwaltungen aufgelöst wurden. An der Spitze der Ämter standen die Amt- bzw. Oberamtmänner, ab 1924 die Landräte.

Dieser Artikel stellt die Veränderungen auf Kreis- und Amtsebene bis zur Auflösung des Landes Baden 1945 dar.

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungsgliederung ab 1803

1803 wurde das Kurfürstentum Baden in vier Landesteile eingeteilt, die in Landvogteien bzw. Obervogteien und diese wiederum in insgesamt 49 Ämter bzw. Oberämter und Stabsämter unterteilt waren.[1]

Die vier Landesteile mit ihren Land- und Obervogteien sowie deren zugehörigen Ämter:

Badische Markgrafschaft

Landvogtei Karlsburg

  1. Oberamt Karlsruhe
  2. Oberamt Durlach
  3. Oberamt Pforzheim

Landvogtei Eberstein

  1. Oberamt Ettlingen
  2. Oberamt Rastatt
  3. Oberamt Baden
  4. Amt Gernsbach

Landvogtei Yberg

  1. Oberamt Yberg
  2. Oberamt Oberkirch
  3. Oberamt Bischofsheim

Obervogtei Gengenbach

  1. Raths- und Thalvogteiämter der Grafschaft Gengenbach

Landvogtei Hochberg

  1. Oberamt Mahlberg
  2. Oberamt Hochberg

Landvogtei Sausenberg

  1. Stabsamt Wolfenweiler
  2. Oberamt Badenweiler
  3. Oberamt Rötteln

Badische Pfalzgrafschaft

Stadtdirektionen

  1. Stadtdirektion Mannheim
  2. Stadtdirektion Heidelberg

Landvogtei Michelsberg

  1. Amt Philippsburg
  2. Stadtamt Bruchsal
  3. Landamt Bruchsal
  4. Amt Odenheim
  5. Amt Bretten

Landvogtei Dilsberg

  1. Amt Wiesloch
  2. Amt Oberheidelberg
  3. Amt Neckargemünd
  4. Amt Neckarschwarzach

Landvogtei Strahlenburg

  1. Amt Unterheidelberg
  2. Stabsamt Waldeck
  3. Amt Weinheim
  4. Amt Ladenburg
  5. Amt Schwetzingen

Oberes Fürstentum am Bodensee

  1. Obervogtei Meersburg
  2. Stabsamt Markdorf
  3. Obervogtei Überlingen
  4. Obervogtei Reichenau
  5. Stabsamt Rötteln
  6. Stabsamt Konzenberg
  7. Obervogtei Biberach
  8. Stabsamt Neuhausen

Besitzungen der Markgrafen Friedrich und Ludwig

Grafschaft Salem

  1. Oberamt Salem
  2. Amt Unterelchingen
  3. Obervogteiamt Münchhöf
  4. Obervogteiamt Stetten am kalten Markt

Grafschaft Petershausen

  1. Oberamt Petershausen
  2. Amt Herdwangen
  3. Obervogteiamt Hilzingen
  4. Amt Gondelsheim

Verwaltungsgliederung ab 1807

1806 wurde das Kurfürstentum Baden zum Großherzogtum erhoben und nochmals vergrößert. Daher war eine neue Verwaltungsgliederung erforderlich. Fortan gab es drei Provinzen und darunter landesherrliche sowie standesherrliche Ämter bzw. Oberämter und Stabsämter.[2]

Provinz des Oberrheins oder der badischen Landgrafschaft (Meersburg)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Markdorf
  2. Obervogteiamt Meersburg
  3. Obervogteiamt Überlingen
  4. Oberamt Konstanz
  5. Obervogteiamt Reichenau
  6. Amt Bohlingen
  7. Amt Blumenfeld
  8. Obervogteiamt Pfullendorf
  9. Obervogteiamt Villingen
  10. Amt Bonndorf
  11. Amt Bettmaringen
  12. Oberamt Waldshut
  13. Amt St. Blasien
  14. Obervogteiamt Schönau
  15. Oberamt Säckingen
  16. Amt Beuggen
  17. Oberamt Rötteln
  18. Oberamt Schliengen
  19. Oberamt Badenweiler
  20. Stabsamt Wolfenweiler (Ende 1807 aufgehoben)
  21. Obervogteiamt Heitersheim
  22. Oberamt Staufen
  23. Stabsamt St. Peter
  24. Obervogteiamt Triberg
  25. Oberamt Waldkirch
  26. Oberamt Freiburg
  27. Stadtvogteiamt Freiburg
  28. Oberamt Hochberg
  29. Oberamt Kenzingen
  30. Oberamt Breisach

