Werner Koenig


Werner Koenig

Werner Koenig (* 20. April 1963; † 12. November 2000 in Verbier) war ein deutscher Produzent und Vorstandsvorsitzender der Helkon Media AG.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Werner Koenig begann seine Karriere 1983 als freier Mitarbeiter für verschiedene deutsche Fernseh- und Werbeproduktionen. Nach drei Jahren arbeitete er bereits als leitender Produzent und gründete 1986 zusammen mit seinem Partner Marcus O. Rosenmüller seine erste Produktionsfirma „Koenig - Rosenmüller“ . Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Haushamer Heimatfilm Regisseur Marcus H. Rosenmüller. „Koenig - Rosenmüller“ produzierte unter anderem Werbespots und Fernsehspecials und avancierte in den kommenden Jahren zum führenden deutschen Musikvideo-Produzenten mit über 100 hergestellten Musikvideos. 1989 wurde die Firma in MME Me, Myself & Eye Entertainment umbenannt und gehört heute zu den großen deutschen TV Produktionsfirmen.

1991 gründete Werner Koenig zusammen mit seinem Partner Martin Heldmann die Helkon Media GmbH. Am 7. Oktober 1999 gab die Firma, an der er zusammen mit seinem Partner Martin Heldmann Großaktionär war, ein Börsendebüt. Zwischenzeitlich verwaltete Helkon Media nicht nur ein Filmarchiv von über 500 Stunden, hauptsächlich neuer amerikanischer und europäischer Spielfilme, sondern gehörte im Lizenzhandel zu den führenden Independents Deutschlands.

Werner Koenig und Martin Heldmann haben unübersehbare Akzente in der deutschen Produktionslandschaft gesetzt. Gleich mit ihrer ersten Eigenproduktion, dem Kinofilm 14 Tage lebenslänglich, landeten sie einen Publikumserfolg, der unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Mit Nichts als die Wahrheit, der das schwierige Thema Josef Mengele und dessen fiktives Gerichtsverfahren aufgriff, hatte Helkon Media die Aufmerksamkeit der gesamten Branche auf sich gezogen.

Neben seiner filmischen Laufbahn graduierte Werner Koenig als Jurist an der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

Im November 2000 verunglückte er tödlich bei einer Drehortbesichtigung in den Bergen von Verbier. Er geriet bei der Ski-Abfahrt in eine Lawine. Bereits 1993 war er beim Skifahren in eine Lawine geraten, was er nur knapp überlebte.

Sport

In seiner sportlichen Karriere war er Mitglied der deutschen Junioren-Skinationalmannschaft sowie Mitglied der deutschen Segelnationalmannschaft im Olympiakader.

Nachwirken

2007 drehte Regisseur Klaus Stern den Dokumentarfilm Lawine – Leben und Sterben des Werner Koenig über Koenigs Biografie und Leben.

Weblinks


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