X-Raid BMW

X-Raid BMW

X-Raid ist ein privates deutsches Rallye-Team von Teamchef Sven Quandt. Es bestreitet seit 2002 Marathonrallyes, darunter auch die Rallye Dakar.

X-Raid ist das einzige Privatteam im FIA Marathonrallye Worldcup, welches teilweise Werksunterstützung erhält. Es bekommt Dieselmotoren von BMW aus dem Entwicklungszentrum in Steyr geliefert. Magna liefert Rohrrahmen, Karosserie und Fahrwerk zu. Das Team besteht aus 80 Mitarbeitern und ist damit das insgesamt größte Team im Worldcup.

Inhaltsverzeichnis

Fahrzeuge

Jutta Kleinschmidt im X-Raid BMW X3 bei der Rallye Dakar 2007

Als Fahrzeuge nutzte X-Raid in der Anfangszeit komplett neu entwickelte BMW X5, später BMW X3 mit Dreiliter-Biturbo-Dieselmotoren. Diese leisten 275 PS und haben ein maximales Drehmoment von 620 Nm. Zur Saison 2009 wurden die Fahrzeuge nochmals erheblich verbessert. Die Motorleistung stieg auf 291 PS und das Drehmoment auf 640 Nm.

Die Fahrzeuge sind aufgrund ihrer starken Motoren vor allem in schnellen Abschnitten ein ebenbürtiger Gegner der Werksteams. Sie haben daher realistische Chancen, die werksseitig eingesetzten VW Race Touareg und Mitsubishi Pajero Evolution zu schlagen.

Fahrer

In der Saison 2009 fahren für X-Raid folgende Fahrerpaarungen:

Viele weitere bekannte Fahrer fuhren in der Vergangenheit schon für X-Raid. Einige Beispiele sind Jutta Kleinschmidt, Colin McRae, Luc Alphand, Bruno Saby und Grégoire de Mévius.

Erfolge

Erste Erfolge waren der neunte Platz bei der Rallye Dakar 2003 von Luc Alphand und der vierte Platz ein Jahr darauf. Darauf folgten der Sieg bei der Marathonrallye-Weltmeisterschaft 2004 durch Khalifa Al-Mutawei und der Sieg bei der Portugiesischen Offroad-Meisterschaft 2005 durch Miguel Barbosa.

2006 wurden die neuen BMW X3 eingesetzt, welche nach und nach die X5 ersetzten. Schon wurde das Team konkurrenzfähiger und es stellten sich die ersten größeren Erfolge ein. Guerlain Chicherit konnte die 14. Etappe der Rallye Dakar 2006 für sich entscheiden und wurde damit zum ersten Dakar-Etappensieger des X-Raid-Teams. Ein Jahr später zog Nasser Al-Attiyah nach. Ihm gelang auf der 10. Etappe der Rallye Dakar 2007 ebenfalls ein Etappensieg. Er beendete die Rallye auf dem 6. Platz in der Gesamtwertung.

Al-Attiyah gewann 2008 die Saudi Arabia Hail Baja, die UAE Desert Challenge, die Hungarian Baja und die Baja Spain. Er wurde zudem Marathonrallye-Weltmeister. Bei der Mitteleuropa-Rallye, der Ersatzveranstaltung der Rallye Dakar, belegte Bruno Saby als bester Fahrer des Teams den 6. Platz.

X-Raid ging mit hohen Erwartungen mit seinen weiterentwickelten Fahrzeugen in die Rallye Dakar 2009. Kapitän Nasser Al-Attiyah lieferte sich zunächst harte Kämpfe mit Carlos Sainz und war zwei Mal Tagesschnellster. Allerdings wurde er nach der 6. Etappe in Führung liegend disqualifiziert, da er zur Schonung seines beschädigten Fahrzeugs eine andere Route gefahren war, als vorgegeben, und somit zu viele Kontrollpunkte verpasst hatte. Die übrigen Fahrer verloren viel Zeit durch Unfälle oder Zeitstrafen und somit sprang keine Toplatzierung heraus. Lediglich Chicherit und Novitskiy schafften es unter die Top-Ten. Auf der Schlussetappe konnte Novitskiy nochmals ein Highlight setzen, indem er bis zuletzt mit Dakar-Sieger Giniel de Villiers um den Tagessieg kämpfte und am Ende der Etappe nur um zwei Sekunden geschlagen wurde.

Technische Daten

Technische Daten BMW X3 CC
Motor Sechszylinder-Biturbo-Dieselmotor
Hubraum 2926 cm³
Leistung 291 PS bei 4000 U/min
Drehmoment 640 Nm bei 2100 U/min
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Getriebe 5-Gang sequentiell
Federweg 250 mm
Länge 4650 mm
Breite 2000 mm
Höhe 1850 mm
Radstand 2850 mm
Leergewicht 1900 kg
Tankvolumen 340 l

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