Standesherrliche Ämter

  1. Oberamt Thiengen - schwarzenbergisch
  2. Amt Thengen - auerspergisch
  3. Amt Blumberg - fürstenbergisch
  4. Amt Stühlingen - fürstenbergisch
  5. Amt Löffingen - fürstenbergisch
  6. Amt Neustadt - fürstenbergisch
  7. Amt Vöhrenbach - fürstenbergisch
  8. Amt Haslach - fürstenbergisch
  9. Amt Wolfach - fürstenbergisch
  10. Amt Donaueschingen - fürstenbergisch
  11. Amt Hüfingen - fürstenbergisch
  12. Amt Möhringen - fürstenbergisch
  13. Amt Engen - fürstenbergisch
  14. Amt Meßkirch - fürstenbergisch
  15. Amt Heiligenberg - fürstenbergisch
  16. Amt Salem - markgräflich-badisch
  17. Amt Unterelchingen - markgräflich-badisch
  18. Obervogteiamt Stetten am kalten Markt - markgräflich-badisch
  19. Obervogteiamt Münchhöf - markgräflich-badisch
  20. Amt Petershausen - markgräflich-badisch
  21. Amt Herdwangen - markgräflich-badisch
  22. Obervogteiamt Hilzingen - markgräflich-badisch

Provinz des Mittelrheins oder der badischen Markgrafschaft (Karlsruhe)

Landesherrliche Ämter

  1. Oberamt Mahlberg
  2. Oberamt Lahr
  3. Obervogteiamt Gengenbach
  4. Oberamt Offenburg
  5. Oberamt Oberkirch
  6. Obervogteiamt Achern
  7. Oberamt Bühl
  8. Oberamt Schwarzach
  9. Oberamt Kork
  10. Oberamt Rheinbischofsheim
  11. Oberamt Steinbach
  12. Oberamt Baden
  13. Oberamt Eberstein
  14. Oberamt Rastatt
  15. Oberamt Ettlingen
  16. Oberamt Pforzheim
  17. Oberamt Stein
  18. Oberamt Durlach
  19. Oberamt Karlsruhe

Provinz des Unterrheins oder der badischen Pfalzgrafschaft (Mannheim)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Philippsburg (September 1807 zur Provinz des Mittelrheins versetzt)
  2. Amt Schwetzingen
  3. Stadtvogteiamt Mannheim
  4. Amt Ladenburg
  5. Amt Weinheim
  6. Oberamt Heidelberg
  7. Stadtvogteiamt Heidelberg
  8. Amt Neckargemünd
  9. Amt Neckarschwarzach
  10. Oberamt Waibstadt
  11. Stabsamt Eppingen
  12. Amt Bretten
  13. Oberamt Gochsheim
  14. Amt Kislau (September 1807 zur Provinz des Mittelrheins versetzt)
  15. Oberamt Bruchsal (September 1807 zur Provinz des Mittelrheins versetzt)
  16. Oberamt des Odenwaldes (Ende 1807 aufgehoben)

Standesherrliche Ämter

Im Gebiet der fürstlich-leiningischen Standesherrschaft bestanden 1807 zunächst die Ämter Hilsbach, Mosbach, Eberbach, Miltenberg, Walldürn, Boxberg, Buchen und Tauberbischofsheim. Bis Jahresende wurden sie in kleinere so genannte Justizämter zerlegt. Im Dezember 1807 wurden drei Landvogteien errichtet, die als Aufsichtsbehörde den standes- und grundherrlichen Ämtern übergeordnet waren. (Für die Ämter Hilsbach und Sinsheim übernahm das Oberamt Waibstadt diese Aufgabe.)

  1. Amt Hilsbach - fürstlich-leiningisch
  2. Amt Sinsheim - fürstlich-leiningisch

Landvogtei Mosbach

  1. Amt Mosbach - fürstlich-leiningisch
  2. Amt Eberbach - fürstlich-leiningisch
  3. Amt Lohrbach - fürstlich-leiningisch
  4. Amt Buchen - fürstlich-leiningisch
  5. Amt Burken - fürstlich-leiningisch
  6. Amt Ballenberg - fürstlich-salm-krautheimisch
  7. Amt Krautheim - fürstlich-salm-krautheimisch
  8. Amt Zwingenberg - bretzenheimisch
  9. Amt Neudenau - gräflich-leiningisch

Landvogtei Miltenberg

  1. Amt Miltenberg - fürstlich-leiningisch
  2. Amt Amorbach - fürstlich-leiningisch
  3. Amt Walldürn - fürstlich-leiningisch
  4. Amt Hardheim - fürstlich-leiningisch
  5. Amt Mudau - fürstlich-leiningisch
  6. Amt Boxberg - fürstlich-leiningisch
  7. Amt Schüpf - fürstlich-leiningisch
  8. Amt Rosenberg - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  9. Amt Gerichtstetten - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  10. Amt Heubach - fürstlich-löwenstein-wertheimisch

Landvogtei Wertheim

  1. Amt Tauberbischofsheim - fürstlich-leiningisch
  2. Amt Lauda - fürstlich-leiningisch
  3. Amt Külsheim - fürstlich-leiningisch
  4. Amt Wertheim - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  5. Amt Rothenfels - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  6. Amt Brombach - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  7. Amt Freudenberg - fürstlich-löwenstein-wertheimisch
  8. Amt Grünsfeld - fürstlich-salm-krautheimisch

Verwaltungsgliederung ab 1809

1809 erfolgte die erste erschöpfende Regelung der badischen Verwaltungsorganisation nach der Gründung des Großherzogtums durch das Organisationsreskript vom 26. Oktober 1809. Nach französischem Vorbild wurden die drei Provinzen durch zehn Kreise ersetzt.[3] Die Kreisregierungen führten die Aufsicht über die 66 landesherrlichen und 53 standesherrlichen Bezirksämter.

