Bitumen-Haftkleber


Bitumen-Haftkleber
Anspritzen mit Heißbitumen bei einer Oberflächenbehandlung, Aufbringung ist bei Haftkleber identisch

Der Bitumen-Haftkleber (auch Haftkleber, kurz HK) ist eine kationische Bitumenemulsion mit niedrigem Bindemittelgehalt und hohem Lösemittelzusatz.[1] Das Aufbringen des Bitumen-Haftklebers wird als Anspritzen oder Aufspritzen bezeichnet. Vorteilhaft gegenüber einer normalen kationischen Bitumenemulsion (ohne Zusätze) ist, dass der Bitumen-Haftkleber sehr dünnflüssig ist. Hierdurch ist eine gute Staubdurchdringung gegeben. Ein Verbund zwischen Unterlage und aufgetragenem Gut ist folglich gewährleistet. Haftkleber wird in der Regel kalt verarbeitet, eine Aufheizung auf 40-60 °C ist möglich.

Bitumen-Haftkleber kann aus unterschiedlichen Gründen aufgespritzt werden. Er ist grundlegender Bestandteil des Schichtenverbundes, bei seltenen Fällen (Betonuntergrund) wird bei einer Oberflächenbehandlung Haftkleber als Porenverschluß und Haftverbesserer aufgebracht.

Grundsätzlich dient die Aufbringung eines Haftkleber dem Schichtenverbund (Verklebung) beim Einbau mehrerer Walzasphaltschichten. Je nach Anwendungsfall sind zwischen 0,15 und 0,25 kg/m² aufzutragen. Fehlender Schichtenverbund führt zu einer schnelleren Ermüdung der Straßenbefestigung.

Einzelnachweise

  1. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen: Begriffsbestimmungen, Teil: Straßenbautechnik. FGSV Verlag, Köln 2003, S. 31.

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