Werner Bruschke


Werner Bruschke

Werner Bruschke (* 18. August 1898 in Magdeburg; † 17. Februar 1995 in Halle (Saale)) war Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt in der DDR.

Leben

Bruschke absolvierte in Magdeburg eine Ausbildung zum Schlosser. Er trat 1912 der Sozialistischen Arbeiterjugend und 1916 der SPD bei. 1917-18 leistete er Militärdienst. Bis 1927 arbeitete er als Schlosser in Magdeburg. Danach war er hauptamtlicher Funktionär der SPD und wurde 1933 Mitglied des Landtages.

Ab 1933 arbeitete er als Tabakwarenhändler und später Versicherungsvertreter. Aufgrund seiner illegalen politischen Tätigkeit wurde er 1939 wegen Hoch- und Landesverrat angeklagt, war in Untersuchungshaft und Schutzhaft und von 1942 bis 1945 Häftling in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau.

Ab 1945 arbeitete er im SPD-Bezirksvorstand Magdeburg. Am 1. Dezember 1945 wurde er als Vizepräsident der Provinz Sachsen Nachfolger des verunglückten Willy Lohmann.

Er wurde 1946 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Magdeburg. 1946-1948 war er Finanzminister von Sachsen-Anhalt und 1946-1949 mit Bernhard Koenen SED-Landesvorsitzender. Ab 1949 war er Abgeordneter der Volkskammer und ab 1950 Mitglied des Zentralkomitees der SED. 1949 bis 1952 war er Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, danach Vorsitzender des Rates des Bezirkes Halle, Bezirkstagsabgeordneter und Mitglied des SED-Bezirksleitung. 1955 trat er von seinen hauptamtlichen Funktionen aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Bruschke wurde 1955 mit dem Vaterländischen Verdienstorden und 1960 mit dem Banner der Arbeit ausgezeichnet.

Schriften

  • Für das Recht der Klasse - für die Macht der Arbeiter und Bauern, Halle 1981

Weblinks


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