Brieske


Brieske
Brieske
Koordinaten: 51° 30′ N, 13° 58′ O51.50611111111113.97416666666797Koordinaten: 51° 30′ 22″ N, 13° 58′ 27″ O
Höhe: 97–102 m
Einwohner: 2.299 (2000)
Eingemeindung: 31. Dez. 2001
Postleitzahl: 01968
Vorwahl: 03573

Brieske (obersorbisch Brězk) ist ein Ortsteil der brandenburgischen Kreisstadt Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Er liegt in der Niederlausitz am Senftenberger See, sowie an der Schwarzen Elster.

Bekannt ist sie insbesondere für die in ihr gelegene Siedlung Gartenstadt Marga.

Inhaltsverzeichnis

Ortsgliederung

Brieske besteht aus zwei Ortslagen:

  • Brieske-Marga (sorb.: Brězk-Marga) und
  • Brieske Dorf (sorb.: Brjazki) an der Landstraße nach Hohenbocka, ungefähr zwei Kilometer von Brieske-Marga in Richtung Biehlen einem Gemeindeteil von Schwarzbach.

Geschichte

Martin-Luther-Kirche in der Gartenstadt Marga
Die Kaiserkrone am Markt in Brieske
Kriegerdenkmal in Brieske Dorf

Deutung und Entwicklung des Ortsnamen

Brieske wurde 1448 als Brehisk erstmals erwähnt. Der Name entwickelte sich über Breßk (1474) und Briesk (1529) zum heute genutzten verwandten Namen. Der Name Brieske geht zurück auf das sorbische Wort für Birke (Brazk).

Chronik

Das sorbische Zeilendorf war umgeben von Wasser und sumpfigen Wiesen. Bis zur Regulierung der Schwarzen Elster 1850 waren die Bodenerträge so gering, dass die Bewohner kein Zinsgetreide an das Amt Senftenberg abführen mussten. Ab 1906 mit der Industrialisierung und der Erschließung des Tagebaus Grube Marga durch die Ilse Bergbau AG, änderte sich die wirtschaftliche Situation der Bewohner etwas. Durch den Zuzug von Industriearbeitern kam es zu einem starken Bevölkerungsanstieg. Für die Arbeiter der Grube wurde zwischen 1907 und 1915 eine Werkssiedlung mit Gartenstadtcharakter angelegt, die Gartenstadt Marga.

Am 1. Januar 1974 wurde der Nachbarort Niemtsch nach Brieske eingegliedert. Am 6. Mai 1990 kam es zur Ausgliederung von Niemtsch.[1] Mit Ablauf des 31. Dezember 2001 wurden beide Orte nach Senftenberg eingemeindet.[2] Ortsbürgermeisterin ist Christina Nicklisch.

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerentwicklung in Brieske von 1875 bis 2000 [3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 251 1933 3239 1964 3373 1989 2704 1993 2150 1997 2203
1890 234 1939 3160 1971 3063 1990 2438 1994 2115 1998 2067
1910 1761 1946 3214 1981 2802 1991 2366 1995 2044 1999 2057
1925 3206 1950 3492 1985 2670 1992 2235 1996 2193 2000 2299
Badehaus und Maschinenhaus der Brikettfabrik Marga

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Gartenstadt gehört wie die ehemaligen Ledigenheime, das Maschinenhaus und das Waschhaus zu den Baudenkmalen in Senftenberg. Im Miniaturpark-Brieske werden Modelle im Maßstab 1:25 auf einer Freifläche von 2.500 m² ausgestellt. Die Hauptattraktion ist ein Model eines kompletten Tagebaues mit allen Großgeräten und Fahrbetrieben.[4]

Verkehrsanbindung

Brieske liegt an der Bundesstraße 169.

Sport

Logo des FSV Brieske-Senftenberg

Ein traditionsreicher Briesker Sportverein ist der FSV 'Glück Auf' Brieske/Senftenberg e. V., der in der NOFV-Oberliga spielte. Nach sechs Jahren in der Landesliga gelang der Mannschaft in der Saison 2008/09 der Aufstieg in die Brandenburgliga. Sportstätte ist die Elsterkampfbahn in Brieske. Vorläufer der Sektion Fußball des Vereins war der SC Aktivist Brieske-Senftenberg, der in der DDR-Oberliga spielte und 1963 in den SC Cottbus eingegliedert wurde, aus dem die spätere BSG Energie Cottbus hervorging.

Bildung

In Brieske befindet sich ein Standort des „Oberstufenzentrums Lausitz“.

Literatur

  • Isolde Rösler, Heinz Noack; Kreismuseum Senftenberg (Hrsg.): Senftenberger See. Historische Wanderungen durch Buchwalde, Kleinkoschen, Großkoschen, Hosena, Peickwitz, Niemtsch, Brieske, Kolonie Marga. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-872-7.
  • Werner Forkert; Buchhandlung „Glück Auf“ (Hrsg.): Senftenberger Rückblicke. Interessantes aus der Senftenberger Geschichte. Senftenberg 2006 (keine ISBN).
  • Werner Forkert; Buchhandlung „Glück Auf“ (Hrsg.): Senftenberger Rückblicke. Teil II Interessantes aus der Senftenberger Geschichte. Senftenberg 2007 (keine ISBN)..

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Statistik Brandenburg (PDF)
  4. www.miniaturpark-brieske.de

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