Walliser Alpen


Walliser Alpen
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Walliser Alpen
Walliser Alpen nach SOIUSA-Einordnung

Walliser Alpen nach SOIUSA-Einordnung

Höchster Gipfel Dufourspitze (4'634 m ü. M.)
Lage Schweiz, Italien
Teil der Westalpen
Koordinaten, (CH) 45° 59′ N, 7° 40′ O; (617134 / 91794)45.97757.65972222222224634Koordinaten: 45° 59′ N, 7° 40′ O; CH1903: (617134 / 91794)

Die Walliser Alpen (auch: Penninische Alpen) sind eine Untergruppe der Westalpen. Anteil haben die Schweiz mit dem Kanton Wallis und Italien mit den Regionen Piemont und Aostatal. Die Gebirgsgruppe erstreckt sich über das große Gebiet zwischen dem Rhônetal im Norden und dem Aostatal im Süden bzw. zwischen dem Simplonpass im Osten und dem Grossen Sankt Bernhard im Westen. In der Führerliteratur des SAC aus praktischen Erwägungen noch ausgedehnter vom Griespass beim Nufenenpass im Osten bis zum L'Eau Noire und Trient im Westen.

Der höchste Berg der Walliser Alpen ist mit 4'634 m ü. M. die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

  • in den Walliser Alpen liegen die meisten Viertausender aller Alpengruppen
  • die Walliser Alpen sind die Alpengruppe mit der größten Vergletscherung
  • die Dufourspitze ist der höchste Gipfel der Schweiz mit 4'634 m ü. M., während der Dom der höchste Berg ist, der vollständig innerhalb der Schweiz liegt
  • markant und mit drei Graten versehen sind das Matterhorn und das Weisshorn, welches einen ausgesprochen ebenmäßigen Gipfel besitzt
  • die italienische Monte-Rosa-Ostwand ist die höchste Wandreihe der Alpen mit einem Höhenunterschied von fast 3'000 m ü. M.; im Monte-Rosa-Massiv befinden sich zahlreiche Viertausender
  • die Walliser Alpen weisen den größten Höhenunterschied innerhalb einer Gebirgsgruppe in den Alpen auf: zwischen dem höchsten (Dufourspitze, 4'634 m ü. M.) und dem tiefsten Punkt (Fluss Dora Baltea bei Ivrea im Piemont, 253 m) liegt ein Höhenunterschied von fast 4'400 m ü. M.
  • der italienische Naturpark Alta Valsesia im obersten Val Sesia auf der Südseite des Hauptkamms der Walliser Alpen ist der höchstgelegene Park Europas. Er erstreckt sich in eine Höhe von bis zu 4'559 m ü. M..
  • die Capanna Regina Margherita ist die höchstgelegene bewirtschaftete Hütte der Alpen in 4'554 m ü. M. Höhe auf dem Gipfel der Signalkuppe im Monte-Rosa-Stock
  • der Simplon-Tunnel ist der zweitlängste Eisenbahntunnel der Schweiz bzw. Italiens und der zweitlängste Eisenbahntunnel Kontinentaleuropas (nach dem Lötschberg-Basistunnel)
  • die Pendelbahn auf das Klein Matterhorn ist mit einer Bergstation in 3'820 m ü. M. Höhe die höchstgelegene Seilbahn der Schweiz
  • die Metro Alpin bei Saas Fee ist die höchstgelegene Standseilbahn der Welt mit einer Bergstation auf 3'600 m ü. M.
  • der Lac des Dix ist der größte Stausee der Schweiz mit 400 Mio. m³ Fassungsvermögen und verfügt über die höchste Gewichtsstaumauer der Welt mit 284 m Höhe.

Gipfel

Panorama der Walliser Alpen vom Allalinpass. Als markante Gipfel sind Breithorn, Matterhorn, Dent Blanche, Zinalrothorn, Weisshorn, Alphubel und Allalinhorn zu sehen.
Panorama der Walliser Alpen vom Allalinpass. Als markante Gipfel sind Breithorn, Matterhorn, Dent Blanche, Zinalrothorn, Weisshorn, Alphubel und Allalinhorn zu sehen.

Viertausender

In den Walliser Alpen gibt es 43 Viertausender. Damit befindet sich die Hälfte aller Viertausender der Alpen in den Walliser Alpen. Die andere Hälfte der Viertausender verteilt sich auf fünf andere Gebirgsgruppen der Alpen.

Dent Blanche (4'357 m ü. M.), Ober Gabelhorn (4'063 m ü. M.), Zinalrothorn (4'221 m ü. M.) and Weisshorn (4'505 m ü. M.)
Dom (4'545 m ü. M.)
Allalinhorn (4'027 m ü. M.)
Breithorn (4'164 m ü. M.)

Weitere Gipfel

Schutzgebiete

Landschaften von nationaler Bedeutung (Schweiz)

Gemäß Artikel 5 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz führt die Schweiz ein Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

In den Walliser Alpen gibt es zur Zeit sieben dieser Landschaften:

  • Nr. 1701, Bezeichnung: Binntal, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1977, Größe: 5.084 ha, durch Eingriffe nicht beeinträchtigtes Alpental mit kleinen Seen; Geologisch sehr vielseitig; einzigartiges Fundgebiet für Mineralien; außergewöhnlich reiche Pflanzenwelt
  • Nr. 1703, Bezeichnung: Val de Bagnes, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1977, Größe: 16.869 ha, stark vergletscherte Hochgebirgslandschaft; vielfältige Flora und Fauna; bedeutende Steinwildkolonie
  • Nr. 1707, Bezeichnung: Dent Blanche-Matterhorn-Monte Rosa, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1983, Revision: 1996, Größe: 26.942 ha
  • Nr. 1708, Bezeichnung: Pyramides d Euseigne, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1983, Größe: 70 ha
  • Nr. 1716, Bezeichnung: Pfynwald-Illgraben, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1998, Größe: 5.074 ha
  • Nr. 1717, Bezeichnung: Laggintal-Zwischenbergtal, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1998, Größe: 11.498 ha
  • Nr. 1718, Bezeichnung: Val de Rechy-Sasseneire, Jahr der Aufnahme in das Inventar: 1998, Größe: 3.480 ha

Tourismus

Fern-/ Weitwanderwege

Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch die Walliser Alpen. Der Blaue Weg der Via Alpina verläuft mit 20 Etappen durch den südöstlichen, italienischen Teil der Walliser Alpen mit einem kurzen Abstecher auf die Schweizer Seite.

Hütten

Pässe

Bildgalerie

Weblinks

 Commons: Walliser Alpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur


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