Seekreis (Konstanz)

Landesherrliche Ämter

  1. Stabsamt Bohlingen
  2. Amt Konstanz
  3. Amt Meersburg
  4. Stabsamt Pfullendorf
  5. Amt Überlingen

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Herdwangen
  2. Amt Hilzingen
  3. Amt Petershausen
  4. Amt Salem
  5. Amt Unterelchingen
  6. Amt Engen
  7. Amt Heiligenberg
  8. Amt Meßkirch

Donaukreis (Villingen)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Blumenfeld
  2. Amt Bonndorf
  3. Amt Bräunlingen
  4. Amt Triberg
  5. Amt Villingen

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Thengen
  2. Amt Hüfingen
  3. Amt Löffingen
  4. Amt Neustadt
  5. Amt Stühlingen
  6. Amt Vöhrenbach
  7. Amt Donaueschingen
  8. Amt Möhringen
  9. Amt Thiengen
  10. Amt Jestetten

Wiesenkreis (Lörrach)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Kandern
  2. Amt Kleinlaufenburg
  3. Amt Lörrach
  4. Amt Müllheim
  5. Amt Säckingen
  6. Amt St. Blasien
  7. Amt Schönau
  8. Amt Schopfheim
  9. Amt Waldshut

Dreisamkreis (Freiburg im Breisgau)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Breisach
  2. Amt Emmendingen
  3. Amt Endingen
  4. Stadtamt Freiburg
  5. I. Landamt Freiburg
  6. II. Landamt Freiburg
  7. Amt St. Peter
  8. Amt Staufen
  9. Amt Waldkirch

Kinzigkreis (Offenburg)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Kenzingen
  2. Amt Kork
  3. Amt Lahr
  4. Amt Mahlberg
  5. Amt Ettenheim
  6. Amt Gengenbach
  7. Stadt- und I. Landamt Offenburg
  8. II. Landamt Offenburg

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Haslach
  2. Amt Wolfach

Murgkreis (Rastatt)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Rheinbischofsheim
  2. Amt Oberkirch
  3. Amt Renchen
  4. Amt Achern
  5. Amt Baden
  6. Amt Bühl
  7. Amt Ettlingen
  8. Amt Gernsbach
  9. Stadt- und I. Landamt Rastatt
  10. II. Landamt Rastatt

Pfinz- und Enzkreis (Durlach)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Karlsruhe
  2. Landamt Karlsruhe
  3. Amt Durlach
  4. Stadt- und I. Landamt Pforzheim
  5. II. Landamt Pforzheim
  6. Stadt- und I. Landamt Bruchsal
  7. II. Landamt Bruchsal
  8. Amt Bretten
  9. Amt Stein
  10. Amt Gochsheim

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Gondelsheim

Neckarkreis (Mannheim)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Mannheim
  2. Stadtamt Heidelberg
  3. Amt Ladenburg
  4. Landamt Ober-Heidelberg
  5. Amt Neckargemünd
  6. Amt Philippsburg
  7. Amt Schwetzingen
  8. Landamt Unter-Heidelberg
  9. Amt Weinheim
  10. Stabsamt Rauenberg

Odenwälderkreis (Mosbach)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Neckarschwarzach

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Zwingenberg
  2. Amt Eberbach
  3. Amt Hilsbach
  4. Amt Lohrbach
  5. Amt Mosbach
  6. Amt Osterburken
  7. Amt Sinsheim
  8. Amt Ballenberg
  9. Amt Krautheim
  10. Amt Billigheim
  11. Amt Neudenau

Main- und Tauberkreis (Wertheim)

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Amorbach
  2. Amt Tauberbischofsheim
  3. Amt Boxberg
  4. Amt Buchen
  5. Amt Hardheim
  6. Amt Külsheim
  7. Amt Lauda
  8. Amt Schüpf
  9. Amt Miltenberg
  10. Amt Mudau
  11. Amt Walldürn
  12. Amt Grünsfeld
  13. Amt Brombach
  14. Amt Heubach
  15. Amt Rosenberg
  16. Amt Rothenfels
  17. Amt Freudenberg
  18. Amt Gerichtsstetten
  19. Stadt- und I. Landamt Wertheim
  20. II. Landamt Wertheim

Verwaltungsgliederung ab 1810

1810 trat Baden einige Ämter an das Großherzogtum Hessen ab, gewann andererseits einige Gebiete des Königreichs Württemberg hinzu. Daraufhin wurde die Verwaltung neu gegliedert. Der Odenwälderkreis wurde aufgelöst und seine Gebiete auf die Nachbarkreise verteilt. So ergab sich ab 15. November 1810 die nachfolgende Einteilung.[4] Bis 1819 verringerte sich die Zahl der Kreise weiter auf sechs. Die standesherrlichen Ämter wurden 1813 in landesherrliche Behörden umgewandelt,[5] diejenigen der Häuser Fürstenberg und Leiningen jedoch ab 1824 bzw. 1840 restituiert.

