Vicosoprano


Vicosoprano
Vicosoprano
Wappen von Vicosoprano
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden
Bezirk: Malojaw
Gemeinde: Bregagliai2
Postleitzahl: 7603
Koordinaten: (768058 / 135827)46.3527799.6222231067Koordinaten: 46° 21′ 10″ N, 9° 37′ 20″ O; CH1903: (768058 / 135827)
Höhe: 1'067 m ü. M.
Fläche: 54.00 km²
Einwohner: 445 (31. Dezember 2008)
Vicosoprano

Vicosoprano

Karte
Karte von Vicosoprano
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Vicosoprano (deutsch: Vespran, rätoromanisch Visavraun) war eine politische Gemeinde im Bergell im Bezirk Maloja im schweizerischen Graubünden . Der Name stammt von Vicus supranus (= Oberes Dorf). Durch das Dorf fliesst die Maira.

Auf den 1. Januar 2010 fusionierten die Gemeinden des Bergells Bondo, Castasegna, Soglio, Stampa und Vicosoprano zur neuen Gemeinde Bregaglia.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Beschreibung: Geteilt von Silber (Weiss) und Schwarz, in Silber ein aufrechter schwarzer, rot bewehrter Steinbock, In Schwarz eine silberne zweitürmige Zinnenburg mit Tor. Nach einem älteren Wappen vereinfacht.

Das Wappen der mit Vicosoprano fusionierten Gemeinde Casaccia zeigte: In Schwarz ein gestürzter silberner (weisser) Sparren, überhöht von einem silbernen Hufeisen. Auf die Weggabelung zwischen Septimer und Maloja verweist der gestürzte Sparren; für den Saumverkehr über die Pässe steht das Hufeisen. Die Farben sind die jenigen des Gotteshausbundes.

Bevölkerung

Sprachen

In Vicosoprano spricht man eine lombardische Mundart. Es gibt seit Jahrzehnten eine grössere deutschsprachige Minderheit. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen in Vicosoprano
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 43 10,83 % 41 10,43 % 55 12,82 %
Rätoromanisch 8 2,02 % 16 4,07 % 18 4,20 %
Italienisch 342 86,15 % 329 83,72 % 346 80,65 %
Einwohner 397 100 % 393 100 % 429 100 %

Religionen und Konfessionen

In den drei Ortsteilen Vicosopranos wurde die Reformation zwischen 1529 und 1553 eingeführt, in der früher selbständigen Gemeinde Casaccia 1551.

Nationalität

Von den Ende 2005 453 Bewohnern waren 420 Schweizer Staatsangehörige.

Geschichte

Casaccia

Vicosoprano war bereits im frühen Mittelalter besiedelt. Der Name taucht erstmals 1096 in der lateinischen Form vicus supranus auf. Die Ortschaft ist Hauptort der Talschaft Bergell und war deshalb Sitz eines Vogts. 1971 fusionierte das rund 6 Kilometer weiter nördlich gelegene Dorf Casaccia mit Vicosoprano.

Wirtschaft

Die Arbeitsplätze stammen aus Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie dem Dienstleistungssektor und Gastgewerbe. Im Dorf stehen zwei Hotels zur Verfügung. Oberhalb des Dorfes steht am rechten Ufer der Mera der Campingplatz «Mulina».

Im Ortsteil Löbbia stehen ein Kraftwerk und ein Unterwerk des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ). Das EWZ versorgt neben Zürich auch die Bündner Talschaften, wo ein beträchtlicher Teil des Stroms produziert wird.

Verkehr

Vicosoprano wird von der Engadiner Buslinie 4 bedient; Konzessionär ist der Schweizerische Postautodienst.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirchen stehen unter kantonalem Denkmalschutz. Reformierte Hauptkirche ist S. Trinità, wesentlich älter San Cassiano. Regelmässige Gottesdienste finden auch in der reformierten Kirche Casaccia statt.
  • Im Zentrum steht der runde Senvelenturm aus dem 13. Jahrhundert, der in das Rathaus eingebaut ist. An seiner Aussenmauer ist noch der Prangerblock mit der Halskette zu sehen.
  • Am westlichen Dorfrand Vicosopranos steht der «Salisturm», ein sechsstöckiger Wohnturm. Er stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und wurde 1580 für Rudolf von Salis umgebaut. Die Fenster wurden im 16. und 18. Jahrhundert eingebaut, weitere Umbauten erfolgten 1821. [1]
  • Am westlichen Dorfausgang stehen links auf einer Waldlichtung die steinernen Säulen des Galgens.

Viele der Sehenswürdigkeiten im Bergell lassen sich mit einer Wanderung verbinden.[2]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Ludmila Seifert, Leza Dosch: Kunstführer durch Graubünden
  2. Kulturwanderung Schweiz im Bergell, Graubünden mit zusätzlichen Informationen zu Stampa

Literatur

  • Thomas Bitterli: Schweizer Burgenführer, Friedrich Reinhard Verlag Basel/Berlin, 1995
  • Ludmila Seifert, Leza Dosch: Kunstführer durch Graubünden: Scheidegger & Spiess, Zürich 2008
  • Willy Zeller: Kunst und Kultur in Graubünden, Haupt Verlag Bern, 1993

Weblinks

 Commons: Vicosoprano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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