Wieselburg


Wieselburg
Wieselburg
Wappen von Wieselburg
Wieselburg (Österreich)
Wieselburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Scheibbs
Kfz-Kennzeichen: SB
Fläche: 5,43 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 15° 8′ O48.13333333333315.138888888889269Koordinaten: 48° 8′ 0″ N, 15° 8′ 20″ O
Höhe: 269 m ü. A.
Einwohner: 3.708 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 682,87 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3250
Vorwahl: 07416
Gemeindekennziffer: 3 20 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 26
3250 Wieselburg
Website: www.wieselburg.at
Politik
Bürgermeister: Günther Leichtfried (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
14 SPÖ, 7 ÖVP-Liste, 2 FPÖ
Lage der Stadt Wieselburg im Bezirk Scheibbs
Gaming Göstling an der Ybbs Gresten Gresten-Land Lunz am See Oberndorf an der Melk Puchenstuben Purgstall an der Erlauf Randegg Reinsberg (Niederösterreich) Scheibbs Sankt Anton an der Jeßnitz Sankt Georgen an der Leys Steinakirchen am Forst Wang Wieselburg Wieselburg-Land Wolfpassing NiederösterreichLage der Gemeinde Wieselburg im Bezirk Scheibbs (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das Rathaus von Wieselburg
Das Rathaus von Wieselburg
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
nächtlicher Blick auf die Brauerei

Wieselburg ist eine Stadtgemeinde mit 3708 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Wieselburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde Wieselburg umfasst 5,43 Quadratkilometer. 7,25 % der Fläche sind bewaldet. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Kleinen und der Großen Erlauf.

Die Stadtgemeinde Wieselburg hat keine weiteren Katastralgemeinden. Neben der Stadtgemeinde gibt es noch die Marktgemeinde Wieselburg-Land.

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Wieselburg ein Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Oberösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Der Name Wieselburg stammt von der Lage, denn „zwisila“ im Althochdeutschen und „zwisel“ im Mittelhochdeutschen, bedeuten „Zusammenfluss“. Am „Zwisel“ der beiden Flüsse, der großen und der kleinen Erlauf, wurde 976 eine Burg errichtet, in der sich auch eine Wehrkirche (Wieselburger Oktogon) befand. 1848 entstand die politische Gemeinde. 1913 kam es zur Vereinigung des Marktes Wieselburg mit Teilen der Ortsgemeinde Mitterwasser (mit Berg und Schacha) und der Ortsgemeinde Rottenhaus. Im Mai 1976 wurde die Marktgemeinde Wieselburg zur Stadt erhoben.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3.489 Einwohner. 1991 hatte die Stadtgemeinde 3.095 Einwohner, 1981 3.042 und im Jahr 1971 2.853 Einwohner. 2009 betrug die Bevölkerungszahl 3.675.

Politik

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Günther Leichtfried (SPÖ), Amtsleiterin Gudrun Lasselsberger.

Gemeinderatswahl 2005

Bei der am 6. März 2005 stattgefunden Gemeinderatswahl wurden 2.219 Stimmen abgegeben. 36 Stimmzettel waren ungültig. Von den 2.183 gültig abgegeben Stimmen ergibt sich folgende Mandatsverteilung:

Partei Stimmen Mandate
SPÖ 1.428 16
ÖVP 676 7
FPÖ 79 0

Gemeinderatswahl 2010

Bei der am 14. März 2010 stattgefunden Gemeinderatswahl wurden 2.412 Stimmen abgegeben. 54 Stimmzettel waren ungültig. Von den 2.358 gültig abgegeben Stimmen ergibt sich folgende Mandatsverteilung:

Partei Stimmen Mandate
SPÖ 1.449 14
ÖVP-Liste 682 7
FPÖ 227 2

Städtepartnerschaften

Seit 1996 hat Wieselburg eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Kreiensen im Landkreis Northeim in Deutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Historische Bedeutung hat vor allem das Wieselburger Oktogon, eines der bedeutendsten Bauwerke der Babenberger Zeit, in der Pfarrkirche. Die Kirche entstand um 1000, wurde um 1500 erweitert. 1706 trat das Stift Mondsee die Pfarre Wieselburg an den Passauer Bischof ab. Mit der Gründung der Diözese St. Pölten im Jahre 1785 wurde Wieselburg landesfürstliche Pfarre. In den Jahren 1953 bis 1958 wurde die Kirche in Wieselburg ausgebaut.

Das Schloss Wieselburg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und beherbergt heute das Museum für Ur- und Frühgeschichte.

Das Studiengebäude der Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg, ein mehrgeschoßiger Niedrigenergie-Holzbau, liegt direkt an der Ortseinfahrt.

Im Schloss Rottenhaus befindet sich das Verwaltungsgebäude der Landwirtschaftlichen Bundesversuchwirtschaft GmbH.

Parks

Im Zentrum von Wieselburg befindet sich der Schlosspark.

Die Figuren des Parkes stellen Hauptflüsse der Monarchie -Raab, Mur, Traun, Salzach und Enns- dar. Sie wurden in der Zeit des zweiten Weltkrieges von der Stadt Wien nach Wieselburg gebracht, doch die Originale kehrten 1986 nach Wien zurück, die im Schlosspark aufgestellten Figuren sind Abgüsse.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Wieselburg an der Erlauf

Die bedeutendsten Betriebe der Stadt sind neben dem größten Arbeitgeber im Bezirk Scheibbs, der ZKW Lichtsysteme (1200 Mitarbeiter) die Brauerei Wieselburg.

Überregionale Bedeutung hat seit 1928 auch die einwöchige Wieselburger Inter-Agrar mit Volksfest, (eine landwirtschaftliche Messe), die als größte Messe Niederösterreichs mit über 300.000 Besuchern und 550 Ausstellern gilt und jedes Jahr Ende Juni stattfindet. Schwerpunkte sind die Bereiche Bauen & Wohnen und im landwirtschaftlichen Teil die Themen Tierhaltung, Grünlandwirtschaft und seit 2006 Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energie. Daneben finden auf dem Messegelände Wieselburg über das ganze Jahr verteilt Veranstaltungen statt wie die "Bau & Energie Messe" oder die "Ab Hof Wieselburg".

Seit April 2003 gibt es ein Einkaufszentrum im Zentrum der Stadt namens "City Center Wieselburg" mit einer Einzelhandelsfläche von 8000 m² und einem Parkplatz mit 220 Stellplätzen.

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 221, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 10. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.623. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,6 Prozent.

Mit seiner Fachhochschule, dem Gymnasium, der Haupt-, Volks-, Sonder-, Musikschule und der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft, dem Francisco Josephinum (in Wieselburg-Land) ist Wieselburg außerdem als „Schulstadt“ bekannt.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Wieselburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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