Seekreis (Konstanz)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Meersburg nebst Markdorf
  2. Amt Konstanz
  3. Amt Pfullendorf (1819–1821 vorübergehend dem Amt Überlingen unterstellt)
  4. Amt Überlingen
  5. Amt Radolfzell
  6. Amt Stockach
  7. Amt Blumenfeld

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Heiligenberg (1813 aufgelöst, 1824 wieder hergestellt)
  2. Amt Meßkirch
  3. Amt Engen
  4. Amt Salem
  5. Amt Herdwangen (1813 aufgelöst)
  6. Amt Münchhöf (1813 aufgelöst)
  7. Amt Stetten (1813 aufgelöst, 1826 wieder hergestellt)
  8. Amt Hilzingen (1813 aufgelöst)
  9. Amt Unterelchingen (1811/13 an Bayern abgetreten)
  10. Amt Thengen (1811 mit dem Amt Blumenfeld vereinigt)

Donaukreis (Villingen)

1819 aufgehoben und mit dem Seekreis vereinigt. Lediglich die Ämter Hornberg und Triberg kamen zum Kinzigkreis.

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Bettmaringen (1813 aufgelöst)
  2. Amt Bonndorf
  3. Amt Donaueschingen (1813 errichtet, vor 1819 wieder aufgehoben)
  4. Amt Villingen
  5. Amt Triberg (ab 1819 zum Kinzigkreis)
  6. Amt Hornberg (ab 1819 zum Kinzigkreis)

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Thiengen (ab 1813 zum Wiesenkreis)
  2. Amt Jestetten (ab 1813 zum Wiesenkreis)
  3. Amt Stühlingen
  4. Amt Blumberg (1824 aufgelöst)
  5. Amt Möhringen (1813 aufgelöst, 1824 wieder errichtet)
  6. Amt Hüfingen
  7. Amt Löffingen (1821 aufgelöst)
  8. Amt Neustadt
  9. Amt Vöhrenbach (vor 1813 aufgelöst)
  10. Amt Wolfach
  11. Amt Haslach

Wiesenkreis (Lörrach)

1815 aufgelöst und mit dem Dreisamkreis vereinigt.

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Lörrach
  2. Amt Kandern (1819 aufgehoben)
  3. Amt Kleinlaufenburg (1819 aufgehoben)
  4. Amt Müllheim
  5. Amt Säckingen
  6. Amt St. Blasien
  7. Amt Schönau
  8. Amt Schopfheim
  9. Amt Waldshut
  10. Amt Thiengen (ab 1813, zuvor beim Donaukreis, 1819 aufgehoben)
  11. Amt Jestetten (ab 1813, zuvor beim Donaukreis, 1817 aufgehoben, 1819 wieder errichtet)

Dreisamkreis (Freiburg im Breisgau)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Freiburg
  2. I. Landamt Freiburg (1819 mit dem II. Landamt zum Oberamt Freiburg vereinigt)
  3. II. Landamt Freiburg (1819 mit dem I. Landamt zum Oberamt Freiburg vereinigt)
  4. Amt Breisach
  5. Amt Elzach (1813 errichtet, 1819 wieder aufgehoben)
  6. Amt Emmendingen
  7. Amt Endingen (1819 aufgehoben)
  8. Amt Heitersheim (1813 errichtet, 1819 wieder aufgehoben)
  9. Amt Kenzingen
  10. Amt St. Peter (1819 aufgehoben)
  11. Amt Staufen
  12. Amt Waldkirch

Kinzigkreis (Offenburg)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Offenburg (ab 1819 Oberamt)
  2. Amt Appenweier (1819 aufgehoben)
  3. Amt Rheinbischofsheim
  4. Amt Kork
  5. Amt Ettenheim
  6. Amt Gengenbach
  7. Amt Lahr (ab 1831 Oberamt)
  8. Amt Mahlberg (1813 aufgelöst)
  9. Amt Oberkirch
  10. Oberamt Hohengeroldseck zu Seelbach - fürstlich-von der Leyenisch (fiel 1819 an Baden, 1831 ins Oberamt Lahr eingegliedert)

Murgkreis (Rastatt)

1819 aufgehoben und mit dem Pfinz- und Enzkreis zum Murg- und Pfinzkreis vereinigt. Die Ämter Achern und Bühl kamen jedoch zum Kinzigkreis.

Landesherrliche Ämter

  1. Stadt- und I. Landamt Rastatt (1819 mit dem II. Landamt Rastatt zum Oberamt Rastatt vereinigt)
  2. II. Landamt Rastatt (1819 mit dem Stadt- und I. Landamt Rastatt zum Oberamt Rastatt vereinigt)
  3. Amt Baden
  4. Amt Gernsbach
  5. Amt Bühl (ab 1819 zum Kinzigkreis)
  6. Amt Achern (ab 1819 zum Kinzigkreis)
  7. Amt Ettlingen
  8. Amt Steinbach (1813 errichtet und 1819 aufgehoben)

Pfinz- und Enzkreis (Durlach)

Ab 1819 wurden die meisten Ämter des aufgelösten Murgkreises angeschlossen und die Bezeichnung in Murg- und Pfinzkreis geändert. Gleichzeitig wurde für das Stadtamt Karlsruhe eine direkt dem Innenministerium unterstellte Stadtdirektion gebildet.

