Wigand Siebel


Wigand Siebel

Wigand Siebel (* 4. Januar 1929 in Freudenberg) ist ein deutscher Soziologe.

Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftlicher Werdegang

Nach seiner Promotion arbeitete Siebel an der Sozialforschungsstelle Dortmund und habilitierte sich 1964, und wurde im gleichen Jahr Universitätsdozent an der Ruhr-Universität Bochum. 1965 wurde er Ordentlicher Professor für Soziologie und Wissenschaftstheorie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Leben

Der emeritierte Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken war ursprünglich evangelisch und konvertierte kurz vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil zum katholischen Glauben. Er ist ein Vertreter des Sedisvakantismus und vertritt die Auffassung, dass der Päpstliche Stuhl seit dem Tode Papst Pius XII. vakant, also unbesetzt sei.

Sein wohl mit Abstand bedeutendstes wissenschaftliches Werk ist das Buch „Systematische Wahrheitstheorie“, in dem er sich mit der Pilatusfrage der Neuzeit auseinandersetzt, was nämlich Wahrheit ist und wie man sie erkennen kann, publizierte er erst spät. Es ist jedoch ein Standardwerk zu dieser Thematik der Erkenntnislehre geworden.

Im Bereich der Theologie setzte er sich für die traditionelle Ehezwecklehre ein.[1]

Seit vielen Jahren leitet Siebel das Oratorium von der göttlichen Wahrheit. In diesem Zusammenhang setzt er sich für ein homöopatisches Medikament, das sog. Oratoriumswasser, ein.[2][3]

Veröffentlichungen

  • Innerbetrieblicher Funktionszusammenhang und Berufsqualifikation. Eine soziologische Leitstudie in Industrieausrüsterbetrieben des Maschinenbaus. Westdeutscher Verlag, Köln 1962.
  • Die Logik des Experiments in den Sozialwissenschaften. Duncker & Humblot, Berlin 1965
  • Soziologie der Abtreibung. Enke, Stuttgart 1971.
  • Freiheit und Herrschaftsstruktur in der Kirche. Morus, Berlin 1971.
  • Das Opfer in der neuen Liturgie. Umbach, Kalkar 1972.
  • Liturgie als Angebot. Morus, Berlin 1972.
  • Einführung in die systematische Soziologie. C.H. Beck, München 1974.
  • Grundlagen der Logik. Uni-TB, München 1975.
  • Katholisch oder konziliar. Langen Müller, München 1978.
  • Das Messopfer. Werk unserer Erlösung kleine Meßerklärung. Petrus, Kirchen/Sieg 1980 .
  • Herrschaft und Liebe. Duncker & Humblot, Berlin 1984.
  • Der Heilige Geist als Relation. Aschendorff, Münster 1986.
  • Philosophie und Theologie Karol Wojtylas. Saka, Basel 1986
  • Systematische Wahrheitstheorie. Peter Lang, Frankfurt 1996.
  • Zur Theologie und Philosophie Joseph Ratzingers. Saka, Saarbrücken 2005.

Als Hauptredakteur:

  • Oratorium von der Göttlichen Wahrheit (Hrsg.): Katechismus des Oratoriums. Römisch-katholischer Katechismus und Unterweisung der Gläubigen für die heutige Zeit. 2. Auflage, Saka, Saarbrücken 1990, ISBN 3-928198-00-9.

Weblinks

Einzelbelege

  1. Vgl. http://dspace.unav.es/dspace/bitstream/10171/12158/1/PD_I_10.pdf
  2. Vgl. http://www.oratorium-editor.de/deutsch/oratoriums-wasser/index.html
  3. Vgl. http://siebel-gottfried.emfprod.ch/familiesiebel/wsiebel/oratoriumswasser/index.html

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