Windsbach


Windsbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Windsbach
Windsbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Windsbach hervorgehoben
49.2510.816666666667383
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 383 m ü. NN
Fläche: 68,17 km²
Einwohner:

6.039 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91575
Vorwahl: 09871
Kfz-Kennzeichen: AN
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 226
Stadtgliederung: 29 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 15
91575 Windsbach
Webpräsenz: www.windsbach.de
Bürgermeister: Wolfgang Seidel (SPD)
Lage der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Die Rezat bei Windsbach

Windsbach (ugs.: Winschba[2]) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Windsbach liegt im Rangau an der Fränkischen Rezat. Die Stadt befindet sich 20 km östlich von der Kreisstadt Ansbach und 40 km südwestlich von Nürnberg. Durch das Gemeindegebiet fließt auch die Aurach, ein Nebenfluss der Rednitz.

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Rohr, Kammerstein, Abenberg, Spalt, Mitteleschenbach, Wolframs-Eschenbach, Lichtenau, Neuendettelsau und Heilsbronn.

Stadtgliederung

Windsbach gliedert sich in die 29 Ortsteile:[3]

Geschichte

Windsbach wurde 1138 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1278 die Stadtrechte verliehen. Die Burggrafen von Nürnberg erwarben 1292 erste Güter in Windsbach und konnten ihren Besitz im Ort 1400 vergrößern. Bis zum Übergang an Bayern im Jahr 1806 blieb Windsbach im Besitz der späteren Markgrafen von Brandenburg. Im Jahr 2003 konnte „725 Jahre Stadt Windsbach“ gefeiert werden.

Eingemeindungen

Gemeinde Einwohner
(1970)
Eingemeindungs-
datum
Bemerkungen
Bertholdsdorf 252 1. Mai 1978
Brunn 260 1. Januar 1972
Elpersdorf bei Windsbach 122 1. Januar 1972
Hergersbach 96 1. Juli 1972
Ismannsdorf 180 1. Juli 1972
Moosbach 117 1. Januar 1972
Retzendorf 95 1. Januar 1972
Sauernheim 131 1. Januar 1974
Suddersdorf 144 1. Juli 1973
Untereschenbach 171 1. Juli 1972
Veitsaurach 382 1. Mai 1978
Wernsbach bei Windsbach 372 1. Januar 1972 Eingliederung von 238 der 372 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Neuendettelsau
Winkelhaid 110 1. Juli 1972

Einwohnerentwicklung

Stadt Windsbach mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 3.777 Einwohner
  • 1950: 5.831 Einwohner
  • 1961: 5.201 Einwohner
  • 1970: 5.167 Einwohner
  • 1979: 5.158 Einwohner
  • 2003: 6.187 Einwohner
  • 2008: 5.998 Einwohner

Stadt Windsbach ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 1.645 Einwohner[4]
  • 1933: 1.708 Einwohner
  • 1939: 1.711 Einwohner[5]
  • 1961: 2.877 Einwohner
  • 1963: 2.910 Einwohner
  • 1970: 2.869 Einwohner
  • 1987: 2.847 Einwohner[6]

Politik

Rathaus

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister: Wolfgang Seidel (SPD)
  • 2. Bürgermeister: Norbert Kleinöder (Umland)
  • 3. Bürgermeister: Karl Schuler (SPD)

Stadtrat

Der Stadtrat hat (einschl. des 1. Bürgermeisters) 21 Mitglieder:

Partei Sitze
CSU / Engagierte Bürger 6
SPD / Unabhängige Wähler 6
Wählergemeinschaft Windsbach-Umland 4
Grüne 2
Freie Wähler / Windsbacher Bürgerblock (WBB) 2

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Blasonierung: Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Rot ein silberner Schrägwellenbalken. Der gevierte Zollernschild steht für die Burggrafen von Nürnberg, die ab 1292 begannen, Güter in Windsbach zu erwerben. Der Schrägwellenbalken steht für die Fränkische Rezat.

Windsbach führt seit dem 14. Jahrhundert ein Wappen. In einem Siegel von 1610 erscheint es erstmals als Doppelwappen, das Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach 1614 mit einem Wappenbrief bestätigte: Rechts die Vierung und links in Rot ein schräglinker grüner Wellenbalken. Seit der Bürgermeistermedaille von 1819 stehen beide Wappen in einem Schild und der Wellenbalken in silbern.