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Karlsruhe (ab 1819 Stadtdirektion Karlsruhe)
  2. Landamt Karlsruhe
  3. Stadt- und I. Landamt Bruchsal (1819 mit dem II. Landamt Bruchsal zum Oberamt Bruchsal vereinigt)
  4. II. Landamt Bruchsal (1819 mit dem Stadt- und I. Landamt Bruchsal zum Oberamt Bruchsal vereinigt)
  5. Stadt- und I. Landamt Pforzheim (1819 mit dem II. Landamt Pforzheim zum Oberamt Pforzheim vereinigt)
  6. II. Landamt Pforzheim (1819 mit dem Stadt- und I. Landamt Pforzheim zum Oberamt Pforzheim vereinigt)
  7. Amt Durlach (ab 1824 Oberamt)
  8. Amt Stein (1821 aufgehoben)
  9. Amt Bretten
  10. Amt Eppingen (1813 errichtet)
  11. Amt Philippsburg (1813 zum Neckarkreis)

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Gondelsheim (1826 aufgelöst)
  2. Amt Hilsbach (1813 aufgelöst)

Grundherrliche Ämter

  1. Amt Gemmingen (1813 aufgelöst)

Neckarkreis (Mannheim)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Mannheim
  2. Amt Wiesloch
  3. Amt Ober-Heidelberg (1813 mit dem Amt Unter-Heidelberg zum Landamt Heidelberg und dieses 1826 mit dem Stadtamt Heidelberg zum Oberamt Heidelberg vereinigt)
  4. Amt Unter-Heidelberg (1813 mit dem Amt Ober-Heidelberg zum Landamt Heidelberg und dieses 1826 mit dem Stadtamt Heidelberg zum Oberamt Heidelberg vereinigt)
  5. Amt Schwetzingen
  6. Amt Ladenburg
  7. Amt Weinheim
  8. Stadtamt Heidelberg (1826 mit dem 1813 gebildeten Landamt Heidelberg zum Oberamt Heidelberg vereinigt)
  9. Amt Philippsburg (bis 1813 beim Pfinz- und Enzkreis)
  10. Amt Neckarbischofsheim
  11. Amt Neckargemünd (mit Neckarschwarzach, das 1813 aufgelöst wurde)
  12. Amt Eichtersheim (1813 aufgelöst)

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Zwingenberg (1813 aufgelöst)
  2. Amt Sinsheim
  3. Amt Eberbach
  4. Amt Mosbach (1813 aufgeteilt in Stadt- und I. Landamt sowie II. Landamt)

Main- und Tauberkreis (Wertheim)

Standesherrliche Ämter

  1. Stadt- und I. Landamt Wertheim
  2. II. Landamt Wertheim
  3. Amt Neudenau (1813 aufgelöst und dem II. Landamt Mosbach zugeteilt)
  4. Amt Billigheim (1813 aufgelöst und dem II. Landamt Mosbach zugeteilt)
  5. Amt Rosenberg (1813 aufgelöst)
  6. Amt Bronnbach
  7. Amt Steinfeld oder Rothenfels (1813 aufgelöst und 1819 an Bayern abgetreten)
  8. Amt Freudenberg (1813 aufgelöst)
  9. Amt Adelsheim (1813 aufgelöst)
  10. Amt Ballenberg-Krautheim (1813 aufgelöst, als Amt Krautheim 1826 wieder errichtet)
  11. Amt Grünsfeld (1813 Amtssitz nach Gerlachsheim verlegt)
  12. Amt Lohrbach (1813 aufgelöst)
  13. Amt Osterburken (1828 Amtssitz nach Adelsheim verlegt)
  14. Amt Mudau (1813 aufgelöst)
  15. Amt Buchen
  16. Amt Lauda (1813 aufgelöst)
  17. Amt Tauberbischofsheim
  18. Amt Külsheim und Hardheim (1813 aufgelöst)
  19. Amt Walldürn
  20. Amt Boxberg

Durch die zahlreichen Veränderungen seit 1810 bestanden 1830 nur noch sechs Kreise (Seekreis, Dreisamkreis, Kinzigkreis, Murg- und Pfinzkreis, Neckarkreis, Main- und Tauberkreis) sowie 55 landesherrliche und 22 standesherrliche Ämter.

Verwaltungsgliederung ab 1832

Am 1. Mai 1832 wurden die verbliebenen Kreisdirektorien aufgelöst und durch vier Kreisregierungen ersetzt.[6] Nachdem die Standesherrschaft Leiningen 1840 in ihren Rechten gestärkt wurde – sie erhielt die Gerichtsbarkeit erster Instanz und die untere Polizeigewalt zurück – wurden die fürstlich-leiningischen Ämter neu organisiert.[7] 1849 verzichteten die Standesherren endgültig auf ihre Hoheitsrechte, was erneut zu Änderungen der Ämtereinteilung führte.[8] 1857 wurden Verwaltung und Rechtspflege unterer Instanz voneinander getrennt,[9] parallel dazu zehn Bezirksämter aufgehoben.[10]

