Voiron


Voiron
Voiron
Wappen von Voiron
Voiron (Frankreich)
Voiron
Region Rhône-Alpes
Département Isère
Arrondissement Grenoble
Kanton Voiron
Gemeindeverband Communauté d’agglomération du Pays Voironnais.
Koordinaten 45° 22′ N, 5° 35′ O45.3633333333335.59279Koordinaten: 45° 22′ N, 5° 35′ O
Höhe 279 m (222–846 m)
Fläche 21,90 km²
Einwohner 20.400 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 932 Einw./km²
Postleitzahl 38500
INSEE-Code
Website www.ville-voiron.fr
Blick auf Voiron vom Bois Joli

Voiron ist eine Gemeinde mit 20.400 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) im Département Isère und liegt im Südosten Frankreichs, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Grenoble, etwa 200 Kilometer südlich von Genf, 100 Kilometer östlich von Lyon und 350 Kilometer nördlich der Côte d'Azur. Voiron wird eingefasst vom „Massif du Vercors" im Süden und im Osten vom „Massif de la Chartreuse". Im weiteren Umfeld gibt es weitere alpine Berggipfel mit teils über 3000 Meter Höhe, unter anderem das Massif Belledonne.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

In Voiron sind verschiedene Industriezweige ansässig:

Verkehr

Zufahrten

  • Straße: Voiron ist über die französische Autobahn A48, Ausfahrt „Voiron-Champfeuillet“ zu erreichen.
  • Schiene: Der Bahnhof Voiron liegt an der Eisenbahnstrecke der SNCF zwischen Lyon und Grenoble.
    • der „Lazer“, eine Regionalschnellbahn, verbindet Voiron mit Grenoble mehrere Male pro Tag.
  • Der nächstgelegene Flughafen ist der Grenoble/Saint-Geoirs.

Touristik

Als Urlaubsregion hat Voiron einiges zu bieten:

  • Im Vercorsgebirge ist die für Wintersport nötige Infrastruktur vorhanden.
  • Die umgebenden Bergmassive bieten ideale Möglichkeiten zum Bergwandern.

Partnerschaften

Vor über vierzig Jahren, 1966, ist die Stadt eine Partnerschaft mit dem deutschen Kreis Herford und seinen neun Kommunen in Nordrhein-Westfalen eingegangen. Es folgte 1971 ein Partnerschaftsvertrag mit Šibenik in Jugoslawien und 1985 mit Bassano del Grappa in der italienischen Provinz Vicenza, Venetien.

Historisches

Während des Zweiten Weltkrieges war das umgebende Vercorsgebirge die Hochburg der französischen Résistance und Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen Franzosen und Deutschen. Ganze Dörfer wurden durch die Deutschen ausgerottet; an den Schauplätzen der Kämpfe finden sich Gedenktafeln an das Geschehen und für die Opfer des damaligen „Erbfeindes".

Saint Bruno

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kreideformationen des Vercorsgebirges begünstigen das Entstehen von Tropfsteinhöhlen
    • zum Beispiel der „Grotte de Choranche“, in der hohle, makkaroniförmige Stalaktiten, hauchdünne, bis zu drei Meter lange Fistuleuses zu sehen sind,
    • zum anderen treffen unterirdisch zwei Flüsse in einem Höhlensee zusammen, dieses Phänomen ist in Europa einzigartig.
  • Im „Massif de la Chartreuse" befindet sich das erste Kartäuserkloster, La Grande Chartreuse, dessen Mönche seit 1737 aus 130 ausgewählten, in ihrer Zusammensetzung geheimen Kräutern einen hochprozentigen Likör herstellt: Das „Elixir Végétal“ mit 71 Volumenprozent Alkohol, mit 55 Volumenprozent Alkohol der „Chartreuse grün“ (Chartreuse verte) und mit etwa 40 Volumenprozent der „Chartreuse gelb“ (Chartreuse jaune). Die Brennerei im Stadtinnern lässt sich auch besichtigen.
  • Das Stadtbild beherrscht die im 19. Jahrhundert im Stil einer Kathedrale erbaute Kirche Saint Bruno.
  • Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist die im Mittelalter erbaute vormalige Pfarrkirche Saint Pierre.
  • Zur Statue von Notre-Dame-de-Vouise auf einer Anhöhe über der Stadt (737 m) mit schönem Ausblick auf die Stadt und die umgebenden Berge führt ein etwas mühevoller Aufstieg von etwa einer dreiviertel Stunde.
  • Der Stadtpark mit 30.400 Quadratmeter Fläche wurde der Stadt 1921 per Testament durch Marie-Thérèse Castelbon, geborene Becquart überlassen.
  • Zweimal pro Woche wird in der Stadt unter freien Himmel ein öffentlicher Markt abgehalten.

Weblinks

 Commons: Voiron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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