Willy Lambil


Willy Lambil

Willy Lambillote (* 16. Mai 1936 in Tamines) ist ein belgischer Comiczeichner, der unter dem Künstlernamen Willy Lambil bekannt wurde.

Leben

Nach seinem Studium an der Akademie der schönen Künste von Brüssel begann Lambil als 16-Jähriger beim Verlag Dupuis mit dem Lettering von Comics.[1]

Im Alter von 23 Jahren brachte er 1959 seinen ersten Comic Sandy & Hoppy (franz. Sandy et Hoppy) heraus. Diese Serie schildert die Abenteuer eines Jungen und seines Kängurus und wurde im Comicmagazin Spirou veröffentlicht. Die Serie lief bis 1973, 1972 wurde ein Album veröffentlicht. Parallel zu dieser Serie zeichnete er von 1960 bis 1973 die Reihe Hobby & Koala.

Im Jahr 1972 übernahm er die Serie Die blauen Boys (franz. Les Tuniques Bleues), nachdem der Zeichner Louis Salvérius gestorben war. Lambil vollendete das begonnene Album Outlaw in dem karikaturhaften Stil Salvérius; er selber gab der Serie aber ab dem nächsten Album mit Bedacht einen realistischeren Stil. Nach dem Album Outlaw veröffentlichte er ab 1973 zusammen mit Raoul Cauvin 49 Bände von Die Blauen Boys im regelmäßigen Rhythmus von 8-14 Monaten. Das vorerst letzte erschien im Oktober 2011 unter dem Titel „Indien, mon frère“ als Band 55 der Serie.

1973 schuf er mit Cauvin die Reihe Pauvre Lampil, in der Lambil sich selbst karikiert. Thematisiert werden die Wehwehchen von „Lampil“, wie er sich in dieser Serie nennt: seine Hypochondrie, seine mitunter schwierige Beziehung zum Texter Cauvin und die Frustration, nicht so bekannt und beliebt wie andere Zeichner zu sein. Diese Comics erschienen im Magazin Spirou ursprünglich unter der neuen Rubrik Carte Blanche („Die leere Seite“ oder auch „Freibrief“), in der junge Talente sowohl ihre besten Arbeiten vorstellen als auch unkonventionelle Kurzgeschichten veröffentlichen konnten.[2] 1987 wurde diese Serie nach einem Zwist mit dem damaligen Spirou-Chefredakteur aufgegeben. [3] Insgesamt erschienen sieben Alben mit meist zweiseitigen Gag-Comics.

Einzelnachweise

  1. A. Knigge: Comic-Lexikon. Ullstein 1988, S. 239.
  2. Kris de Saeger: Das grosse Cauvin-Album. Arboris 1995
  3. Interview mit Raoul Cauvin auf http://www.tuniques-bleues.com/autInterview.php

Weblinks


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