Seekreis (Konstanz)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Konstanz
  2. Amt Meersburg (1857 aufgehoben)
  3. Amt Blumenfeld (1857 aufgehoben)
  4. Amt Bonndorf
  5. Amt Bräunlingen (1840 aufgehoben)
  6. Amt Pfullendorf
  7. Amt Radolfzell
  8. Amt Stockach
  9. Amt Überlingen
  10. Amt Villingen

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Donaueschingen (1844 errichtet)
  2. Amt Salem (1857 aufgehoben)
  3. Amt Stetten (1849 aufgehoben)
  4. Amt Engen
  5. Amt Heiligenberg (1849 aufgehoben)
  6. Amt Hüfingen (1849 aufgehoben)
  7. Amt Möhringen (1844 aufgehoben)
  8. Amt Meßkirch
  9. Amt Neustadt
  10. Amt Stühlingen (1857 aufgehoben)

Oberrheinkreis (Freiburg im Breisgau)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Freiburg
  2. Landamt Freiburg
  3. Amt Breisach
  4. Amt Ettenheim
  5. Amt Hornberg (1857 aufgehoben)
  6. Amt Emmendingen
  7. Amt Jestetten (1857 aufgehoben)
  8. Amt Kenzingen
  9. Amt Lörrach
  10. Amt Müllheim
  11. Amt Säckingen
  12. Amt St. Blasien
  13. Amt Schönau
  14. Amt Schopfheim
  15. Amt Staufen
  16. Amt Triberg
  17. Amt Waldkirch
  18. Amt Waldshut

Mittelrheinkreis (Rastatt, ab 1847 Karlsruhe)

Landesherrliche Ämter

  1. Amt Rastatt
  2. Amt Achern
  3. Amt Baden
  4. Amt Rheinbischofsheim (1857 aufgehoben)
  5. Amt Kork
  6. Amt Bretten
  7. Amt Bühl
  8. Amt Eppingen
  9. Amt Ettlingen
  10. Amt Gengenbach
  11. Amt Gernsbach
  12. Amt Lahr
  13. Amt Oberkirch
  14. Stadtamt Karlsruhe
  15. Landamt Karlsruhe
  16. Oberamt Durlach
  17. Oberamt Pforzheim
  18. Oberamt Bruchsal
  19. Oberamt Offenburg

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Haslach (1857 aufgehoben)
  2. Amt Wolfach

Unterrheinkreis (Mannheim)

Landesherrliche Ämter

  1. Stadtamt Mannheim
  2. Oberamt Heidelberg
  3. Amt Hoffenheim (von 1841 bis 1848)
  4. Amt Ladenburg
  5. Amt Schwetzingen
  6. Amt Philippsburg
  7. Amt Neckarbischofsheim
  8. Amt Neckargemünd (1857 aufgehoben)
  9. Amt Wiesloch
  10. Amt Weinheim
  11. Amt Neudenau zu Mosbach (1841 errichtet, 1849 aufgehoben)

Standesherrliche Ämter

  1. Amt Wertheim
  2. Amt Adelsheim
  3. Amt Gerlachsheim
  4. Amt Krautheim
  5. Amt Tauberbischofsheim
  6. Amt Boxberg (1857 aufgehoben)
  7. Amt Buchen
  8. Amt Eberbach
  9. Amt Mosbach (1841 aus den fürstlich-leiningischen Orten von Stadt- und I. Landamt bzw. II. Landamt neu zugeschnitten)
  10. Amt Sinsheim
  11. Amt Walldürn

Verwaltungsgliederung ab 1864

Verwaltungsgliederung 1890: Landeskommissärbezirke, Kreise und Bezirksämter

Mit dem Gesetz, die Organisation der innern Verwaltung betreffend vom 5. Oktober 1863,[11] wirksam zum 1. Oktober 1864,[12] wurden die bisherigen vier Kreise aufgelöst und die Bezirksämter direkt dem Innenministerium unterstellt, wobei die Zahl der Ämter auf 59,[13] ab 1872 auf 52 (ab 1898 wieder 53) reduziert wurde. Gleichzeitig wurden 11 (neue) Kreise – nunmehr als Selbstverwaltungskörperschaften ohne staatliche Funktion – eingerichtet. Als Aufsichtsbehörde wurden den Kreisen und Ämtern vier Landeskommissäre übergeordnet.

Die Landeskommissärbezirke mit ihren zugehörigen Kreisen und Ämtern:

Landeskommissärbezirk Konstanz

Kreis Konstanz

  1. Bezirksamt Engen
  2. Bezirksamt Konstanz
  3. Bezirksamt Meßkirch
  4. Bezirksamt Pfullendorf
  5. Bezirksamt Radolfzell (1872 aufgehoben)
  6. Bezirksamt Stockach
  7. Bezirksamt Überlingen

Kreis Villingen

  1. Bezirksamt Donaueschingen
  2. Bezirksamt Triberg
  3. Bezirksamt Villingen

Kreis Waldshut

  1. Bezirksamt Bonndorf
  2. Bezirksamt Jestetten (1872 aufgehoben)
  3. Bezirksamt St. Blasien
  4. Bezirksamt Säckingen
  5. Bezirksamt Waldshut