 Commons: Wappenbilder der Stadt Windsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wirtschaft

Verkehr

Windsbach ist Endpunkt der Regionalbahnstrecke R71 von Wicklesgreuth über Petersaurach und Neuendettelsau nach Windsbach. In Wicklesgreuth besteht Anschluss an die Bahnlinie NürnbergAnsbach (R7). Der Bahnhof in Windsbach wurde 1894 erbaut.

Windsbach ist über die Anschlussstellen Neuendettelsau und Lichtenau der A 6 (E 50) zu erreichen. Die B 14 führt in einer Entfernung von 12 Kilometern vorbei, die B 13 in einer Entfernung von 10 Kilometern und die B 466 in einer Entfernung von 6 Kilometern.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Oberes Tor
Alte Brücke

Besonderes

1946 gründete Hans Thamm in Windsbach den inzwischen international bekannten Windsbacher Knabenchor in der Tradition des Dresdner Kreuzchors. Seit 1978 wird der Chor von Karl-Friedrich Beringer geleitet.

Bauwerke

Von den ehemaligen 5 Türmen mit Stadtmauer stehen nur noch das Obere Tor (Schwabacher Tor) und das Untere Tor (Brückentor) und Teile der Stadtbefestigung. Um den Stadtturm (12. Jahrhundert) erkennt man sehr schön die 2. Verteidigungsanlage, die Amtsburg. Befindet man sich auf dem Kirchplatz, so steht man auf der 3. Verteidigungsanlage, die Kirchenburg. Die Stadtkirche St. Margareta (erbaut 1730) hat die Vorgängerkirche aus der Zeit um 800 ersetzt.

Das Rathaus, welches von 1748 bis 1752 erbaut wurde, bildet den Stadtmittelpunkt in der historischen Altstadt. Daneben befand sich das alte Schloss, welches 1736 abgerissen wurde. In den Jahren 1737 und 1738 wurde an dieser Stelle das Rentamt gebaut. Die Pläne stammen von dem Hofbaudirektor Leopoldo Retti und dem jungen Landbauinspektor Johann David Steingruber. Das Gebäude diente als Finanzamt und Sitz der Amtmänner. 2003 und 2004 wurde das Rentamt grundlegend restauriert. Zurzeit wird das Gebäude unter anderem von der Musikschule Rezat-Mönchswald genutzt.

Ein besonderes Kleinod ist die Gottesruhkapelle. Erbaut um 1400 vom Amtmann Ritter von Hellberg mit Freskenmalereien um 1430.

Von 1790 bis 1792 wurde eine Gewölbebrücke aus Sandstein über die Fränkische Rezat errichtet. 1992 wurde dieses Baudenkmal grundlegend saniert.

siehe auch: → Liste der Baudenkmäler in Windsbach

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 211f.
  • Armanski-Dauscher, Maria Tabea: Die Straße meiner Kindheit. 1995, 2. Auflage 2000.
  • Karl Dunz: Schicksal der Juden in Windsbach. Windsbach 1947.
  • Karl Dunz: Windsbach – Heimat- und Kulturgeschichte der Stadt mit allen Ortsteilen. Windsbach 1985.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 204.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 154ff.
  • Johann Friedrich Frischeisen: ... und dann kamen die Amerikaner: Windsbach vor und nach der Stunde Null – Rückblick eines damals Zehnjährigen. Nürnberg 1986.
  • Johann Friedrich Frischeisen (Hrsg.): Winsbeke: der Windsbacher Beitrag zum Minnesang des Hochmittelalters. Regensburg 1994.
  • Johann Jungmaier: Das Städtchen Windsbach und seine Geschichte. Roth 1938.
  • Karl und Christa Lechner - Heimatverein Windsbach: Patendank zur Konfirmation, 1992.

Weblinks

 Commons: Windsbach – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikisource: Windsbach – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. E. Fechter, S. 204.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20110504/113342&attr=OBJ&val=1374
  4. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  5. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
  6. http://gov.genealogy.net/ShowObjectSimple.do?id=WINACHJN59KF

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