Vilanova i la Geltrú


Vilanova i la Geltrú
Gemeinde Vilanova i la Geltrú
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Vilanova i la Geltrú
Vilanova i la Geltrú (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Katalonien
Provinz: Barcelona
Comarca: Garraf
Koordinaten 41° 14′ N, 1° 44′ O41.2251.72522Koordinaten: 41° 14′ N, 1° 44′ O
Höhe: 22 msnm
Fläche: 33,99 km²
Einwohner: 66.532 (1. Jan. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.957,4 Einw./km²
Postleitzahl: 08800
Gemeindenummer (INE): 08307
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Katalanisch
Bürgermeister: Joan Ignasi Elena García
Daten der Generalitat: MuniCat 2008
Sitze im Gemeinderat: Kommunalwahl 2007
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Localización de Vilanova i la Geltrú en Garraf.svg

Vilanova i la Geltrú (Spanisch Villanueva y Geltrú) ist eine spanische Stadt in der Autonomen Region Katalonien. Sie liegt 45 km von Barcelona und 40 km von Tarragona entfernt.

Sie ist die Hauptstadt der Comarca Garraf in der Provinz Barcelona. Die Einwohnerzahl beträgt 61426.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In der Mitte des 18. Jahrhunderts, als König Carlos II der Stadt Vilanova den Handel mit Amerika erlaubte, erlebte die Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein Fortschritt zeigte sich nicht nur in der Anhäufung von Reichtümern, sondern gleichzeitig in einem Aufblühen der Kultur. Damals wurden die ersten sociedades recreativas gegründet, Orte der Begegnung und der Erholung.

Küstenboulevard „Paseo Ribes Roges“ von Vilanova
Hafen von Vilanova

Vilanova i la Geltrú wurde offiziell 1274 gegründet, als König Jaume I ihr das Stadtrecht verlieh, und hat eine große Geschichte, die sich in zahlreichen Orten von kultureller Bedeutung zeigt. Die goldene Zeitalter der Stadt war die Romantik, eine Zeit, die sich gut an Gebäuden wie dem Museo Víctor Balaguer, das durch ihn als letztem Minister für die spanischen Überseegebiete in Auftrag gegeben wurde, widerspiegelt. Andere wichtige Paläste und Herrensitze sind die Casa Renard, Foment Vilanoví, Casa Cabanyes', Casa Samà und Can Pahissa. Kulturell bedeutsame Einsiedeleien und Kirchen sind San Cristóbal, San Gervasio und Santa María de Geltrú. In der letzteren befindet sich ein bedeutendes Altarbild aus dem 18. Jahrhundert.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erscheinen die eindrucksvollen Gartenanlagen, die der Stadt ein großstädtisches Flair gaben und zu großen Teilen auf Kontakte wie beispielsweise mit der Insel Kuba zurückgehen.

Diese festliche und kulturelle Atmosphäre, die sich erst in Erholungsgärten zeigte, schlug sich schließlich in geschlossenen Spielstätten nieder. 1804 errichtete Pedro Grumà das erste Theater in der Stadt die Sala, ein quadratisches Gebäude mit Gewölben, das sowohl als Theater als auch als Ballsaal diente.

Nach der Legende entstand die neue Stadt, weil der Feudalherr von Geltrú ein Gesetz herausgab, nach dem er, wenn eine Frau heiraten wollte, das Recht der Ersten Nacht haben solle. Viele der Heiratswilligen verließen daraufhin die Stadt und ließen sich in der Nähe des Meeres auf dem Territorium von Cubelles nieder und gründeten hier die „Vila Nova de Cubelles“. Jahre später, 1279, verlieh Jaume I dem Ort das Stadtrecht. Eine andere Legende führt die Gründung von Villanueva auf ein Liebespaar zurück, das aus zwei verfeindeten Familien stammte und beschloss, die Stadt zu verlassen, um eine neue zu gründen. Die Zeit verging und die Städte wuchsen schließlich zusammen.

Vilanova i la Geltrú heute

Vilanova i la Geltrú, die Hauptstadt der Comarca von Garraf (Barcelona), ist eine der Städte in Spanien, die stark von fortschrittlichen Technologien geprägt ist. Dazu zählen die (Universitat Politècnica de Catalunya) und der geplante Bau von Neápolis. Sie ist der drittwichtigste Hafen von Katalonien.

Die Stadt verfügt über eine gute Verkehrsanbindung. Die Autobahn C32 (auch Autobahn „Pau Casals“) erlaubt eine gute Verbindung mit der katalanischen Hauptstadt. Die Stadt hat einen Bahnhof.

Die Bevölkerung der Stadt war 2005 auf 61427 gewachsen. Die Stadt betreibt mehrere ambitionierte Projekte, wie die Vergrößerung des Strandes, das Industriegebiet „San Jordi“ und die geplante Umgestaltung der Meeresseite der Stadt.

Unter den Festen und Traditionen ist besonders der Karneval zu nennen, der sowohl von Tradition wie von Innovation geprägt ist.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Francesc Macià (1932–1933)
  • Manuel de Cabanyes, Dichter
  • Joan Magriñà, Tänzer
  • Eduard Toldrà, Violinist
  • Leonora Milà, Pianist und Komponist
  • Martí Torrents, Maler
  • Enric Cristòfol Ricart, Maler
  • Francesc Escribano, Leiter von Televisió de Catalunya
  • Sergi López, Schauspieler
  • Josep Piqué i Camps, spanischer Minister

Städtepartnerschaften

Literatur

  • José Antonio Garí y Siumell: Descripción é historia de la villa de Villanueva y Geltrú desde su fundación hasta nuestros días. El Cep i la Nansa - Ajuntament de Vilanova i la Geltrú, Vilanova i la Geltrú 1996, ISBN 84-85960-05-X, (Antina 1).
  • Albert Virella i Bloda: Vilanova i la Geltrú. Del milenari de Cubelles al seté contenari de la carta-pobla de Vilanova. Próleg de Josep Iglésies. Selecta, Barcelona 1974, ISBN 84-298-0581-8, (Biblioteca selecta 481), (Ciutats i paisatges 58).

Weblinks

 Commons: Vilanova i la Geltrú – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Population Figures referring to 01/01/2010. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística.

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