Landeskommissärbezirk Freiburg

Kreis Freiburg

  1. Bezirksamt Breisach
  2. Bezirksamt Emmendingen
  3. Bezirksamt Ettenheim
  4. Bezirksamt Freiburg
  5. Bezirksamt Kenzingen (1872 aufgehoben)
  6. Bezirksamt Neustadt
  7. Bezirksamt Staufen
  8. Bezirksamt Waldkirch

Kreis Lörrach

  1. Bezirksamt Lörrach
  2. Bezirksamt Müllheim
  3. Bezirksamt Schönau
  4. Bezirksamt Schopfheim

Kreis Offenburg

  1. Bezirksamt Gengenbach (1872 aufgehoben)
  2. Bezirksamt Kehl (bis 1881 Kork)
  3. Bezirksamt Lahr
  4. Bezirksamt Oberkirch
  5. Bezirksamt Offenburg
  6. Bezirksamt Wolfach

Landeskommissärbezirk Karlsruhe

Kreis Baden

  1. Bezirksamt Achern
  2. Bezirksamt Baden
  3. Bezirksamt Bühl
  4. Bezirksamt Gernsbach (1872 aufgehoben)
  5. Bezirksamt Rastatt

Kreis Karlsruhe

  1. Bezirksamt Bretten
  2. Bezirksamt Bruchsal
  3. Bezirksamt Durlach
  4. Bezirksamt Ettlingen
  5. Bezirksamt Karlsruhe
  6. Bezirksamt Pforzheim

Landeskommissärbezirk Mannheim

Kreis Mannheim

  1. Bezirksamt Mannheim
  2. Bezirksamt Schwetzingen
  3. Bezirksamt Weinheim

Kreis Heidelberg

  1. Bezirksamt Eppingen
  2. Bezirksamt Heidelberg
  3. Bezirksamt Sinsheim
  4. Bezirksamt Wiesloch

Kreis Mosbach

  1. Bezirksamt Adelsheim
  2. Bezirksamt Boxberg (Amtssitz 1864 von Krautheim nach Boxberg verlegt, 1872 aufgehoben, 1898 wieder errichtet)
  3. Bezirksamt Buchen
  4. Bezirksamt Eberbach
  5. Bezirksamt Mosbach
  6. Bezirksamt Tauberbischofsheim
  7. Bezirksamt Wertheim
  8. Bezirksamt Walldürn (1872 aufgehoben)

Verwaltungsgliederung ab 1924

Baden 1930 (mit den Landeskommissärbezirken)

1924 wurde die Zahl der Bezirksämter erneut reduziert und zwar von 53 auf 40. Der Leitende Beamte des Bezirksamts erhielt die Bezeichnung Landrat.

Die Landeskommissärbezirke mit ihren zugehörigen Kreisen und Ämtern:

Landeskommissärbezirk Konstanz

Kreis Konstanz

  1. Bezirksamt Engen
  2. Bezirksamt Konstanz
  3. Bezirksamt Meßkirch
  4. Bezirksamt Pfullendorf
  5. Bezirksamt Stockach
  6. Bezirksamt Überlingen

Kreis Villingen

  1. Bezirksamt Donaueschingen
  2. Bezirksamt Villingen

Kreis Waldshut

  1. Bezirksamt Säckingen
  2. Bezirksamt Waldshut

Landeskommissärbezirk Freiburg

Kreis Freiburg

  1. Bezirksamt Emmendingen
  2. Bezirksamt Freiburg
  3. Bezirksamt Neustadt
  4. Bezirksamt Staufen
  5. Bezirksamt Waldkirch

Kreis Lörrach

  1. Bezirksamt Lörrach
  2. Bezirksamt Müllheim
  3. Bezirksamt Schopfheim

Kreis Offenburg

  1. Bezirksamt Kehl
  2. Bezirksamt Lahr
  3. Bezirksamt Oberkirch
  4. Bezirksamt Offenburg
  5. Bezirksamt Wolfach

Landeskommissärbezirk Karlsruhe

Kreis Baden

  1. Bezirksamt Bühl
  2. Bezirksamt Rastatt

Kreis Karlsruhe

  1. Bezirksamt Bretten
  2. Bezirksamt Bruchsal
  3. Bezirksamt Ettlingen
  4. Bezirksamt Karlsruhe
  5. Bezirksamt Pforzheim

Landeskommissärbezirk Mannheim

Kreis Heidelberg

  1. Bezirksamt Heidelberg
  2. Bezirksamt Sinsheim
  3. Bezirksamt Wiesloch

Kreis Mannheim

  1. Bezirksamt Mannheim
  2. Bezirksamt Weinheim

Kreis Mosbach

  1. Bezirksamt Adelsheim
  2. Bezirksamt Buchen
  3. Bezirksamt Mosbach
  4. Bezirksamt Tauberbischofsheim
  5. Bezirksamt Wertheim

Verwaltungsgliederung ab 1936

1936/1938 wurde die Zahl der Bezirksämter erneut reduziert und zwar von 40 auf 27. Bereits 1935 waren sieben Städte durch die Deutsche Gemeindeordnung zu Stadtkreisen erklärt worden, ohne jedoch kreisfrei zu werden. Erst mit Wirkung vom 29. Juni 1939 wurden diese Städte kreisfrei. Die bisherigen Amtsbezirke wurden ab dem 1. Januar 1939 als Landkreise bezeichnet, die untere staatliche Verwaltungsbehörde hieß Der Landrat. Kommunale Selbstverwaltung auf Kreis- und Gemeindeebene und die damit verbundenen demokratischen Rechte waren im nationalsozialistischen Staat außer Kraft gesetzt.

