Öcher Bend


Öcher Bend
Das Riesenrad und beleuchtete Marktbuden
Blick vom Riesenrad auf den Bendplatz
Das Fahrgeschäft "Shake" in Betrieb

Öcher Bend ist der Name des auf dem Aachener Bendplatz stattfindenden Volksfests.

Der Bend findet zweimal jährlich auf dem 40.000 m² großen Platz statt, einmal als „Osterbend“ und später im Jahr als „Sommerbend“. Bei den Attraktionen ist von rasanten Fahrgeschäften bis zu Kinderfahrgeschäften alles vertreten. Dazu gibt es viele Gastronomieangebote, Spielbuden, etc. Den Abschluss des Bends bildet jeweils ein großes Feuerwerk, das immer in den Abendstunden des letzten Bend-Tages stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Name

Die Bezeichnung Öcher kommt vom Stadtnamen Oche im örtlichen Dialekt, während Bend im Dialekt die Bezeichnung für eine große Wiese ist.

Die umgangssprachliche Aachener Redewendung „Dann ess evver der Bend op“ (Dann ist aber der Bend offen) bezieht sich auf eben diese Veranstaltung und bedeutet so viel wie „Dann ist aber was los“ oder „Dann gibt es Saures“. Mit diesem Ausspruch bringt der Redner zum Ausdruck, dass, sofern eine bestimmte von ihm missbilligte Situation eintritt, er die Verantwortlichen zur Rede zu stellen und sie die Konsequenzen ihres Tuns spüren zu lassen beabsichtigt.

Geschichte

Der Bend wurde im Jahr 1413 zum ersten Mal erwähnt und hat seinen Ursprung nicht auf dem heutigen Bendplatz, sondern auf wechselnden Plätzen. Damals lag der Bend hinter dem „Cöllerporzen“, dem späteren Kölnmitteltor, und dem „Gashuys“, dem alten Sankt Martinsspital an der heutigen Alexanderstraße. Dort fand der Bend sechzig Jahre lang statt. Als im 17. Jahrhundert an dieser Stelle eine neue Kurpromenade angelegt wurde, zog man mit „Buden“, „Sensationen und Attraktionen“ zum Seilgraben, dem Bergdriesch und dem Pontdriesch um. Im Jahr 1885 zog der Bend wieder um. Zuerst zum „Panneschopp“ an der Stolberger Straße, später zum Blücherplatz, dann zum Kapellenplatz in Burtscheid. Erst 1927 fand der erste Bend auf dem Bendplatz statt. [1] Seit dem Osterbend 2008 wird der Bend nicht mehr von der Stadt, sondern vom privaten Eurogress organisiert[2], was sich u.a. in einer veränderten Anordnung der Attraktionen auf dem Festplatz äußert.

Weblinks

Referenzen

  1. aachen.de: Geschichte des Öcher Bend (Quelle: Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Schausteller-Verband e.V. Aachen)
  2. Manfred Kutsch: Oecher Bend wird privatisiert. In: AZ-Web (Aachener Zeitung Online). 16. August 2007, abgerufen am 17. August 2007.
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