Xeon


Xeon

Xeon ist der Markenname von Server- und Workstationprozessoren von Intel. Diese basieren auf den zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Varianten der Desktopprozessoren und damit verschiedenen Mikroarchitekturen.

Inhaltsverzeichnis

Technik

Die Xeon-Prozessoren sind normalerweise nicht pinkompatibel zu den jeweiligen Core- oder Pentium-Prozessoren und benötigen eine eigene Infrastruktur, Ausnahmen sind die Xeon UP Prozessoren. Die Xeon-Prozessoren verfügen in der Regel über größere und mehr (On-Die-L3-)Caches, ermöglichen Multiprozessor-Unterstützung und weitere Funktionen, die für den Einsatz in Servern Vorteile bringen. Sie sind meist Vorreiter für technologische Neuerungen, die später in den Consumermarkt eingeführt werden, wie SMT (Intel-Bezeichnung: Hyper-Threading) oder Dualchannel-RAM. Doch werden Funktionen wie ein schnellerer Front Side Bus erst später oder nur teilweise eingeführt, um die Datensicherheit durch stabile Übertragung auf die Hauptplatine nicht zu stören.

Die erweiterte Ausstattung dieser Prozessoren schlägt sich auch in einem deutlich höheren Preis gegenüber der jeweiligen Desktop-Variante nieder. Ebenfalls sind Xeon-taugliche Hauptplatinen, Kühler, Gehäuse und Netzteile deutlich teurer, da diese auf hohe Betriebssicherheit und Datenschutz ausgelegt sind.

Seit 2006 gibt es auch die Dual-Core-Varianten Smithfield und Paxville, die mehr Rechenleistung bieten.

Des Weiteren sind LV-Varianten (Low-Voltage) erhältlich, die mit niedrigerer Verlustleistung vorrangig für Bladeserver gedacht sind, prinzipiell aber auch in Notebooks verbaut werden könnten, um sie zu mobilen Workstations zu machen.

Folgende Modelle werden bzw. wurden unter dem Namen Intel Xeon verkauft:

Konkurrenz

Neben Intel existiert mit AMD nur noch ein größerer Anbieter von x86-kompatiblen Prozessoren. Allerdings konzentrierte AMD sich lange Zeit auf das Privatkundengeschäft und versuchte erst im Jahr 2001, mit dem Athlon MP ein Konkurrenzprodukt auf dem Server- und Workstation-Markt zu platzieren. Dies scheiterte jedoch, und Intel behielt eine Art Monopolstellung in diesem Marktsegment. Erst mit dem Opteron konnte AMD einige Erfolge feiern, und Intel verlor einige Marktanteile. Allerdings ist der Xeon nach wie vor mit großem Abstand Marktführer für x86-kompatible Server- und Workstationprozessoren.

64-Bit

Seit Januar 2004 existieren auch Xeon-Prozessoren mit Intel 64 (Implementierung der AMD64-Erweiterung von Intel), um AMDs Opteron einen Vorteil zu nehmen. Diese Maßnahme torpedierte allerdings das Bestreben Intels, die Xeon-Produktlinie schrittweise durch die IA-64-Prozessoren (Itanium) zu ersetzen. Da sich diese Architektur aber bisher nicht durchsetzen konnte, musste Intel den Schritt zu Intel 64 gehen.

Gegenwart

Aufgrund der hohen Wärmeentwicklung der NetBurst-Architektur wurde bereits die Intel-SpeedStep-Technologie, hier als Demand Based Switch (DBS), in den Xeon implementiert. Doch da diese Probleme nicht behoben werden konnten, wechselte Intel mit den Woodcrest-Kernen wie bei seiner kompletten Produktpalette von der NetBurst-Architektur auf die deutlich energieeffizientere Intel Core Mikroarchitektur. Mittlerweile hat auch die Quadcore-Architektur mit dem Clovertown in die Xeon-CPUs Einzug gehalten.

Namenshistorie

Intel bezeichnete beim Intel Xeon (P6) noch alle Modelle als Xeon. Doch mit der Einführung der NetBurst-Architektur beim Intel Xeon (NetBurst) wurde zur Unterscheidung die Suffixe DP und MP eingeführt. Diese beschreiben, ob der Prozessor für Dual-Prozessor- (Xeon DP) oder Multi-Prozessor-Systeme (Xeon MP) geeignet ist. Zusätzlich wurde dann mit dem Intel Xeon (Core) noch der Suffix UP für Einzelprozessorsysteme (Xeon UP) eingeführt. Diese Prozessoren für den Sockel 775 sind umbenannte Intel Core 2 Prozessoren.

Siehe auch

Weblinks


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