Die Landeskommissärbezirke mit ihren zugehörigen Stadt- und Landkreisen:

Landeskommissärbezirk Mannheim

Stadtkreise

  1. Heidelberg
  2. Mannheim

Landkreise

  1. Landkreis Buchen
  2. Landkreis Heidelberg
  3. Landkreis Mannheim
  4. Landkreis Mosbach
  5. Landkreis Sinsheim
  6. Landkreis Tauberbischofsheim

Landeskommissärbezirk Karlsruhe

Stadtkreise

  1. Baden-Baden
  2. Karlsruhe
  3. Pforzheim

Landkreise

  1. Landkreis Bruchsal
  2. Landkreis Bühl
  3. Landkreis Karlsruhe
  4. Landkreis Pforzheim
  5. Landkreis Rastatt

Landeskommissärbezirk Freiburg

Stadtkreise

  1. Freiburg im Breisgau

Landkreise

  1. Landkreis Emmendingen
  2. Landkreis Freiburg
  3. Landkreis Kehl
  4. Landkreis Lahr
  5. Landkreis Lörrach
  6. Landkreis Müllheim
  7. Landkreis Neustadt, später Landkreis Hochschwarzwald
  8. Landkreis Offenburg
  9. Landkreis Wolfach

Landeskommissärbezirk Konstanz

Stadtkreise

  1. Konstanz

Landkreise

  1. Landkreis Donaueschingen
  2. Landkreis Konstanz
  3. Landkreis Säckingen
  4. Landkreis Stockach
  5. Landkreis Überlingen
  6. Landkreis Villingen
  7. Landkreis Waldshut

Diese Einteilung blieb bis 1945 unverändert erhalten und wurde im Wesentlichen auch von den Nachfolgeländern Württemberg-Baden und Baden (Südbaden) sowie vom 1952 entstandenen Südweststaat Baden-Württemberg bis 1972 beibehalten. 1953 wurde lediglich der Stadtkreis Konstanz aufgelöst und wieder in den Landkreis Konstanz integriert. Rechtsstellung und Aufgaben der Landkreise und ihrer Organe Kreistag und Landrat werden durch die baden-württembergische Landkreisordnung geregelt. Allerdings wurden die Landeskommissärbezirke nach 1945 aufgelöst; sie waren ohnehin nie eine Mittelbehörde – wie die Regierungspräsidien – gewesen und waren angesichts der Teilung Badens in zwei Teilgebiete nicht nötig für die Verbesserung des Kontaktes zwischen der Regierungsebene und den Landkreisen. Als Mittelbehörde Regierungsbezirk wurden 1952 dann die beiden südlichen Länder und die Landesbezirke des nördlichen Landes ausgestaltet.

Einzelnachweise

  1. 6. Organisationsedikt vom 9. März 1803, Abdruck im Schwäbischen Merkur
  2. Regierungsblatt des Großherzogtums Baden 1807, S. 93, Ergänzungen S. 281, siehe auch Verzeichnis der Grundherrschaften
  3. Großherzoglich Badisches Regierungsblatt 1809, S. 395
  4. Großherzoglich Badisches Regierungsblatt 1810, S. 355
  5. Großherzoglich Badisches Regierungsblatt 1813, S. 129
  6. Großherzoglich Badisches Staats- und Regierungs-Blatt 1832, S. 133
  7. Großherzoglich Badisches Staats- und Regierungs-Blatt 1840, S. 263
  8. Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1849, S. 442
  9. Verordnung, wirksam zum 1. September 1857, Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1857, S. 318
  10. Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1857, S. 357
  11. Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1863, S. 399
  12. Vollzugsverordnung siehe Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1864, S. 333
  13. Durch Verordnung, siehe Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 1864, S. 299, wurden zum 1. Oktober 1864 die Bezirksämter Gerlachsheim, Ladenburg, Neckarbischofsheim, Philippsburg aufgehoben, Stadt- und Landamt Freiburg zum Bezirksamt Freiburg vereinigt, Stadt- und Landamt Karlsruhe zum Bezirksamt Karlsruhe vereinigt sowie der Sitz des seitherigen Bezirksamts Krautheim nach Boxberg verlegt. Das 1857 aufgehobene Bezirksamt Jestetten wurde wieder hergestellt.

Literatur

  • Karl Stiefel: Baden 1648–1952, 2 Bände, 2104 S., Karlsruhe 1977.
  • Franz Götz: Amtsbezirke und Kreise im badischen Bodenseegebiet. Radolfzell 1971 (Hegau-Bibliothek, Band 17).
  • Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Karten VII,4 und VII,5 Verwaltungsgliederung in Baden, Württemberg und Hohenzollern, mit Beiwort. Stuttgart 1976.

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