Wettiner Gymnasium

Wettiner Gymnasium
ehem. Wettiner Gymnasium

Das Wettiner Gymnasium in Dresden wurde 1879 zur Entlastung der Kreuzschule als zweites städtisches Gymnasium gegründet. Zunächst war es im Gebäude des alten Waisenhauses am Georgsplatz untergebracht. 1884 erfolgte der Bezug des auf dem Gelände des 1823 aufgelösten Pest- und Armenfriedhofs errichteten Schulneubaus, der vom Architekten Stadtbaurat Theodor Friedrich (1829–1891) entworfen und begleitet worden war. Am 7. Oktober 1944 zwischen 12 und 13 Uhr wurde der linke Gebäudeflügel durch den ersten Bombenangriff auf Dresden schwer beschädigt.[1] Danach zogen die Schüler in das Vitzthumsche Gymnasium um.[2] Dieser zerstörte Flügel wurde 1974 wieder aufgebaut.

Bis 1961 nutzte die Kreuzschule das Gebäude am Wettiner Platz 13, anschließend war dort bis 1981 die 9. Polytechnische Oberschule (auch Fritz-Heckert-Oberschule) [3] untergebracht. Nach Restaurierung und Umbau befindet sich jetzt dort die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Bekannte Lehrer

  • Johannes Wilhelm Kunze (1865–1927), evangelischer Theologe, 1889–1892
  • Woldemar Lippert (1861–1937), deutscher Archivar, 1887–1891
  • Kurt Schumann (1885–1970), sächsischer Heimatforscher und Reformpädagoge, 1918–1921

Bekannte Schüler

  • Paul Rieger (1870–1939), Rabbiner (zuletzt in Stuttgart) und Historiker
  • Carl Raswan (1893–1966), Buchautor und Verfasser von Fachbeiträgen zur Pferdezucht
  • Paul Richter (1894–1942), evangelischer Pfarrer und christlicher Märtyrer
  • Otto Josef Schlein (1895–1944), Arzt und Kommunist jüdischen Glaubens
  • Rudolf Kaffka (1923–1985), Theologe und Politiker (SPD), MdB

Quellen

  1. Böhme, Daniel. Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945: Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch- politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden. GRIN Verlag, 2008, S. 66, siehe Google Books Webversion
  2. Böhme, Daniel. Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945: Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch- politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden. GRIN Verlag, 2008, S. 67, siehe Google Books Webversion
  3. Bestandsübersicht 2004 – Stadtarchiv Dresden
51.05376944444413.724825

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