Yamaha XT 600


Yamaha XT 600
XT 600 von 1997.
XT 600 (2KF) von 1987. Umgebaut mit Acerbis-Tank und Sebring-Endschalldämpfer

Die XT 600 ist ein Enduro-Motorrad des japanischen Motorradhersteller Yamaha.

Inhaltsverzeichnis

Modellgeschichte

Die XT 600 gilt als Allzweck-Enduro, die sowohl für den Straßeneinsatz als auch für Fahrten im Gelände geeignet ist. Mit Scheibenbremse, Vierventiltriebwerk, Einzel-Federbein und zeitgemäßer 12-V-Elektrik bekam sie wesentliche Neuerungen gegenüber der 1975 eingeführten, legendären XT 500.

Die erste XT 600 kam 1984 als „zivile“ Version ein Jahr nach der XT 600Z Ténéré auf den Markt. Hauptunterschied war neben dem Design der kompakte 11,5-Liter-Tank an Stelle des 28-Liter-„Fasses" der Fernreise-Variante Ténéré. Ein Straßenmodell Yamaha SRX 600 wurde später abgeleitet. Ab 1991 wurde die technisch schon etwas in die Jahre gekommene XT 600Z Ténéré durch die wassergekühlte Yamaha XTZ 660 ersetzt, welche allerdings nicht mehr über die gute Geländetauglichkeit des Urmodells verfügte.

Im Lauf der Jahre wurde die XT 600 in unterschiedlichen Varianten gebaut, welche sich jedoch meist nur optisch unterscheiden. Die wichtigste Änderung der XT 600, die bisher nur mittels Kickstarter zu starten war, gab es 1990, als ein neues Modell mit modernerem Design, Stahl- statt Alufelgen, nun ohne Drehzahlmesser, mit dem Auspuff als tragendem Rahmenteil, einem 13,9-Liter-Tank und einem E-Starter unter der Bezeichnung XT 600 E vorgestellt wurde. Außerdem "wanderte" der Öltank, der sich vorher unter dem linken Seitendeckel befand, nach vorn ins Rahmendreieck. Aufgrund hoher Nachfrage kam kurz darauf wieder ein ansonsten mit der XT 600 E baugleiches Modell mit Kickstarter auf den Markt, das nun als XT 600 K bezeichnet wurde. 1995 lief die Modellreihe XT 600 K aus. Die Leistung der nun einzig erhältlichen XT 600 E wurde aufgrund strengerer Emissionsvorgaben um 4 Kilowatt auf 29 KW reduziert und ein Drehzahlmesser wurde wieder im Cockpit integriert.Die Kupplungsbetätigung am Rumpfmotor wanderte von der linken auf die rechte Seite und der Endschalldämpfer war nicht mehr Teil des Heckrahmens. Der sprichwörtlichen Zuverlässigkeit des XT-Aggregates tat dies keinen Abbruch, Laufleistungen von über 100.000 KM mit ungeöffnetem Motor sind keine Seltenheit.

Technische Daten

  • Typ: 3UW Bj. 94
  • Leergewicht: 163 kg (Typ 2KF, Baujahr 1987 bis 1989: 153 kg)
  • Standrohrdurchmesser 41mm, Federweg 255 mm vorne, 225 mm hinten (Typ 2KF 235 mm hinten)
  • Luftgekühlter Viertaktmotor 4-Ventiler
  • Ein Zylinder, stehend angeordnet
  • Bohrung: 95 mm
  • Hub: 84 mm
  • Hubraum: 595 cm³
  • Verdichtung: 8,5:1
  • Höchstgeschwindigkeit: 141-155 km/h (je nach Modell)
  • Leistung : 27-46 PS (je nach Drosselung)
  • Kettenantrieb

Modellvarianten

Baujahr Seriennummer Bezeichnung Modifikationen
Bj. 83-84 34L XT 600 Z 20/33 KW
Bj. 85 55W XT 600 Z 20/33 KW
Bj. 86-87 1VJ XT 600 Z 20/34 KW
Bj. 88-90 3AJ XT 600 Z 20/25/34 KW
Baujahr Seriennummer Bezeichnung Modifikationen
Bj. 84-86 43F XT 600 20/33 KW
Bj. 87-89 2KF XT 600 33 KW
Bj. 87-89 2NF XT 600 begr. auf 20KW
Bj. 90-94 3UW XT 600 E und K begr. auf 20KW
Bj. 90-94 3TB XT 600 E und K 33 KW
Bj. 95-97 3TB XT 600 E 25/29 KW
Bj. 97-99 VJ01 XT 600 E 25/29 KW
Bj. ab 99 DJ02 XT 600 E 25/29 KW

Literatur

  • Bucheli Verlag: Yamaha XT 600 Tenere / XT 600 ab Baujahr 1983: Handbuch für Pflege, Wartung und Reparatur ISBN 3-7168-1789-9
  • Bucheli Verlag: Yamaha XT 600 E ab 1990 ISBN 3-7168-1869-0

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