Bunning


Bunning

James Paul David "Jim" Bunning (* 23. Oktober 1931 in Southgate im US-Bundesstaat Kentucky) ist ehemaliger Profi-Baseballspieler und seit 1999 republikanischer Senator seines Heimatstaates.

Jim Bunning

Inhaltsverzeichnis

Sport-Karriere

In der Major League trat Bunning 1955 erstmals als Pitcher in den Reihen der Detroit Tigers auf. Nach 1963 wechselte er zu den Philadelphia Phillies, wo er von 1964 bis 1967 antrat, daraufhin zu den Pittsburgh Pirates wechselte und mitten in der Saison 1969 zu den Los Angeles Dodgers hinüberwechselte, darauf hin wieder nach Philadelphia zurückkehrte, wo er seine sportliche Karriere 1971 beschloss. Seine Spielstärke lässt sich daran ablesen, dass er in den Jahren [957, 1959 und von 1961-64 sowie 1966 in das "All Star Team" gewählt wurde. 1996 wählte man ihn die "Baseball Hall of Fame". Eine weitere bemerkenswerte Leistung von Bunning im Baseball war das Werfen eines Perfect Games am 21. Juni 1964 in New York gegen die New York Mets. Bis heute wurde dies in der Geschichte des Major League Baseball erst siebzehn Mal erreicht.

Politische Karriere

Seine politische Karriere begann 1977 mit der Wahl in den Stadtrat von Fort Thomas, Kentucky, wo er allerdings nur zwei Jahre sein Amt ausübte. Danach kandidierte er sogleich für den Senat des Bundesstaates, wurde gewählt und zeigte 1983 deutliche Ambitionen, Gouverneur Kentuckys zu werden. Als Kandidat der Republikaner unterlag er jedoch, um 1987 erfolgreich bei den Wahlen in den amerikanischen Kongress zu sein. Dort arbeitete er bis 1998, als er in den Senat gewählt wurde.

Verbale Entgleisungen

2004 traf Bunning bei den Neuwahlen auf einen demokratischen Herausforderer, Daniel Mongiardo, der als Arzt und Senator des Bundesstaates Kentucky durchaus Chancen hatte, so dass Bunning sich deutlich in Wort- und Tonfall vergriff.

Die konfliktreiche Kontroverse geriet außer Kontrolle, als Bunning seinen italienischstämmigen Widersacher dergestalt beschrieb, dass "er einen an Saddam Husseins Söhne erinnere" ("like one of Saddam Hussein's sons."). Angesichts der großen Empörung in der Öffentlichkeit rang er sich eine Entschuldigung ab. Sein weiteres Verhalten, wie z.B. seine Anschuldigungen gegen Mongiardo, dass dieser Bunnings Ehefrau physisch angegriffen habe und diese dabei "grüne und blaue Flecken" davongetragen habe, und die offensichtliche Verwendung eines Teleprompters in einer Fernseh-Debatte brachte diverse Medienwissenschaftler zu dem Schluss, Bunnings mentale und emotionale Eignung für sein Amt anzuzweifeln.[1]

Wahlkampffinanzierung und Wiederwahl

Bunning standen rund 4 Millionen US-Dollar für seine Kampagne zu Verfügung, während Mongiardo lediglich 600.000 $ aufzuweisen hatte. Verspätet begriff die Demokratische Partei, dass man angesichts Bunnings bizarren Verhaltens eine echte Wahlchance hatte, und stockte Mongiardos Budget mit 800.000 Dollar auf, die mehrheitlich in Werbespots investiert wurden.

Nach einer Serie von unzulässigen Wahlkampfspenden, hässlichen homophoben Attacken gegen Mongiardo, sowie dem großen Stimmenvorsprung George W. Bushs bei den Präsidentschaftswahlen, gewann Bunning knapp die Wahl am 2. November 2004, was zuvor keiner der Wahlkampfanalysten für möglich gehalten hatte.

Einzelbelege

  1. Zum Wahlkampf 2004

Weblinks


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